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Football-Stammtisch 2013/2014

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Imho:
AFC South (Texans, Colts, Titans, Jaguars)
Divisionsfavorit: Houston Texans
Lauerstellung (mit Playoff Chancen): Indianapolis Colts
Mittelmaß: Tennessee Titans
keine Chance: Jacksonville Jaguars

Es folgt gleich der vorletzte Teil der Conference Vorschau und der Blick auf die für mich schwächste Division. Die AFC South. Eine Division, in der die Houston Texans vor allem aufgrund des schwachen Niveaus der Gegner absoluter Top-Favorit sind. Das zeigte schon der Saisonstart. Die Texans stehen 2-0, benötigten aber zu Hause gegen mittelmäßige Chargers eine 24 Punkte Aufholjagd und gewannen bei den mittelmäßigen Tennessee Titans erst nach Last-Minute-Touchdown + 2-Point Conversion in der Verlängerung. Überzeugend war das trotz der blitzsauberen Bilanz nicht. Dabei haben die Texans alle Bestandteile, die ein Titelkandidat braucht. Eine gefürchtete Defense um den letztjährigen defensive player of the Year J.J. Watt. Einen ordentlichen Quarterback mit Matt Schaub, der zwar nicht Elite ist, dafür aber wenig Fehler macht und immer einen raushauen kann. Einen Extraklasse-Receiver Andre Johnson, dem mit dem vielversprechenden Rookie Receiver DeAndre Hopkins noch ein zweiter gefährlicher Mann an die Seite gestellt wurde. Und mit Arian Foster ein absolutes Tier als Running Back. Trotzdem klickt es nicht richtig. Warum? Keine Ahnung!

Deshalb sind die Indianapolis Colts in diesem Duell keineswegs chancenlos. Quarteback Andrew Luck hat bereits in seinem Rookie-Jahr 2012 die in ihn gesetzten sehr hohen Erwartungen erfüllt und das, obwohl er letzte Saison ohne den Hauch von Schutz durch seine Offensive Line und ohne ihn entlastendes Laufspiel auskommen musste. Trotzdem hat er die Colts in die Playoffs geführt. Ich habe die Colts letztes Wochenende im Spiel gegen meine Dolphins beobachten können. da konnte einem vor allem in Halbzeit 1 Angst und bange werden, mit welcher Präzision dieser noch so junge QB spielt und sogar als Runner das eine oder andere First Down geholt hat. Neben dem deutschstämmigen Luck spielt bei Indy übrigens seit dieser Saison ein richtiger "reinrassiger" Deutscher: Björn Werner wurde bereits in der ersten Runde von Indy gedraftet und soll als Defensive End oder Outside Linebacker den Passrush der Colts verstärken.

Die Tennessee Titans werden in dieser Saison sicher nicht völlig untergehen. Dafür ist die Division einfach zu schwach und weitere Duelle gegen Oakland, die Jets oder San Diego werden schon noch für den einen oder anderen Sieg sorgen. Aber ansonsten läuft es auf eine Saison mit 4-7 Siegen hinaus. Problematisch ist vor allem die QB-Position, wo der im dritten Jahr spielende Starter Jake Locker immer noch seine NFL-Tauglichkeit beweisen muss. Als Backup steht mit Ryan Fitzpatrick ein Mann daneben, der gerade erst (trotz vorheriger teurer Vertragsverlängerung) von Buffalo entlassen wurde. Das jagt einem nicht gerade Angst ein.

Angst bekommt man vor allem, wenn man an die Jacksonville Jaguars denkt. Die QB-Situation dort ist ähnlich- mit dem Unterschied, dass man Blaine Gabbert, der aus dem gleichen Draft-Jahrgang wie Jake Locker stammt, wohl schon abgeschrieben hat. Ersatz ist Chad Henne, ein ordentlicher aber total biederer Mann, der als Backup sicher brauchbar ist, aber mit Sicherheit keiner so dermaßen am Boden liegende Franchise wie den Jags wieder Leben einhauchen kann. Dabei hat man den Quarterbacks sogar einige Pass-Optionen gegeben, allerdings sind diese Spieler alle noch blutjung und teilweise rotzenblöd. Receiver Justin Blackmon hat alle Talente, die man als NFL-Receiver braucht, fällt aber bei einem Drogentest nach dem anderen durch. Der ehemalige Michigan-QB Dennard Robinson hat man einen grandiosen Athleten geholt, der aber in seine neue Running Back/Receiver-Rolle noch wachsen muss. MIt Ace Sanders hat man vom College aus South Carolina einen Receiver geholt, der mir in den letzten Jahren viel Freude bereitet hat. Die Offense Line hat man mit dem Rookie Luke Joeckel gut verstärkt. Man sieht schon, wo eines der vielen Probleme der Jags liegt: Die "Hoffnungsträger" sind alle noch jung, von den Veteranen kenn ich kaum einen Spieler (Ausnahme ist der Running back Maurice Jones-Drew, der sich immer reinhängt, ordentliche Stats erspielt aber dem man richtig ansieht, dass er keinen Bock mehr auf diese Loser-Franchise hat). Ganz ehrlich: Wer sein Geld darauf setzt, dass Jacksonville diese Saison ohne Sieg beendet, bekommt dafür keine hohe Quote! Der Saisonstart war bereits katastrophal: in den zwei Niederlagen schafften die Jags gerade mal einen TD und zusammen gerechnet gerade einmal  Punkte. Ein absolut peinliches Bild, welches diese Franchise abgibt.

Imho:

--- Zitat von: Bömmel am 19. September 2013, 18:55:28 ---Nach welchen Regeln läuft eigentlich die Conference und Divisions Einteilung?

--- Ende Zitat ---

Die Conference Einteilung ist historisch bedingt und fest, das heißt, die Divisionen werden nicht ständig neu aufgeteilt. In den 60ern existierten noch zwei rivalisierende Football-Ligen - die National Football League und die American Football League. Die ersten Superbowls wurden sogar zwischen den Siegern dieser noch konkurrierenden Ligen ausgespielt. Irgendwann gab's die große Fusion, die einzelnen Ligen wurden zu Conferences und bei jeder Erweiterung der NFL wurde darauf geachtet, die beiden Conferences in etwa gleich stark zu lassen.

Die Divisionen innerhalb dieser Conferences sind dann größten Teils nach regionalen Gesichtspunkten unterteilt, mit der Einschränkung dass man traditionell gewachsenen Rivalitäten nicht auseinanderpflücken wollte. Deshalb spielen die - alles andere als im Osten liegenden - Dallas Cowboys auch in der NFC East ihre historischen Rivalitäten gegen die Giants und Redskins. Auch Miami, die zwar im Osten liegen aber nicht wirklich in der Region New York/ New England aus der ihre Divisionsgegner kommen, wollte bei der letzten Umstruktrurierung der NFL nicht auf die Duelle gegen die alten Rivalen verzichten auch wenn der Standort Miami sicherlich geeigneter für eine "Südliga" gewesen wäre, als der jetzige Standort Indianapolis.

düse:
Wiki meint:



 [dummdidum]

AcPauer:
Das Letzte was wir hier brauchen ist eine Ost-West Debatte.  [modz]

















 [dummdidum]

Imho:
 [lehr] Ost-West-Debatten gibts nur im College Football

Wie kurzlebig das NFL-Geschäft manchmal ist, haben übrigens die letzten zwei Tage gezeigt, ich schrieb ja bereits gestern über die Iindianapolis Colts


--- Zitat ---Deshalb sind die Indianapolis Colts in diesem Duell keineswegs chancenlos. Quarterback Andrew Luck hat bereits in seinem Rookie-Jahr 2012 die in ihn gesetzten sehr hohen Erwartungen erfüllt und das, obwohl er letzte Saison ohne den Hauch von Schutz durch seine Offensive Line und ohne ihn entlastendes Laufspiel auskommen musste.
--- Ende Zitat ---

Ein ordentliches Laufspiel hat er jetzt definitiv. Denn Vorgestern Nacht tradeten die Cleveland Browns ihren Running Back Trent Richardson im Tausch für einen Erstrunden-Draftpick 2014 nach Indianapolis. Richardson entstammt dem College-Powerhouse Alabama, holte dort 2 Nationale Meistertitel in drei Jahren. Die Browns  tradeten 2012 sogar nach oben (auf Position 3) und gaben dafür ihren Erst-, Viert-, Fünft- und Siebtrundenpick ab, um Richardson zu holen. Nach nur einem Jahr jetzt der Meinungsumschwung. TRich hat in Cleveland sicher nicht enttäuscht (950 yards letzte Saison, 11 TDs und das alles ohne richtige Offense Line und obwohl jeder Gegner wusste, dass zu 90% Sicherheit ein Laufspiel kommt). Er war aber auch noch nicht DER Running Back, der eine Offense allein trägt. Eigentlich für nen Rookie auch nicht verwunderlich.

Für den Spieler ist der Trade sicher nicht schlecht, auch wenn er davon angeblich aus dem Radio erfahren hat.  [darunter] Die Colts bekommen eine Offensivwaffe und geben dafür einen angemessenen Preis (und sogar einen geringeren, als Cleveland "bezahlt" hatte, um Richardson vor einem Jahr draften zu können. Die Browns müssen sich jetzt zwar nachsagen lassen, die Saison abzuschenken und eingestehen, dass die letztjährigen Erstrundenpicks (neben TRich noch der Quarterback Brandon Wheeden) nicht die erhoffte Verstärkung waren, aber immerhin haben sie nächstes Jahr wieder 2x das Wahlrecht in der ersten Draft Runde (und somit die Chance auf einen QB-Prospect, dem man die Rolle als Franchise-Quarterback auch zutraut). Mögliche Kandidaten wären Teddy Bridgewater (Louisville), der Heisman-Gewinner Johnny Manziel (Texas A&M) Tajh Boyd (Clemson) oder auch der für mich noch völlig zu Unrecht unterschätzte AJ McCarron (Alabama). Auch Aaron Murray aus Georgia könnte ein guter Mann sein.

P.S.: Im noch folgenden letzten Teil der Saisonvorschau sollte die AFC North mit Cleveland folgen. Die Browns hatte ich als Außenseiter-Tipp auf dem Zettel. Das ist jetzt definitiv vorbei.

P.P.S.: Hier nochmal ne schönere Karte der NFL (Irgendwie hab ich Düses Smilie nicht gerafft  [noplan])^^:



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