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Bremer Senat bittet DFL zur Kasse
Letterman:
DFB entzieht Bremen Länderspiel
Das letzte DFB-Länderspiel in Bremen fand 2012 gegen Frankreich statt (1:2)
(Copyright: getty)
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat als Reaktion auf die Bremer Gesetzes-Offensive das EM-Qualifikationsspiel am 14. November (20.45 Uhr) gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg verlegt. Das beschloss das DFB-Präsidium am Freitag auf einer Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main einstimmig.
Die Bremer Landesregierung hatte am Dienstag angekündigt, die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch in diesem Jahr an den Kosten für Polizeieinsätze im und um das Weserstadion zu beteiligen. Aus Sport und Politik kam anschließend heftiger Widerstand.
"Es tut uns sehr leid für die Fans in Bremen, die unsere Weltmeister gerne gesehen hätten. Wir haben aber eine klare Vereinbarung mit der Innenminister-Konferenz, dass wir unsere Präventivmaßnahmen verstärken und im Gegenzug die aus unserer Sicht verfassungswidrige Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen weiterhin nicht thematisiert wird. Diese Vereinbarung hat Bremen durch seinen Alleingang gebrochen. Natürlich sind wir offen für Gespräche, die uns wieder auf eine gemeinsame Linie bringen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.
Ligapräsident Reinhard Rauball bezeichnete den Schritt als "richtig und notwendig".
Natürlich habe er Verständnis für die Bremer Fußball-Fans, die die Nationalmannschaft gerne im Stadion unterstützen würden. Die Tatsache, dass Bremen als einziges Bundesland den gemeinsam mit der Innenministerkonferenz eingeschlagenen Weg der Zusammenarbeit in sensiblen Sicherheitsfragen verlasse, könne allerdings nicht noch mit der Vergabe von Länderspielen belohnt werden, sagte Rauball:
"Ich bin froh, dass DFB und Liga hier gemeinsam mit dem DOSB eine einheitliche Position vertreten."
sport 1
Letterman:
Bremer Vorstoß: Polizei gespalten
Der Bremer Senatsbeschluss spaltet auch die Polizisten
(Copyright: getty)
Der Bremer Gesetzes-Vorstoß für eine Kostenbeteiligung der Fußball-Bundesligavereine an Polizeieinsätzen spaltet offenbar sogar die Ordnungshüter in zwei Parteien.
Nachdem zunächst die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Kritik aus dem Profi-Fußball geteilt hatte, wetterte nun die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) gegen die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), in Bremen keine Länderspiele mehr auszutragen.
"Das ist der ungeheuerliche Versuch, vor den Augen der Öffentlichkeit ein gewähltes Landesparlament zu erpressen", sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt:
"Darauf sollte die Politik geschlossen reagieren, wenn das nicht Schule machen soll. Es wird höchste Zeit, den Fußballverbänden zu demonstrieren, dass sie keine Nebendemokratie aufbauen können und die gewählten Volksvertreter auch in Bremen nicht in dieser Weise genötigt werden dürfen."
Im Gegensatz zum GdP-Bundesvorsitzenden Oliver Malchow ("Die Entscheidung des Bremer Senats (..) schießt am Ziel, die Eindämmung der Gewalt und die Verhinderung von Straftaten, völlig vorbei") befürwortet Wendt eine Kostenbeteiligung der Klubs.
"Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, dass die Kosten von fast 100 Millionen Euro im Jahr, die die Sicherung der Fußballspiele bundesweit kostet, allein vom Steuerzahler getragen werden", sagte er:
"Die Fußball-Verbände sollten die Einführung einer Gebührenregelung akzeptieren wie sie für Privatpersonen und andere Unternehmen auch gilt. Das können sie auch aufgrund ihrer Millionen-Einnahmen, die sie jedes Jahr erzielen."
Die Bremer Landesregierung hatte am Dienstag angekündigt, die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch in diesem Jahr an den Kosten für Polizeieinsätze im und um das Weserstadion zu beteiligen. Aus Sport und Politik kam anschließend heftiger Widerstand.
Am Freitagmittag beriet das DFB-Präsidium über einen Länderspielentzug, der direkt das EM-Qualifikationsspiel am 14. November (20.45 Uhr) gegen Gibraltar betreffen würde.
sport 1
MundM:
Richtige Entscheidung des DFB, aber er hätte so ein Gurkenländerspiel statt nach Nürnberg ruhig mal nach Madgeburg, Rostock oder Dresden geben können ... da reicht auch mal ein kleineres Stadion.
Letterman:
Werder will um Länderspiele kämpfen
Die DFB-Auswahl beim letzten Länderspiel in Bremen (gegen Frankreich, Februar 2012)
(Copyright: getty)
Werder Bremen will trotz der Verlegung des EM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Gibraltar nach Nürnberg um den Länderspiel-Standort Bremen kämpfen.
"Wir werden hier in Bremen die Gespräche mit den Politikern noch einmal suchen und versuchen, die Überzeugungsarbeit voranzutreiben", sagte Klaus Filbry, Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung.
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am Freitag auf einer Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main einstimmig die Verlegung des Spiels am 14. November beschlossen.
"Das ist eine nachvollziehbare Entscheidung, die wir mit Bedauern aufgenommen haben", sagte Filbry: "Es ist traurig für uns, die Menschen und die Fans in Bremen und auch die Bremer Wirtschaft, dass sie aufgrund des Ausscherens der Bremer Politik aus der Solidargemeinschaft der Innenministerkonferenz nun den Preis zahlen müssen, dass die Weltmeister-Mannschaft nicht nach Bremen kommt."
Die Konsequenzen würden in erster Linie den Menschen in Bremen und den Fans von Werder Bremen weh tun.
Filbry bezifferte den wirtschaftlichen Schaden "allein für Werder Bremen und die Bremer Weserstadion-Gesellschaft" auf rund 600.000 Euro.
Zudem leide die Hotellerie und viele andere kleine Unternehmen unter der Entscheidung. "So lange sich die Bremer Politik weiter von der Innenminister-Konferenz isoliert, wird es sicherlich keine Länderspiele in Bremen geben. Und das ist sehr, sehr bedauerlich", sagte Filbry.
Die Bremer Landesregierung hatte am Dienstag angekündigt, die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch in diesem Jahr an den Kosten für Polizeieinsätze im und um das Weserstadion zu beteiligen. Aus Sport und Politik kam anschließend heftiger Widerstand.
Die Verlegung des Länderspiels war die Konsequenz daraus.
sport 1
badman:
--- Zitat von: Rattenfänger am 25. Juli 2014, 12:01:23 ---
--- Zitat von: mike_sv98 am 25. Juli 2014, 11:18:04 ---...und die DFL verdient auch ganz gut damit
--- Ende Zitat ---
Der Staat aber doch auch. Lohnsteuer der Spieler, Umsatzsteuer der Stadioncaterer, Fanartikelverkäufer, Busunternehmen, Bahnbetriebe, Raststätten, Serways-Toiletten und und und...
Abgesehen davon hätte ich persönlich null Probleme damit wenn im und ums Stadion einfach keine Polizei im Einsatz wäre.
--- Ende Zitat ---
Solange Bayern jedes Jahr 40 Mio in Transfers steckt, kann ich dem Bürger, vorallem ohne Fußballbezug, nicht wirklich das aufhalsen. Für mich ist am wichtigsten, wo es fehlt. Und gerade Bahn, Rast und WC sind wir nicht unbedingt die besten Kunden;)
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