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Rassismusskandal im internationalem Fußball

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Tara:
Die Vereine würden zumindest nicht mehr bestraft werden. Die Italiner werden es wohl nie raffen.

Letterman:
Balotellis Bruder Enock beleidigt

Mario Balotelli wechselte im Sommer vom AC Mailand zum FC Liverpool
(Copyright: getty)
Rassismus bleibt für Italiens Fußball-Superstar Mario Balotelli auch in der Familie ein Thema.

Nach schweren fremdenfeindlichen Beleidigungen gegen Balotellis Bruder Enock Barwuah vom Viertligisten Brescia Vallecamonica im Derby gegen Darfo Boario hat die lokale Staatsanwaltschaft laut der Zeitung "Tuttosport" Ermittlungen aufgenommen.

Gegen einen Darfo-Anhänger wurde Anzeige wegen rassistischer Diskriminerung und Anstiftung zur Gewalt erstattet, die Polizei beschlagnahmte bei dem 30-Jährigen einen Knüppel.

Die Identifizierung von vier weiteren Personen, die an den Beleidigungen gegen Barwuah beteiligt waren, sollte noch am Dienstag abgeschlossen werden.

Balotelli, der in der Sommerpause vom AC Mailand zum englischen Premier-League-Team FC Liverpool gewechselt ist, war in den vergangenen Jahren mehrfach Zielscheibe rassistischer Attacken.

Angesichts der Konzentration der Rassisten auf Balotelli stellte sich auch Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter hinter den Torjäger.

sport 1

Letterman:
Rassismus erschüttert Kuranyi

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi hat sich erschüttert über rassistische Auswüchse in Russland, dem WM-Gastgeberland 2018, gezeigt.

"Die versuchen schon viel zu tun, aber die auf den Rängen, das sind einfach Leute, die nix im Kopf haben. Mich erschüttert das immer wieder. Wir leben im Jahr 2014, solche Sachen dürfen einfach nicht mehr passieren", sagte der ehemalige Stuttgarter und Schalker Bundesligaprofi, der bei Dynamo Moskau unter Vertrag steht, der "Welt am Sonntag".

Seit 2010 spielt der Angreifer in der russischer Premjer Liga. "Vergangenes Wochenende hatten wir ein Spiel gegen Torpedo Moskau, da sind unsere dunkelhäutigen Spieler auch von gegnerischen Fans provoziert worden. Das ist zum Verzweifeln, diese dummen Leute kriegst du nicht los", äußerte Kuranyi.

Der russische Verband könne gegen die Vorfälle, die unter anderem dem Klub ZSKA Moskau Geisterspiele in der Champions League beschert haben, wenig machen.

Kuranyi forderte die vernünftigen Zuschauer auf den Tribünen in Russland zu mehr Zivilcourage auf: "Seinem Nachbarn auf der Tribüne zu sagen, er solle seinen Mund halten, wenn er mit Affenlauten anfängt, das wäre ein erster großer Schritt."

sport 1

Letterman:
Hulk erhebt Rassismus-Vorwürfe

Der russische Fußball wird erneut von einem Rassismus-Skandal erschüttert.

Der brasilianische Nationalspieler Hulk von Champions-League-Teilnehmer Zenit St. Petersburg soll nach eigenen Angaben am vergangenen Samstag von Fans des Gäste-Vereins Spartak Moskau beleidigt worden sein.

Das berichtete Hulk in der Zeitung "Sport Express".

"In der ersten Halbzeit habe ich klar und deutlich Affenlaute gehört, nicht nur einmal", sagte Hulk: "So etwas hat im Fußball absolut keinen Platz."

Artur Grigorjanz, Chef des Disziplinarkomitees des russischen Fußballverbandes, bestätigte den Vorfall.

Demnach seien auf einem Video des Spiels in der 24. und 45. Minute Affenlaute aus dem Gästeblock zu hören, die gegen Hulk gerichtet waren.

Spartak, das für seine rassistischen Anhänger bekannt ist, droht nun eine Strafe.

Wie der Moskauer Klub hat der gesamte russische Fußball immer wieder mit derartigen Vorfällen zu kämpfen.

Einen weiteren Fall von Rassismus soll es am Dienstagabend in der asiatischen Champions League gegeben haben.

Asamoah Gyan, Kapitän der ghanaischen Nationalmannschaft, beschuldigte nach dem Halbfinal-Rückspiel seines Klubs Al-Ain/Vereinigte Arabische Emirate den rumänischen Nationalspieler Mihai Pintilii (Al-Hilal/Saudi-Arabien), ihn verbal angegangen zu haben. Pintilii habe "herabwürdigende Worte" benutzt, wird Gyan auf seiner Internetseite zitiert: "Der Spieler hat kein Recht, zu mir das zu sagen, was er gesagt hat. Und er weiß genau, was er gesagt hat. Sie können ihn gerne danach fragen."

Der Vorfall ereignete sich nach einem groben Foul Gyans an Al-Hilal-Profi Salem Al-Dawsari, für das der Angreifer die Rote Karte sah (70.). Pintilii stellte Gyan nach der Attacke und soll ihn dabei beleidigt haben.

"Er hat etwas zu mir gesagt, was mich wirklich wütend gemacht hat", sagte Gyan weiter dazu, ohne ins Detail zu gehen. Im Kontext seiner Aussagen wird auf seiner Homepage aber auf einen möglichen rassistischen Hintergrund hingewiesen.

sport 1

MundM:
Auch wenn  ich die Rufe absolut nicht nachvollziehen kann, verstehe ich nicht warum Spieler Hulk nicht längst das Land verlassen hat. Das ist ja nicht der erste Angriff auf den Spieler. Aber da scheint der Gedanke an die viele Kohle größer zu sein, als die "Angst" die er vorgibt zu haben.

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