1. Bundesliga > 1. Bundesliga
Willkommen in Liga 1 - Ingolstadt
Tara:
Macht dir Liga aber nicht wirklich interessanter.
Matti:
bestätigt den Trend
Reggaeboy:
Der nächste Werksklub, braucht kein Mensch. Hoffentlich hat sich det Audi Spuk nach einem Jahr wieder erledigt.
Sujo96:
Jo... Die Liga wird immer mehr durch Investorenclubs geprägt. Keine überraschende Entwicklung. Die Leipziger folgen nächste Saison.
Statistiker:
--- Zitat ---FC Ingolstadt Der 54. Klub der Bundesligageschichte
Vorsprung durch Heimsieg: Ein 2:1 gegen Leipzig beschert dem FC Ingolstadt den Aufstieg in die Bundesliga - nach einigen vergebenen Matchbällen in den Vorwochen.
Sie hatten schon vorher mehrfach „die Wurst im Mund“, wie es Geschäftsführer Harald Gärtner nannte. Aber erst am Sonntag hat der FC Ingolstadt richtig zugebissen. Mit einem 2:1-Sieg gegen RB Leipzig nach 0:1-Rückstand (Kaiser/4.) sicherten sich die Oberbayern durch die Tore von Lecki (45.) und Lex (77.) vor 15.800 feiernden Zuschauern im ausverkauften Stadion den Aufstieg. Der FCI, den in einer Umfrage keiner der 18 Zweitligatrainer vorne gesehen hatte, nicht mal der eigene Coach Ralph Hasenhüttl, ist damit der 54. Klub der Bundesligageschichte.
Der 47-jährige Österreicher ist der wichtigste Mann in dieser überraschenden Erfolgsgeschichte. Hasenhüttl übernahm den Klub im Oktober 2013 am Tabellenende, rettete ihn in seiner ersten Saison vor dem Abstieg und führte ihn in seiner zweiten in die Bundesliga. Er habe die Spieler „wachgeküsst“, sagt Thomas Linke.
Zusammen mit dem Sportdirektor suchte Hasenhüttl hungrige Spieler, die „noch nicht alles erreicht haben“. Mit ihnen entwickelte er einen mutigen, vorwärts verteidigenden Stil. Das brachte dem Team um den Antreiber Raphael Groß, den besten Spieler der Zweitligasaison, die überlegene Herbstmeisterschaft ein, ehe in der Rückrunde der Verschleiß durch das Pressing spürbar wurde. Am Ende habe man sich „der Ziellinie entgegen geschleppt“, sagte Hasenhüttl.
Nun hat man sie ausgerechnet gegen die Leipziger überquert, die wegen ihres von Red Bull finanzierten Riesen-Budgets als Aufstiegsfavorit galten, während der FCI mit einem Lizenzspieleretat von 8,5 Millionen Euro finanziell nur im Mittelfeld der zweiten Liga lag – und in der ersten selbst bei einer fälligen Aufstockung ganz unten stehen dürfte. Der FC Ingolstadt 04, gegründet 2004 als Fusion zweier zerstrittener Altvereine, brauchte nur elf Jahre vom Anfang in der fünften Liga bis zum Aufstieg in die erste – und blieb dabei nahezu unbemerkt und konturlos. Der Klub ohne Eigenschaften.
Seit dem ersten Zweitliga-Aufstieg 2008 galt Ingolstadt eher als graue Maus im Unterhaus, nicht als Kandidat für die Glamour-Welt der ersten Liga. Noch Anfang 2015 bezeichnete Linke die Bundesliga als „Fernziel“, das man „eines Tages“ erreichen wolle. Schon ein paar Monate später ist der Tag gekommen.
Dass der Klub wegen der Nähe zu Audi oft „in einen Topf mit Hoffenheim, Wolfsburg oder Leipzig geworfen“ werde, ist für Linke, früher in Leipzig tätig, falsch: Dort gebe es „deutlich andere finanzielle Möglichkeiten“. Hasenhüttl versteht den FCI „nicht als Werksklub und nicht als Traditionsklub“, sondern als „sehr jungen Klub mit einer Vision“. Als Vorbild sieht er die Entwicklung des FC Augsburg. Und Aufsteiger wie den SC Paderborn sind für ihn „die Würze der Bundesliga – wenn sie zeigen, dass die Kleinen den Großen ein Bein stellen können.“
Der kleine FCI hat allerdings einen großen Partner im Rücken. Audi, Arbeitgeber von 30.000 der 130.000 Einwohner von Ingolstadt, hat dem Klub auf dem Brachland einer früheren Ölraffinerie am Ortsrand ein kleines, aber erweiterbares Stadion und ein modernes Trainingsgelände errichtet, ist außerdem Hauptsponsor und über eine Tuning-Tochter Eigentümer von 19,94 Prozent der Klubanteile.
Im operativen Geschäft kam der Verein bisher ohne Zuschüsse des Auto-Riesen aus, der den FC Bayern als Premium-Sponsoring und den FCI als „Standort-Marketing“ betreibt. So hat der Klub seit dem Wiederaufstieg 2010 nur 2,5 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Linke erklärte im „Kicker“, er könne sich „nicht vorstellen“, dass Audi nun „klotzen“ werde, um auf jeden Fall in der Bundesliga zu bleiben. Auch der Verein werde „keine verrückten Sachen machen“. Ihr Aufstieg ist ja schon verrückt genug.
Autor: Christian Eichler, Sportkorrespondent in München
--- Ende Zitat ---
http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/der-fc-ingolstadt-ist-der-54-klub-der-bundesligageschichte-13597482.html
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln