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Football-Stammtisch 2013/2014

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Old HFC:

--- Zitat von: Imho am 20. September 2013, 08:35:43 ---P.P.S.: Hier nochmal ne schönere Karte der NFL (Irgendwie hab ich Düses Smilie nicht gerafft  [noplan])^^:

--- Ende Zitat ---

Vielleicht weil Mannschaften, die in East eingeordnet sind weiter westlich liegen als welche die in West eingeordnet sind u.ä.

Imho:
NFC North (Ravens, Bengals, Steelers, Browns)
Divisionsfavorit: Cincinnati Bengals
In Lauerstellung, evtl. Playoffs: Baltimore Ravens
Wundertüte: Pittsburgh Steelers
Keine Chance: Cleveland Browns

Es ging ja gerade schon um die Cleveland Browns. Ich hatte die ursprünglich als Außenseiter mit Überraschungspotential auf der Liste. Augenscheinlich hat man nach dem 0-2 Saisonstart und mit dem Trent Richardson-Trade aber in Cleveland die Saison bereits abgeschenkt. Der aus der Arbeitslosigkeit geholte Willis McGahee sollte diese Lücke zwar einigermaßen schließen können. Trotzdem scheint dieser Trade ein bisschen die metaphorische weiße Fahne zu sein, die das Browns Management in dieser Saison bereits zu schwenken scheint.

Ebenfalls 0-2 gestartet sind das ehemalige sportliche Aushängeschild und das populärste Team dieser Division, die Pittsburgh Steelers. Einige Experten haben die Steelers immer noch auf dem Zettel, da ich aber kein experte bin, gehöre ich nicht zu denen, die eine Playoff-Teilnahme dieser Franchise erwarten. Für mich haben die Steelers ihren Zenit sowas von überschritten, die bereits begonnene Verjüngung des Teams ist noch nicht weit genug und sich einzig und allein auf QB Ben Roethlisberger (von dem ich viel halte) zu verlassen… Naja. Der Draft mit Linebacker Jarvis Jones, Running Back Le’Veon Bell und QB Landry Jones schaut schonmal gut aus. Trotzdem sind die Waffen, die Big Ben zur Verfügung stehen doch sehr begrenzt, zumal sein vorheriger Big-Play Receiver Ben Wallace nun für viel Geld in Miami spielt und receiver Paxico Burres noch länger verletzt ausfällt. Vielleicht wächst Receiver Emmanuel Sanders in eine neue Rolle als Leistungsträger hinein, in seinen 3 Jahren als Steeler hat er sich immer schön gesteigert. Trotzdem sind das für mich relativ viele Fragezeichen, die bei den Steelers im Raum stehen. Diese Saison sollte man evtl. noch als Übergangsjahr ansehen.

So kommt es, dass die eher biederen Cincinnatti Bengals dieses Jahr die Rolle des Divisionsfavoriten inne haben. Der in seine dritte Saison startende QB Andy Dalton hat zwar noch ordentlich Steigerungspotential, ist aber sicherlich kein Schlechter und spielt relativ fehlerfrei. Zum starken Receiver-Korps um Superstar A.J. Green und den wiedergenesenen Mohammed Sanu (den ersten Bengals-Receiver der einen TD-Pass sogar über 73 yards warf) kommt vom College Tight End Tyler Eifert. Cincinnatti ist jetzt nicht der Top-Favorit für späte Playoff-Runden - aber in dieser NFC North zumindest leicht favoritisiert.

Wer fehlt jetzt also noch als 32.Team in dieser kleinen Saisonvorschau. Kein geringerer als der amtierende Super Bowl Champion, die Baltimore Ravens. Diese haben eine schwere Saison vor sich. Der Kern des letztjährigen Champions-Kader ist weg, der Spielplan ist heftig und man wird für die kommenden Jahre mit weniger Cap-Space auskommen müssen, weil man Quarterback Joe Flacco zum dank für seine grandiosen Playoff-Leistungen letzte saison mit einem Monstervertrag ausstattete. Ja - in den ersten zwei Jahren ist dieser Vertrag relativ Cap-freundlich. Aber danach bindet er teilweise 15-20% des Gesamtetats der Ravens. Da ist es und war es schon in dieser Offseason schwierig, gute Spieler von einem Wechsel nach Baltimore zu überzeugen. Die Abgänge der Ravens sind dagegen nicht von Pappe. Linebacker Legegende Ray Lewis beendete seine Karriere. Der einzig verlässliche Receiver Anquan Boldin ging nach San Francisco. Safety-Altstar Ed Reed wurde entassen, verabschiedete sich mit einer ganzseitigen Dank-Anzeige in der lokalen Presse und schnürt seine Schuhe jetzt für Houston. Linebacker Danell Ellerbe wechselte nach Miami. Alles Leistungsträger, die man kaum adäquat ersetzen konnte. Dank der eher durchwachsenen NFC North könnte das trotzdem noch mit den Playoffs klappen. Es wird aber eine sehr schwere Saison für den Meister, der gegen den Top-Favoriten aus Denver schon mal klar seine Grenzen aufgezeigt bekommen hat.

düse:

--- Zitat von: Old HFC am 20. September 2013, 10:12:16 ---
--- Zitat von: Imho am 20. September 2013, 08:35:43 ---P.P.S.: Hier nochmal ne schönere Karte der NFL (Irgendwie hab ich Düses Smilie nicht gerafft  [noplan])^^:

--- Ende Zitat ---

Vielleicht weil Mannschaften, die in East eingeordnet sind weiter westlich liegen als welche die in West eingeordnet sind u.ä.

--- Ende Zitat ---

Die Smilie war hauptsächlich gesetzt, weil ich mir keine Mühe (wie andere Leute hier) gegeben haben, sondern nur ein olles Bild verlinkt hab. Die meisten dürften vermutlich nicht alle Orte zweifelsfrei identifizieren können... Aber da kann man ja auf imhos Bild nachschauen. Das mit dem Ost-West-Dingens hatte er schon geschrieben, man muss seine Beiträge auch mal aufmerksam lesen.  [dummdidum]

Imho:
Übrigens: Das mit dem "Ost-West-Dingens" hat noch nen weiteren Grund: So ne Franchise kann ja auch mal umziehen. Dasist z.B. bei dem krassesten "West-Beispiel", den St.Louis Rams so. Dieses Team spielte lange Zeit in Los Angeles, viel westlicher geht's ja irgendwie nicht. Dass sich die NFL jetzt nicht bei jedem Umzug neu strukturiert oder das Teams wie Dallas ihre jahrtausendealten Rivalitäten gegen New York und Washington aufgeben, wenn ein Besitzer meint, in einer neuen Stadt mehr Kohle scheffeln zu können - das sollte jedem klar sein.

Im übrigen sind solche Namen in Amerika ja nicht immer nur stur an den Himmelsrichtungen angelehnt, sondern auch historisch gewachsen. Der Bundesstaat Missouri, in dem Kansas City und eben St.Louis (das sich ja selbst als "Tor zum Westen" bezeichnet) liegen, war bis zur richtigen Erschließung der Westküste Anfang des 20.Jahrhunderts für America schon tiefer Westen.  Die Nördlichen Bundesstaaten um die großen Seen (Illinois, Indiana, Ohio, Michigan,etc.), in denen die komplette NFC North zu Hause ist, werden nicht selten als Midwest bezeichnet. Texas, Oklahoma, Louisiana, Arkansas - alles geographisch zentral liegende Südstaaten, fasst man als Southwest zusammen. Hier mal die Wiki-Seite zum Begriff Western United States



Erschwerend kommt noch hinzu, dass die "westlicheren" Staaten zwischen der Pazifikküste bis zur Linie Texas-Oklahoma bis Minnesota ja kein Potential weil keinen Markt für ein Profi-Footballteam haben. Wie soll man denn bitte Teams in eine Westliga integrieren, wenn es in diesem Gebiet nie Teams geben wird. Ich denke aber, mit Ausnahme von drei, vier Teams (wie schon erwähnt: Miami, Dallas, Indianapolis und mit Abstrichen St.Louis) sind die Divisionen schon ganz gut aufgeteilt. Zu Miami, Dallas und St.Louis hab ich schon was geschrieben, bei den Colts kommt ebenfalls ein Umzug mit ins Spiel. Dieses Team spielte einmal in einer East-Conference und war dort - als der Spielort noch Baltimore hieß - auch ganz gut aufgehoben. Mit dem Umzug in den mittleren Westen nach Indiana passte das geographisch nicht mehr. Als dann 1998 die NFL zum letzten Mal umstrukturiert wurde, gab es die Wahl, Indy in den Süden (was sie nicht sind) oder in den Osten (was sie auch nicht sind) zu stecken. Da Miami im Osten bleiben wollte, blieb halt nur der Süden.

Abschließend noch mal zwei Karten mit den heutigen Verhältnissen und einer fiktiven, strikt nach geographischen Gesichtspunkten geordneten Liga. In dieser fiktiven Liga würden aber viele Rivalitäten, die ja den Sport immer ausmachen, wegfallen. Bezeichnenderweise bliebe auch nur eine Division, wie sie heute ist: Die Division des mittleren Westen, die NFC North!

Heute:


Fiktiv

Imho:
NFL- Spieltag 3

Kansas City Chiefs @ Philadelphia Eagles 26:16
Die Eagles nach guten Saisonstart wieder auf dem Boden der Tatsachen. Bei der 2.Saisonniederlage verfällt die Michael-Vick-Offense wieder in ihre alte Turnover-Krankheit (3 Fumbles, 2 Interceptions). Wenn der Gegner dann in dieser Hinsicht fehlerfrei spielt, reicht es dann eben zum Auswärtssieg und zu einem 3-0 Saisonstart des schlechtesten Teams der letzten Saison.

Carolina Panthers vs. New York Giants 38:0 [freuuu]
Grausame erste 20 Footballminuten, in denen bei beiden Teams offensiv nichts laufen wollte und in denen die Panthers NY-Quarterback E.Manning allein 6x sackten. Als die Panthers dann offensiv einen Rhytmus fanden, wurde das Spiel zu Blowout. Erster Saisonsieg für Carolina, die Giants stehen mit 0-3 breits mit dem Rücken zur Wand

Miami Dolphins vs. Atlanta Falcons 27:24  [freuuu]
Wieder ein Comeback-Sieg, wieder ein Sieg gegen einen letztjährigen Playoff-Teilnehmer und der erste 3-0 Saisonstart seit 2001 für die Dolphins. Und das gegen das beste Regular Season Team des Vorjahres. Der siegbringende TD-Pass mit weniger als einer Minute Spielzeit und nachdem die Falcons zuvor erst per Field Goal in Führung gegangen waren. Ein Saisonstart zum Genießen!

Cincinnati Bengals vs. Green Bay Packers 34:30
Ein Spitzenspiel, welches hin und her wogte. Den 14 Punkten-Lauf der Bengals zum Spielstart folgten 30 Punkte der Packers bis Mitte des dritten Viertels - nur um diese komfortable Führung durch Turnover wieder aus der Hand zu geben. Green Bay mit 1-2 Saisonstart schon etwas unter Zugzwang, die Bengals scheinen ihrer leichten Favoritenrolle in der AFC North gerecht zu werden.

Baltimore Ravens vs. Houston Texans 30:9
Die eher durchwachsenen Eindrücke der ersten beiden Spiele des Playoff-Kandidaten aus Houston waren nicht verkehrt. Beim Meister aus Baltimore konnte man aus anfänglicher Überlegenheit nicht viel (2 Field Goals) machen, geriet dann durch einen INT-Return- und einen Punt-Return-TD vor der Pause in einen 11-Punkte Rückstand. Dadurch beflügelt konnten die Ravens sich in Hälfte 2 auch offensiv steigern und das Spiel am Ende souverän ziehen!

Dallas Cowboys vs. St.Louis Rams 31:7
Sind die Cowboys real? Der 2-1 Saisonstart ist sicher nicht übel, aber beide Siege kamen gegen Gegner mit einem kombinierten Saisonstart von 0-6. Gegen St. Louis war der Sieg nie gefährdet und jederzeit souverän.

New England Patriots vs. Tampa Bay Buccaneers 23:3
Immer noch keine Glanzvorstellung der Pats aber stark verbessert gegenüber der dreckigen Auftaktsiege gegen die Jets und Bills. Tampa machte in Hälfte 1 nichts aus seinen Möglichkeiten, fand in Hälfte 2 dann garnicht mehr ins Spiel und kassierte somit die dritte Saison-Niederlage. Die Patriots dagegen jetzt mit einem 3-0 Saisonstart.

Indianapolis Colts @ San Francisco 49ers 27:7
Überraschender Sieg der Colts beim großen Favoriten San Francisco, der seine zweite Niederlage in Folge kassiert. Den 49ers fehlen momentan wegen Verletzungen die Anspielstationen für QB Colin Kaepernick, der zudem eines seiner schlechtesten NFL-Spiele ablieferte. Dagegen kann sich Colts-QB Andrew Luck jetzt auch auf ein gutes Laufspiel verlassen. Neben dem Neuzugang Trent Richardson, der wenig überraschend noch nicht glänzen konnte, erlief Kollege Ahmed Bradshaw 95 yards und einen TD.

Tennesee Titans vs. San Diego Chargers 20:17
Wie schon in Woche 1 in Houston verloren die Chargers auch ihr zweites Auswärtsspiel durch einen TD Sekunden vor Schluss. Erneut verspielte San Diego eine hohe Führung (gegen Houston 21 Punkte, gegen Tennessee 10 Punkte) im Schlussviertel. Die Titans, bei denen QB Jake Locker eines seiner besten Spiele machte, stehen jetzt mit 2-1 gleichauf mit ihren Divisionskonkurrenten aus Houston und Indianapolis. Hätte man vor Saisonstart auch nicht so erwartet.

Cleveland Browns @ Minnesota Vikings 31:27
Nach dem Abgang von Trent Richardson folgte der erste Saisonsieg der Browns. In einem spannenden Spiel,  in dem die Führung 4 mal wenselte, gelang mit dem neuen QB Brian Hoyer der siegbringende TD in der Schlussminute. Die Vikings fallen dagegen auf eine 0-3 Bilanz zurück. Nur ein Adrian Petersen reicht eben nicht.

New Orleans Saints vs. Arizona Cardinals 31:7
Souveräner Sieg der Saints gegen Arizona, das zwar 7:0 in Führung ging, danach aber nichts mehr produzieren konnte. Angetrieben von QB Drew Brees ( 342 passing yards, 3 TDs) passten sich die Saints zum 3-0 Saisonstart. Immerhin gelang dem "Honey Badger" Tyrann Matthieu auf Arizona Seite seine erste Interception. Am nächsten Montag kommt es nun zum Aufeinandertreffen zweier ungeschlagenen Mannschaften - der Saints und der Dolphins - in New Orleans.

Chicago Bears @ Pittsburgh Steelers 40:23
Gegensätzlicher könnte ein Saisonstart für 2 Teams wohl nicht sein. Die Bears feiern einen 3-0 Start, während die ehemals mächtigen Steelers noch ohne Saisonsieg sind. Dabei kämpfte man eisern, verkürzte einen 17 Punkte Rückstand auf 4 Punkte, nur um dann im innerhalb von einer Minute den Gegen-TD + einen Fumble, der zum TD returniert wurde hinnehmen zu müssen. Immerhin war auf Steelers-Seite wieder ein erkennbares Passpiel zu beobachten.

New York Jets vs. Buffalo Bills 27:20
Die totgesagten Jets leben und feiern bereits ihren zweiten Saisonsieg. OK- der Gegner hieß Buffalo und man verspielte eine-Punkte Führung, um dann nochmal zurückzukommen. Aber viele hätten den Jets wahrscheinlich keine 2 Saisonsiege zugetraut. Im Duelle der Rookie-QBs konnte sich trotzdem Geno Smith gegen einen dieses Mal überforderten E.J. Manuel durchsetzen.

Detroit Lions @ Washington Redskins 27:20
Die Redskins verbessert, es reichte aber trotzdem nicht zum ersten Saisonsieg. Die Lions stehen dagegen mit 2-1 noch vor den Packers in ihrer Division, haben aber bisher nur Gegner gespielt, die bisher schlecht gestartet sind (Bilanz der 3 Gegner ist 1-8, der einzige Sieg gelang ausgerechnet gegen Detroit). Jetzt folgen für die Lions zwei Spiele gegen Chicago und Green Bay. Das sind zwei wirkliche Tests.

Seattle Seahawks vs. Jacksonville Jaguars 45:17
Ein nie gefährdeter, auch in dieser Höhe erwarteter Favoritensieg von Seattle gegen das wohl schlechtes NFL-Team. Bereits zu Beginn des dritten Viertels - nach einer 31-0 Führung schonten die Seahawks ihre Starter. Somit konnte Jacksonville zumindest seine Punkteausbeute in dieser Saison (davor in 2 Spielen gerade mal 10 Punkte) ausbauen. Seattle bleibt auch im dritten Spiel ungeschlagen, dass die Jags auch ihr drittes Spiel verloren haben, ist wirklich kaum der Rede wert.

Denver Broncos vs. Oakland Raiders 37:21
Das dieses Duell am Montag Abend lief, hat leider nur etwas mit der Rivalität außerhalb des Platzes zu tun. Auf dem Spielfeld gelang dem großen Favoriten ein souveräner Sieg. Immerhin scheint sich bei Oakland nun wirklich eine QB-Lösung heruaszukristallisieren. Terelle Pryor sah erneut sehr gut aus, am Ende schonte man ihn sogar und ließ seine Ersatzleute ran. Auf der anderen Seite ist die QB-Frage eh keine: Peyton Manning glänzte mit 10yards/Passversuch, mit 80% Completion-Quote, mit 370 passing yards und mit 3 TD-Pässen. Über die Saison liest sich das dann so: knapp 3/4 completions, 12 TDs, 1.140 yards und noch keine Interception. Sollte er so weitermachen, bricht er alle wichtigen Passer-Rekorde der NFL (was nach 3 Spieltagen natürlich noch keine Aussage ist)!

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