Fussballstammtisch

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Nationaltorwart Robert Enke ist tot

Begonnen von Schwabenpfeil, 10. November 2009, 20:20:21

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Matti

#195
Zitat von: Sujo96 am 17. Juni 2010, 20:42:11
....Die Posts sind doch aus November???
[kopfklatdsch]


[dummdidum]
Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. (A. Einstein)

Sujo96

Kind muss weg! Dufner raus!

Letterman

Depressions-Experte kritisiert Kind

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Professor Dr. Ulrich Hegerl, hält die Äußerungen von Martin Kind über das Verhalten der Angehörigen von Robert Enke für unsensibel. "Solch ein Satz ist ein Stich ins Herz", sagte Hegerl, "ich finde solch eine Äußerung aus Sicht der Hinterbliebenen problematisch, weil hier scheinbar Schuld verteilt wird."

Kind, der Präsident von Hannover 96, hatte am Sonntag in der Sendung NDR Sportclub erklärt: "Ich habe menschlich zwar Verständnis, dass das persönliche Umfeld (...) ihn geschützt hat. (...) Ich denke, hätten sie anders gehandelt, hätte man vielleicht andere Optionen haben können, vielleicht sogar, dass Robert Enke heute noch leben würde."

Der Torwart von Hannover 96 und der deutschen Nationalmannschaft hatte am 10. November 2009 in Folge seiner Depressionen Selbstmord begangen. Außer seinem unmittelbaren familiären Umfeld und ganz wenigen Freunden wusste niemand von seiner Erkrankung. Eine stationäre Behandlung hatte Enke aus Angst vor der Öffentlichkeit und einem möglichen Karriereende abgelehnt.

sport 1

AcPauer

Schon ein Jahr vergangen.

Hat sich was verändert?
Wenn Holland nicht wär, läg Aachen am Meer.

eagle loather

Ja, man geht noch verkrampfter mit dem Thema Depressionen um...
und da wir in einer Leistungsgesellschaft leben, will sich keiner mit so einem Thema auseinandersetzen...
Arbeitgeber schon gar nicht, denn wer will schon jemanden beschäftigen der dauerhaft krank ist

einzig im Privaten Bereich ist man vielleicht etwas sensibler wenn man das Gefühl hat, das jemand Suizid Gedanken haben könnte...
Ein neuer Freund ist ein neuer Wein;
laß ihn alt werden,
so wird er dir wohl schmecken.

Färdder

SpVgg Fürth - 3x Deutscher Meister 1914 - 1926 - 1929 -

Diese Stadt und ihr Verein werden immer unsere Liebe sein - Bundesliga! Wir sind wieder da!!!

Sujo96

Kind muss weg! Dufner raus!

Horschti


Mayk

*sing* Wir sind die Fans vom Getränkekombinaaaaat, Hanseaaaaat, hammerhaaaaaart!

 

Sujo96

Weil? Er ist gestorben als er ein Idol und Symbol für Hannover 96 und die Stadt war. Wieso sollte er da nicht wie auch andere Menschen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, auf diese Weise geehrt werden? Ist doch eine schöne Geste!
Kind muss weg! Dufner raus!

Mayk

Zitat von: Sujo96 am 19. November 2010, 13:27:45
Weil? Er ist gestorben als er ein Idol und Symbol für Hannover 96 und die Stadt war. Wieso sollte er da nicht wie auch andere Menschen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, auf diese Weise geehrt werden? Ist doch eine schöne Geste!

Er ist nicht "gestorben", sondern hat sich gekillt und zwar auf die neben einer Geisterfahrt auf der Autobahn zweitbrutalsten Methode, ohne Rücksicht auf Verwandte oder der armen Sau von Lokführer, der diese Bilder vermutlich nie mehr aus dem Kopf bekommt. Ja, er war krank. Das ist tragisch aber kein Verdienst. Was sein Tod bewirkt hat, sieht man in unserer verlogenen Gesellschaft.
*sing* Wir sind die Fans vom Getränkekombinaaaaat, Hanseaaaaat, hammerhaaaaaart!

 

Sujo96

Ich finde auch nicht, dass sein Tod heroisiert werden sollte. Sein Leben aber war durchaus vorbildlich und ich denke, dass die Stadt schon selber entscheiden kann, wen sie wo und wie ehren will.
Robert Enke hat in den 5 Jahren in Hannover viel bewegt. Dem will die Stadt etwas entgegen setzen.

Dass die Art seines Freitodes ruecksichtslos ist, sehe ich genauso wie Du. Allerdings fehlen mir die Faehigkeiten mich da rein zu versetzen, denn ich liebe mein Leben und kaeme nicht auf die Idee, es selber zu beenden...
Kind muss weg! Dufner raus!

Sujo96

Kind muss weg! Dufner raus!

Letterman

Niersbach: Rivalität teils zu krass


DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht auch fünf Jahre nach dem Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke beim Umgang mit Profi-Fußballern keine grundlegende Änderung.

Es habe sich "nichts Gravierendes verändert", sagte der 63-Jährige in einem Interview mit der "ARD-Recherche-Redaktion Sport", "da würde man sich selber etwas vormachen. Wir kommen immer wieder an Punkte, wo man sich von einer gesunden sportlichen Rivalität entfernt."

Der Todestag von Enke jährt sich am Montag (10. November) zum fünften Mal. Der 32 Jahre alte Keeper war nach jahrelangen Depressionen freiwillig aus dem Leben geschieden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) könne nur mit gutem Beispiel vorangehen, so Niersbach:

"Wir leben Dinge vor und stellen Verhaltensregeln auf. Aber letztlich sind 80.000 Zuschauer im Stadion und jeder nimmt für sich eine gewisse Freiheit in der Auslegung der Regeln in Anspruch. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Aber Fairness darf kein verstaubter Begriff in unserer Gesellschaft und im Sport werden. Und dafür setzen wir uns in der Spitze des Verbandes ein."

Der Freitod Enkes, so Niersbach, habe in Deutschland allerdings für ein größeres Bewusstsein gesorgt, dass eine Depression keine Schwäche, sondern eine Erkrankung ist:

"Gerade deshalb halten wir die Erinnerung an Robert Enke auch so hoch in seiner Stiftung." Da leiste Theresa Enke, die Witwe des ehemaligen Torhüters von Hannover 96, "bis zum heutigen Tage eine großartige Arbeit".

sport 1

Sujo96

5 Jahre? Uff... Wie die Zeit rennt. Ich vermisse Dich, Robert!
Kind muss weg! Dufner raus!