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DFB Pokal 2011 / 2012 1.Runde
Thommy/KWh:
--- Zitat von: Beorn am 01. August 2011, 11:25:52 ---
--- Zitat von: Imho am 31. Juli 2011, 17:39:41 --- [gäähn] Niemand rechtfertigt hier irgendwas... Aber abgesehen von euch Jonern, sehen die meisten Leute sowas aber wohl eher als fußballtypische Randerscheinungen... Denen ja so in paar klein Provokationen vorausgingen.
--- Ende Zitat ---
Wenn das hier die Überzeugung "der meisten Leute hier" ist, dann erkläre ich ausdrücklich, mit dieser Mehrheitsansicht in keiner Weise übereinzustimmen. Wer das für "typisch" hält hat mit meinem Verständnis von Normalität nicht viel gemeinsam.
--- Ende Zitat ---
nee beorn, dat is für die mehrheit hier im board nich überzeugung, allerdings kann dies in MD durchaus sein - von daher mildernde umstände für den ländlich geprägten kollegen... ;)
Beorn:
Meine Stadt haste ja auch schon kennengelernt, die ist nicht mal halb so groß wie Magdeburg. Die mildernden Umstände müsste man dann ja mir zugestehen, weil ich mich in der großen weiten Welt einfach nicht auskenne. [zwinger]
Unser letzter Auftritt im DFB-Pokal liegt schon vier Jahre zurück, damals war die Eintracht aus Frankfurt mit mehreren tausend Fans bei uns zu Gast. Also genau die Eintracht, wegen der man in dieser Saison auf Stadionsuche ging, obwohl das Spiel nicht mal eben eine Autostunde entfernt ausgetragen wurde.
Vorkommnisse gab es nicht, wir verloren, die UF rockte unser Stadion. Das alles empfand ich als normal. Einen Gästeblock zu stürmen weil man sich von dort provoziert fühlt empfinde ich als ... aussergewöhnlich. ;)
Dagegen sind Familien, also auch Frauen und Kinder, sowohl in Heim- als auch in Auswärtsspielen wiederum normal. Zumindest hätte ich angenommen, dies sei inzwischen so selbstverständlich, dass man es nicht einmal mehr zu erwähnen braucht. [noplan]
Als Rot-Weiss Essen vor einem Vierteljahr unseren Platz stürmte entstand bei mir auch keine Feindschaft gegen RWE, weil einige hundert der über Dreitausend statt zu feiern direkt zu uns stürmten, demolierten was sie konnten und sofort die Provokation suchten. Weil die über dreitausend anderen Fans für mich den Normalfall darstellen. Am Samstag, bei der Saisoneröffnungsfeier in unsrem Fantreff, habe ich erneut den "Assiverein" RWE verteidigt.
Daher werde ich jetzt kein BFC-Bashing beginnen, wenn ein Teil der Anwesenden dort gegen die Gäste losstürmt. Ob Kategorie C aus Lautern und Stuttgart in Berlin war weiss ich nicht. Was ich so lang als nicht weiter auffällig empfinde, wenn man sich irgendwo zu "Wald und Wiese" trifft. Aber im Stadioninnenraum sind doch bei fast allen Vereinen die Aktivitäten in Sachen "3. Halbzeit" im Grunde vorbei, oder?
Am Ende mag es sein, dass vielleicht keine Hundert in Richtung des Gästeblocks gestürmt sind. Aber was ist mit denen, die das Ganze verbal mit "auf die Fresse" begleiteten? Kommen die Problemfälle wirklich alle nur aus Frankfurt/Oder oder von weiter östlich?
Inzwischen kann man ja bei Youtube und in den einschlägigen Foren jede Menge Bildmaterial finden. Da sieht man vor dem Blocksturm durchaus auch Lauterer die sich vermummen, mit Fahnenstöcken gegen die Zäune schlagen oder daran hochklettern. Ich nehme an, dies sind die angesprochenen Provokationen, denn das sind doch recht deutliche Signale im Sinne von "kommt rüber".
Soweit es die Fans angeht mag es tatsächlich noch irgendwo "normal" sein, wenn man sich im Stadion stellt oder läuft. Aber sollte auch nur ein kleiner Teil davon stimmen, was ich über die Sicherheitskräfte und Ordner lese, dann beschränkt das Problem nicht nur auf einige wenige Auswärtige, dann ist es auch ein Teil der Vereinsstrukturen.
galle:
Es gibt nichts schönzureden. Samstag 17:15 Uhr. Die Ereignisse im Berliner Jahn-Sportpark waren kein Glanzpunkt deutscher Fußballgeschichte, nicht für die Fans, nicht für die Ordner und schon gar nicht für die Polizei und die Medien. Die Wogen sind längst noch nicht geglättet. Die hässlichen Ereignisse nach dem DFB-Pokalspiel werden in zahlreichen Foren heiß diskutiert. Dabei geht es äußerst emotional zu, zahlreiche Threads mussten gar zwischenzeitlich geschlossen werden. Hinzu kamen eine merkwürdige Pressemitteilung der Berliner Polizei und eine kuriose Berichterstattung zahlreicher Medien. Als Verein konnte der BFC Dynamo mehr oder weniger nur hilflos zuschauen und ein Entschuldigungsschreiben verbreiten. Was sollte er auch anderes tun? ...
http://www.turus.net/sport/6383-bfc-gegen-fck-klares-versagen-der-ordner-polizei-fans-und-medien.html
Beorn:
Danke für den Link, sehr interessant zu lesen! [daumihoch]
Eigentlich hatte ich übrigens vor, mindestens ein Spiel der ersten Runde live zu sehen und war fest davon ausgegangen, dass ich zum Spiel Eintracht Trier - FC St. Pauli eine Autobesatzung zusammenbekäme. Dem war nicht so ... Offensichtlich werden die Mitstreiter älter und bürgerlicher, da fährt man nicht mehr an einem Samstagnachmittag zu einem Pokalspiel. (Oder man ist weit weg im Urlaub und entschuldigt! ;) )
Stattdessen habe ich meine Sportfreunde im abschliessenden Vorbereitungsspiel gegen den Hessenligisten Fernwald angeschaut. Ein eher ereignisarmes 0:0 auf einem überaus reizarmen Platz auf der anderen Seite der Landesgrenze. Als ich im Radio das Ergebnis aus Trier hörte, habe ich mich dennoch beglückwünscht, nicht doch allein dorthin gefahren zu sein. Den Tag verscheissern kann man sich auch einfacher und günstiger.
Muss man als Profiverein eigentlich am DFB-Pokal teilnehmen oder kann man die Endrunde auch einfach absagen? Für St. Pauli mit seinen "was interessiert mich der Pokal"-Trainern wäre es eine Option bei der einem Erstrundenblamagen wie am Samstag oder letztes Jahr in Chemnitz erspart bleiben würden!
Imho:
--- Zitat von: Beorn am 01. August 2011, 14:26:37 ---Inzwischen kann man ja bei Youtube und in den einschlägigen Foren jede Menge Bildmaterial finden. Da sieht man vor dem Blocksturm durchaus auch Lauterer die sich vermummen, mit Fahnenstöcken gegen die Zäune schlagen oder daran hochklettern. Ich nehme an, dies sind die angesprochenen Provokationen, denn das sind doch recht deutliche Signale im Sinne von "kommt rüber".
--- Ende Zitat ---
Das sind genau die Geschichten, die ich vorher gemeint habe. Ich selbst bin weit davon entfernt, im Stadion oder Stadionumfeld irgendjemanden in irgendeiner Form zu belästigen. Ich bin nur einfach der Meinung, dass man bitte auch weiterhin aufpassen sollte, wie man sich auswärts verhält... Wer provoziert darf sich auch gern darüber klar sein, dass darauf auch ne Reaktion kommen könnte. Und die sieht nicht immer so aus, dass die Gegenseite nur den Mittelfinger in Richtung Gästeblock streckt.
Der BFC hat ja nun - da geb ich den Unionern Recht - nicht unbedingt den Ruf, nur Waisenknaben in seinen Fanreihen zu haben (völlig egal, ob das Leute sind, die auch in der Oberliga vor Ort sind, oder die sich solche Spiele rauspicken). Evtl. nicht das beste Umfeld, um den dicken Max zu machen. Vor allem, wenn man Frauen und Kinder mit im Block zu stehen hat [dummdidum] Dass solche Reaktionen beim Fußball kommen können, dürfte jedem bekannt sein, der nicht nur in den letzten zehn Jahren in der Bundesliga Fußball geschaut hat.
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