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Union - Hansa

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Flo1898:
War doch alles net so schlimm.

foerdi:
http://www.prcenter.de/...ung-zur-Pressekonferenz.73122.html



pfuetze:
>>>Hier<<< in diesem Hefte steht auf der Seite 46 folgendes:

--- Zitat ---Was wäre passiert, hätte man aus Anlass des ersten Pflichtspiels nach 20 Jahren zwischen Union und Hansa die Rostocker und ihre Fans zu einer fröhlichen Wiedersehensfeier eingeladen? Vielleicht mit einem kleinen Vorspiel solch bekannter Alt-Kicker beider Vereine wie Beeck, Schlünz und Pieckenhagen, Rehbein, Jahros und Markow, Barbarez, Hofschneider oder Zachhuber. Der dicke Pagelsdorf als Trainer beider Mannschaften, in denen einst auf beiden Seiten Agierenden auch mal das Team während des Spiels wechseln können. In der Halbzeit hätten die Puhdys Liedchen trällern dürfen, die sie für das eine oder andere Fanlager geschrieben haben. So eine Art kleines und entspanntes Fußballvolksfest am Rande des harten Zweitliga-Jobs hätte dem Steuerzahler eine Menge Knete gespart und beide Fan-Gemeinden vom Wuhle- wie vom Ostseestrande wieder ein wenig näher gebracht. Denn verfeindet waren sie nie. Der gemeinsame Feind stand bekanntlich nur einige Kilometer nördlich aus Köpenicker Sicht.
Klar, jetzt kommen solche Einwände wie: Die heutigen Fans wissen doch gar nicht, was früher war. Oder: Die Rostocker machen auswärts doch immer solche Randale. Und: Da sind doch massenhaft Nazis aus MeckPomm unterwegs.... Jaja, was wird nicht alles so geschrieben und geredet. Jeder Unioner der in Deutschland unterwegs ist hört dasselbe über sich und seinesgleichen. Ich sage nur ABM.
Ich meine, warum sollen die Hansa-Fans unwissender über die Fußballgeschichte im Osten sein als die Unioner. Oder gehen bei uns nur Rentner ins Stadion? Ich bin sicher, es wäre eine geile Party an der neuen Alten Försterei geworden. Wenn die Medien anstelle eine Fan-Feindschaft herbei zu schreiben über die Vorfreude auf eine fette Fußballfete berichtet hätten, wenn die Hansaführung nicht vor ihrem eigenen Anhang Angst und im voraus eilendem Gehorsam vor der Staatsmacht in die Knie gegangen wären - der Gewinn wäre, egal wer das Spiel verloren hätte, für alle nicht zu unterschätzen gewesen. Aber von Vornherein erstmal auf 700 Eintrittskarten zu verzichten, Karten nur an Mitglieder zu verkaufen und die Anreise zu Bedingungen zu organisieren, als ginge es in ein Pionierferienlager - das grenzt schon an Schwachmatik im ernstem Stadium.
Mal abgesehen, das uns als Gastgeber finanziell einiges entgangen ist, ich glaube niemand hätte etwas gegen ein fröhliches Fußballfest einzuwenden gehabt. gerade Unioner sind dafür berühmt gerne einmal zu feiern.
Wie bekannt, sah es am vergangenen Freitag ganz anders aus. Köpenick und die Alte Försterei schienen im Belagerungszustand. Die Straßenbahn fuhr nicht mehr zum Stadion, die wichtigsten Straßen waren gesperrt. Über den Köpfen drehte ein Hubschrauber Runden, unten - in Spindlersfeld - empfing eine Trachtengruppe die Freunde des gepflegten Rasensports aus Mecklenburg und Vorpommern. Die 1700 Reisenden erwartete ein Begleitservice von knapp 1000 Polizisten. Trotz des zu erwartenden Regens waren auch noch einige Wasserwerfer aufgefahren, falls die Schwüle nicht mehr auszuhalten gewesen wär. Da die Sonderzüge aus Rostock nicht gleichzeitig einliefen, durften die zuerst Angekommenen schon mal auf den Steinen des Gleisbetts im Kreise ihrer Freunde in Uniform Platz nehmen. Gut, dass zwei Kioske am Bahnhof schon mal Bier bereit gestellt hatten. So konnte nach der verordneten Trockenheit während der Fahrt wenigstens der größte Durst gestillt werden. Endlich, nach einer Stunde, begann der Spaziergang über schwingende Brücken und ruhige Straßen zur Wuhlheide. Weit vor dem Stadion wurde eine kleine Rast eingelegt. Die Polizisten waren so freundlich den Ordnern an der Stadionpforte die Arbeit abzunehmen. Sie begannen die Eintrittskarten der Hanseaten zu kontrollieren. Leider sind diese Kollegen nicht so geschult in dieser Funktion. Da kann es schon mal leicht unhöflich werden. Der Eine oder Andere hatte tatsächlich keine Karte. Nach einer Rangelei, bei der einige die Nerven verloren, flogen ein paar Steine und Flaschen. Die Böslinge wurden zum größten Teil durch ihre Nachbarn zur Ordnung gerufen. Sechs nahm der Begleitschutz in Verwahrung. Immerhin. Nach Protesten und dem Ruf "Alle oder Keiner!" überließ das uniformierte Personal die Kartenkontrolle doch den Ordnern. Zur selben Zeit hatte man aber auf einer der Uniontribünen verkleidete Hansa-Fans entdeckt, die sich auf welchen Wegen auch immer Tickets besorgt hatten. Ganz schlimm. Die wurden kurz vor dem Anpfiff in den Gästeblock geführt, dann kamen noch die Gäste von draußen hinzu. Es wurde etwas eng. Ein Teil der unter spannenden Abenteuern Angereisten kam indes in den seltenen Genuss ein Fußballspiel wie ein Hörspiel zu erleben. Draußen vor der Tür besser als am Radio in echt, auch der Torschrei. Sogar das Gewitter spürte jeder hautnah. Sowas vergisst man nie - Dank Polizei und Hansa-Chef Dirk Grabow.

--- Ende Zitat ---

Wirklich schick geschrieben  [bete]

galle:

--- Zitat von: pfuetze am 27. August 2009, 10:06:25 ---Wirklich schick geschrieben  [bete]

--- Ende Zitat ---

So sieht's aus [hooch]

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