Flick's Buben und andere Auserwählte > Flick's Buben und andere Auserwählte
Gruppe B
ranch:
--- Zitat von: franconia am 23. Juni 2010, 08:59:24 ---ich glaub nicht das der gähn.smiley was mit der wahrnehmung afrikas zu tun hat, sondern ehr damit das die sog. experten ja wirklich immer sagen das jetzt die wm der afrikanischen nationen kommt, diese aber halt leider noch nicht so weit sind
du legst aber wirklich manche aussagen zu sehr auf die goldwaage
--- Ende Zitat ---
ja, vielleicht. [nik]
Dann nix für ungut an Schwabenpfeil.
Aber die Wahrnehmung von Afrika nervt trotzdem. *mitdemfußaufstampf*
Beorn:
Vielleicht sollte man aber auch andere Faktoren erwähnen. Etwa die teilweise sehr starke Beeinflußung des Fußballs aus der Politik. Der DFB mit seinen Regionalverbänden ist ja vielen von uns zuwieder, aber ich glaube schon, dass in vielen afrikanischen Verbänden die Ämtervergabe nach sehr ... eigenwilligen ... Kriterien abläuft. Dies wirkt sich dann wiederum auf die Ligen, die Verein und nicht zuletzt die Nationalmannschaften aus.
Starke Fußballer bringen viele Länder hervor, starke Mannschaften nicht. George Weah war ein brillianter Fußballer, der aber in einem Team wie dem von Liberia allein nichts bewegen konnte. Didier Drogba ist ein großartiger Fußballer, aber haben die Ivorer ein großartiges Team? Gesehen habe ich es jedenfalls nicht. Samuel Eto’o ist ebenfalls ein großartiger Spieler. Trotzdem blieb sein Team schwach und schied frühzeitig aus.
Über die strukturellen Nachteile des afrikanischen Kontinents kann man sicher einiges schreiben. Trotzdem kann auch in Afrika eine passende Sportförderung Spitzensportler auf Weltniveau ausbilden, trainieren und anschliessend weiter einbinden. Als Beispiel nenne ich einmal die Leichtathletik, wo afrikanische Länder konstant seit Jahrzehnten etwa Weltklasseläufer zu den großen Wettbewerben schicken.
Was mir nicht erst bei diesem Turnier auffällt: Viele afrikanische Teams spielen ohne Druck durchaus stark. Geht es aber wirklich um alles oder nichts, dann versagen im entscheidenden Moment die Nerven. Südafrika hatte gegen eine schlecht gestellte französische Abwehr in Überzahl einige sehr gute Einschußgelegenheiten. Sie vergaben sie aber, um dann nach dem Gegentor mehr oder weniger zu resignieren. Nigeria hatte die Siegchancen gegen Südkorea, vergab sie aber. Gegen Griechenland hatte man auch in Unterzahl die Gelegenheit, erneut in Führung zu gehen. Obasi setzte den Ball neben das leere Tor.
Die Elfenbeinküste hat das Pech, fast immer Top-Favoriten über den Weg zu laufen. Diesmal sind es Brasilien und Portugal, vor vier Jahren waren es Argentinien und die Niederlande. Ghana zeigt, wie schon 2006, dass es mithalten kann. Vor dem Spiel heute Abend möchte ich aber noch keine abschliessende Bewertung über dieses Team abgeben.
Übrigens, was heisst eigentlich "Experten"? Sind wir doch auch ... ;)
Sujo96:
--- Zitat von: ranch am 23. Juni 2010, 10:19:05 ---Aber die Wahrnehmung von Afrika nervt trotzdem. *mitdemfußaufstampf*
--- Ende Zitat ---
Sei mir nicht bös, ranch, aber es ist nun mal leider auch so, dass in vielen afrikanischen Ländern die Politik noch korrupter wirkt als in Italien [dummdidum] . Dass dieses dazu führt, dass man als Europäer, der es gewohnt ist, sich zumindest auf bestimmte Grundsätze verlassen zu können, Afrika ein wenig chaotisch wahrnimmt, sollte jetzt nicht sonderlich überraschen. Hinzu kommt die immer wieder kehrende Instabilität der Staaten, die ständigen Bürgerkriege. Selbstverständlich sind in den meisten Fällen die Europäer zumindest Mitschuldige, wenn nicht gar Hauptschuldige an der Situation durch die Kolonialpolitik der Vergangenheit und die teilweise völlig von den ethnischen Verhältnissen abweichenden daraus resultierenden Staatsgrenzen. Versteht nur leider heute in Europa keiner mehr. Dass eine gewisse Politik der USA in den letzten Jahren durchaus als moderne Form des Kolonialismus in Afrika gesehen werden kann, kommt erschwerend für die Afrikaner hinzu.
Matti:
Es ist traurig zu sehen was in Afrika vorwiegend Schwarzafrika politisch passiert. Viele Länder haben einiges an Bodenschätzen. Wenn die mit "normalen" Reigierungen und ohne Bürgerkriege effizient genutzt werden könnten, würden diese Länder und wohl der gesamte Kontinet ganz anders dastehen als sie es derzeit tun.
Aber ich schweif ab.
Dieses Jahr könnte es für die Afrikaner böse enden und es gar keiner aus der Gruppenphase hinaus schaffen. [blin]
Saarfranzose:
--- Zitat von: Sujo96 am 23. Juni 2010, 10:56:37 ---
--- Zitat von: ranch am 23. Juni 2010, 10:19:05 ---Aber die Wahrnehmung von Afrika nervt trotzdem. *mitdemfußaufstampf*
--- Ende Zitat ---
Sei mir nicht bös, ranch, aber es ist nun mal leider auch so, dass in vielen afrikanischen Ländern die Politik noch korrupter wirkt als in Italien [dummdidum] . Dass dieses dazu führt, dass man als Europäer, der es gewohnt ist, sich zumindest auf bestimmte Grundsätze verlassen zu können, Afrika ein wenig chaotisch wahrnimmt, sollte jetzt nicht sonderlich überraschen. Hinzu kommt die immer wieder kehrende Instabilität der Staaten, die ständigen Bürgerkriege. Selbstverständlich sind in den meisten Fällen die Europäer zumindest Mitschuldige, wenn nicht gar Hauptschuldige an der Situation durch die Kolonialpolitik der Vergangenheit und die teilweise völlig von den ethnischen Verhältnissen abweichenden daraus resultierenden Staatsgrenzen. Versteht nur leider heute in Europa keiner mehr. Dass eine gewisse Politik der USA in den letzten Jahren durchaus als moderne Form des Kolonialismus in Afrika gesehen werden kann, kommt erschwerend für die Afrikaner hinzu.
--- Ende Zitat ---
gut Formuliert aber es fehlt noch einiges.
Die Inifrastruktur wird nicht aufrecht erhalten.Hilfen werden gerne angenommen aber dann nicht gepflegt, speziell im Brunnenbau von deutschen Firmen.
Die Leute können sich kaum selbst ernähren weil in Eurpa und USA die Landwirtschaft so hoch durch Subventionen die Ware billig in die afrikanischen Länder einführen und sich dort dadurch der Ackerbau nicht mehr lohnt.
Falsche Politik der Europäer und Amis verhindert ein wirtschaftlich starkes Anwachsen von der Produktivität.Viele Punkte über die man diskutieren kann.
Trotzdem sage ich voraus das viele Länder in Afrika die kommenden Billig - Produktionsländer sein werden und einige China viele günstige Produkte abnehmen werden. Und das kann nur zum Vorteil von den Afrikanern und Europa sein.
und im Fußball ist das bei den Spitzenspielern in Afrika so das die gleich nach Europa abgeworben werden und dort viel Geld verdienen und auch schon satt sind.
Die laufen nicht mehr bis zum umfallen und der Spielwitz wie bei Yeboah und Co. ist auch verloren gegangen.
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