Fussballstammtisch

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konsequenzen pyro-vorfall bochum

Begonnen von sb79, 04. Februar 2010, 20:49:27

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chrisbe


unterschreibe ich alles vorbehaltlos! sehr guter beitrag

Zitat von: Beorn am 05. März 2010, 16:11:51
[...]es gibt auch immer noch sehr viele, die sich den frauenfreien Fußball zurückwünschen ...! [...]

DAS ist eins der wenigen Dinge, mit denen ich persönlich nicht klarkomme.. Misogynie geht gegenüber Frauen, die sich engagieren wollen und ihren Verein ebenso lieben, wie Männer gar nicht! Die ganzen Püppchen allerdings kann ich auch nicht sehen und würde die lieber heut als morgen los werden..  [prodz]

sb79

Auch in FFM wird es nach den letzten Vorkommnissen zu Beschränkungen kommen. Die Erklärung des Fanprojekts finde ich nachvollziehbar.

ZitatOffener Brief an die Ultras Frankfurt

Mit dem Überfall auf das Karlsruher Fanprojekt am Sonntagmorgen haben einige von Euch eindeutig eine Grenze überschritten.

Seit zehn Jahren begleitet das Frankfurter Fanprojekt, die Ultras Frankfurt und zumindest den Älteren von Euch sollte klar geworden sein, dass ein Fanprojekt eine wohlwollende Einrichtung ist, die solange es geht und so oft es geht auf Eurer Seite gestanden hat.
Aber wir sind weder behördlich bezahlte Gewaltverhinderer, noch sind wir Eure Therapeuten und was wir schon gar nicht sind, das ist eine Art Crash Test Dummies.

Wir sind da, weil es gut ist, dass es in der Fanszene Kräfte gibt, die sich mit positiven "Vorurteilen" für die Belange der gesamten Fanszene einsetzen und die das Potential das dieser innewohnt unterstützen und fördern.

Und weil das Fanprojekt eine Einrichtung ist, die der ganzen Fanszene gleichermaßen zugute kommt sind Fanprojekträume geschützte Räume.

Fanprojekte sind sichere Orte, die der ganzen Fanszene zur Verfügung stehen sollen.
Das sehen alle so, bis auf Teile der Ultras Frankfurt. Leider!

Euer Überfall auf das Karlsruher Fanprojekt erfordert zwangsläufig Konsequenzen.
Das kann gar nicht anders sein.

Einige von Euch haben den entgegengebrachten Respekt mit Füßen getreten.
Deshalb gibt es momentan von Seiten des Fanprojektes keine Bereitschaft mehr, in irgendeiner Art und Weise die derzeit propagierte Weltsicht der Ultras Frankfurt zu akzeptieren.

Es gibt überhaupt keinen Grund, den Mainstream in der bundesweiten Ultraszenerie, dieses "Jede/r will die Elite sein", gut zu heißen. Ist die Glorifizierung von gewalttätigen Übergriffen als dem einzigen Mittel der Wahl gegen Feinde aller Art das einzige Überbleibsel einer ehemals lebendigen jugendlichen Subkultur?

So manövriert Ihr Eure einst so ambitioniert gestartete Bewegung selbst ins Abseits.
Nach dem Angriff auf das Fanprojekt Karlsruhe sind wir nicht länger bereit, in Verbindung mit UF 97 Mitverantwortung zu übernehmen.

Denn um gut funktionieren zu können, ist das Fanprojekt, wie übrigens auch die gesamt Fanszene, auf respektvolle und zuverlässige Handlungspartner angewiesen. Davon seid Ihr, zumindest wenn Ihr als Gruppe auftretet, oft meilenweit entfernt.

Eine Konsequenz wird also sein, dass der Fancontainer nicht weiter durch das Fanprojekt betrieben wird.

Er wird nicht sofort geschlossen, weil wir niemanden bestrafen wollen und weil klar ist, dass darunter auch viele zu leiden haben, die mit der ganzen Sache nichts zu tun haben.
Zum Bayernspiel, am 20. März, werden wir den Fancontainer allerdings schließen.
Danach erhaltet Ihr die Gelegenheit, den Fancontainer offiziell, also in Absprache mit der Eintracht AG, der Polizeidirektion Süd und der Fraport AG (als dem Eigner des Platzes) eigenverantwortlich zu übernehmen.

Solange das dauert bleibt der Container zu!

Frankfurter Fanprojekt im März 2010

mike_sv98

#62
Bestimmt nur ne mißverstandene Aktion. Ganz sicher.

Ums mal mit Beorn zu sagen: Nicht alles, was Ultras machen ist schlecht! Es gibt ein paar wenige positive Dinge - dazu gehört u.a. die anti-rassistische Grundeinstellung vieler Ultras - beileibe nicht aller. Für mich ist der Begriff allerdings überwiegend negativ besetzt. Und dazu gehört auch das Erscheinungsbild: Schwarzgekleidete, vermummte Horden in einer Art militärischen Organisation erinnern MICH sehr stark an ganz andere Zeiten. Diese Art der Organisation ist weitaus gefährlicher als das bierdunstgeschwängerte Parolengegröle.

Bei vielen Ultras kommt mir, wenn ich sie mir so aus der Nähe ansehe, auch ab und zu der Gedanke, dass diese Anti-Nazi Einstellung eher nicht von innen heraus kommt sondern so eine Art Mode ist.

Von der Salzach bis zur Spree, immer wieder SVD.
Smile a little wider as you're waiting to be sold - This is the land - the land of do what you're told

Flo1898

Zitat von: mike_sv98 am 08. März 2010, 14:28:35
Bestimmt nur ne mißverstandene Aktion. Ganz sicher.

Ums mal mit Beorn zu sagen: Nicht alles, was Ultras machen ist schlecht! Es gibt ein paar wenige positive Dinge - dazu gehört u.a. die anti-rassistische Grundeinstellung vieler Ultras - beileibe nicht aller. Für mich ist der Begriff allerdings überwiegend negativ besetzt. Und dazu gehört auch das Erscheinungsbild: Schwarzgekleidete, vermummte Horden in einer Art militärischen Organisation erinnern MICH sehr stark an ganz andere Zeiten. Diese Art der Organisation ist weitaus gefährlicher als das bierdunstgeschwängerte Parolengegröle.

Bei vielen Ultras kommt mir, wenn ich sie mir so aus der Nähe ansehe, auch ab und zu der Gedanke, dass diese Anti-Nazi Einstellung eher nicht von innen heraus kommt sondern so eine Art Mode ist.

Also für mich wär Ultra nix. Ich kann net mal italienisch. [noplan]
   "Wenn ich von einer Reise zurückkehrte und die Flutlichtmasten des Böllenfalltors sah, wusste ich, ich bin zu Hause und alles ist in Ordnung!"

Günther Strack

Matti

Zitat von: Flo1898 am 08. März 2010, 15:56:03
...Ich kann net mal italienisch. [noplan]
ach....Jogginghose und Gürteltasche reicht erstmal (mind. für eine Nachwuchs-Sektion)
Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderungen zu hoffen, ohne etwas zu verändern. (A. Einstein)

ranch

Jogginghosen trägt man vielleicht in Sachsen. Bei uns in der Minderheit.

Übrigens hat sich die UF auch geäußert zu der Karlsruhe-Geschichte:

ZitatEs geht uns darum klarzustellen, dass es nicht beabsichtigt war, dem Fanprojekt Schaden zuzufügen, der Angriff galt ausdrücklich nicht dem Fanprojekt Karlsruhe!

Auch für uns sind Fanprojekte geschützte Räume, die es für alle Fans zu erhalten gilt.
Nun stellt sich die Frage: Wie konnte es trotzdem dazu kommen?

Vorausgegangen war ein Angriff auf eine Splittergruppe unseres Mobs auf dem Rückweg von Stuttgart. Hierbei wurden nicht nur Mitglieder unserer Gruppe, sondern auch andere mitreisende Eintrachtfans attackiert.
Für uns ein nicht hinnehmbarer Zustand, den einige aus einer großen Wut heraus entschlossen waren, wieder zu bereinigen.


Wir können und wollen uns nicht von den Vorfällen in der Nacht distanzieren, das wäre heuchlerisch. Wir sehen in der Nachbetrachtung aber ein, dass das Fanprojekt keinen Schaden hätte davontragen dürfen.

Des Weiteren ist es uns wichtig zu betonen, dass das Angreifen eines Fanprojekts keinen neuen Trend in Ultra-Deutschland darstellen soll, sondern es jetzt an uns ist, den Vertrauensverlust des Frankfurter Fanprojekts und den entstandenen Imageschaden in der eigenen Fanszene wieder gut zu machen - mit Kommunikation und durch Dinge, die uns in der Vergangenheit ausgezeichnet haben: Lautstärke, Kreativität und Zusammenhalt!

Ultras Frankfurt im März 2010
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mike_sv98

Siehste - Mißverstanden. Sag ich ja. Der Angriff galt ja ausdrücklich nicht dem Fanprojekt. Das ist ungefähr so, wie wenn die USA ne Hochzeitsgesellschaft bombadieren und dann sagen, es galt ja nur den 3 dort zufällig anwesenden Terroristen.

Schöne neue Welt.

Von der Salzach bis zur Spree, immer wieder SVD.
Smile a little wider as you're waiting to be sold - This is the land - the land of do what you're told

ranch

Zitat von: mike_sv98 am 08. März 2010, 16:33:15
Siehste - Mißverstanden. Sag ich ja. Der Angriff galt ja ausdrücklich nicht dem Fanprojekt. Das ist ungefähr so, wie wenn die USA ne Hochzeitsgesellschaft bombadieren und dann sagen, es galt ja nur den 3 dort zufällig anwesenden Terroristen.

Schöne neue Welt.

Missverstanden haben das sicher auch die 70 KSCer, die um die Zeit dort rumhingen und nichts lieber taten, als sich mit anderen auf die Zimbel zu hauen.
Wenn es nach dir geht, hätte die UF sich sicher öffentlich geißeln sollen.
Den Vergleich mit dem Bombardement finde ich völlig daneben.
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mike_sv98

Warum? Die Logik des Denkens dahinter ist die gleiche, oder?

Von der Salzach bis zur Spree, immer wieder SVD.
Smile a little wider as you're waiting to be sold - This is the land - the land of do what you're told

sb79

#69
Zitat von: ranch am 08. März 2010, 16:36:23
Zitat von: mike_sv98 am 08. März 2010, 16:33:15
Siehste - Mißverstanden. Sag ich ja. Der Angriff galt ja ausdrücklich nicht dem Fanprojekt. Das ist ungefähr so, wie wenn die USA ne Hochzeitsgesellschaft bombadieren und dann sagen, es galt ja nur den 3 dort zufällig anwesenden Terroristen.

Schöne neue Welt.





Missverstanden haben das sicher auch die 70 KSCer, die um die Zeit dort rumhingen und nichts lieber taten, als sich mit anderen auf die Zimbel zu hauen.
Wenn es nach dir geht, hätte die UF sich sicher öffentlich geißeln sollen.
Den Vergleich mit dem Bombardement finde ich völlig daneben.

Eventuell bereiteten die KSC-Fans auch zu dem Zeitpunkt die Lautern-Choreo vor und waren deshalb vor Ort!  [nik]

Ich denke, dass das Fanprojekt durchaus näheren Einblick in die Geschehnisse hatte und deswegen reagieren musste.
Nicht umsonst schreibt die UF, dass man Vertrauen zurückgewinnen müsse.

Q Ranch: Morsche PM!°


grieche

ZitatWir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich die Fankultur von Innen heraus selbst zerstört.

Die Fanbeauftragten der Lizenzvereine

Da frage ich mich was die Fanbeauftragten dagegen machen wollen?  [noplan]
Wir Leben alle auf der gleichen Welt, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

ranch

Zitat von: sb79 am 08. März 2010, 23:39:42
Eventuell bereiteten die KSC-Fans auch zu dem Zeitpunkt die Lautern-Choreo vor und waren deshalb vor Ort!  [nik]


Morgens um fünf?
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sb79

Zitat von: ranch am 09. März 2010, 18:33:16
Zitat von: sb79 am 08. März 2010, 23:39:42
Eventuell bereiteten die KSC-Fans auch zu dem Zeitpunkt die Lautern-Choreo vor und waren deshalb vor Ort!  [nik]


Morgens um fünf?

Es gab am Vorabend eine Feier und viele befreundete Fans des KSC nächtigten wohl auch im Fanprojekt. ( Berliner, Straßburger und was weiß ich mit wem die so rumhuren...)

Und da man in Liga 2 so "angenehm" früh ran darf, wäre es auch durchaus möglich, dass man eine aufwändige Choreo schon recht zeitig vorbereiten muss.

Tut aber eigentlich nichts zur Sache, oder?

ranch

Nee, stimmt.
Ich habe eh einen ganz anderen Verdacht, wer da aus FFM vor Ort war.
Tut aber auch nichts zur Sache.
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