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Die Große Schleife- Tour de France 2015

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Imho:
1. Etappe: Utrecht > Utrecht (Zeitfahren)

Vor der Etappe wurden 3 Namen immer wieder als große Favoriten genannt: Altmeister Fabian CANCELLARA, der dreifache Weltmeister Tony MARTIN und der bisher erfolgreichste Zeitfahrer der Saison, Tom DUMOULIN. Die drei Herren landeten beim kurzen Auftakt-Zeitfahren auf den Rängen 3, 2 und 4. Überrascht wurden sie alle vom jungen Australier und ehemaligen Stunden-Weltrekordhalter Rohan DENNIS. Damit startet das BMC Team nach mehreren mageren Jahren gleich mit einem Etappensieg in die diesjährige Tour und sichert sich gleich 3 Sondertrikots: Gelb, Grün und Weiß. [hooch]

Sehr früh gestartet setzte er eine Zeit, an der sich alle späteren Favoriten und auch die Siegfahrer die Zähne ausbeißen sollten. Die großen 4 liefen in etwa in der gleichen Range ein, dass Vincenco Nibali allerdings im Zeitfahren schneller als Froome war, verwundert doch etwas. Der Italiener hat nach dieser Etappe 7 Sekunden Vorsprung auf Froome, 15 Sekunden auf Contador und 18 Sekunden auf Quintana.

Die restlichen Zeiten der Mitfavoriten hinter den großen 4 würde ich bei der Vorstellung dieser mit erwähnen.

Ergebnisse 1. Etappe: Zeitfahren Utrecht > Utrecht
Sieger: Rohan DENNIS, Australien, Team BMC

Gesamtwertung - Gelbes Trikot: ............ Rohan DENNIS, BMC
Punktewertung - Grünes Trikot: ............ Rohan DENNIS, BMC
Bergwertung - Punktetrikot: ...............
Nachwuchswertung - Weißes Trikot: ......... Rohan DENNIS, BMC
Mannschaftswertung - Gelbe Rückennummer: .. Lotto NL - Jumbo
Kämpferischster Fahrer - Rote Nummer: .....   

Für Tony Martin bleibt als Trost, dass er morgen stellvertretend das Grüne Trikot tragen darf. Tom Dumoulin trägt stellvertretend das weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers.

Imho:
Die Herausforderer

Die Chance, dass der Toursieg nicht an einen der großen 4 geht, ist relativ unwahrscheinlich. Aber es gibt viele Rennen bei der Tour, es werden viele große Leistungen vollbracht und eine Top-Ten-Platzierung ist auch schon außergewöhnlich. Deshalb noch einmal der Blick auf die Herausforderer, von denen sich auch gerne einer aufs Podium schieben darf. Die Reihenfolge würde ich mal anhand der gestrigen Zeitfahr-Ergebnissen ableiten und dabei Nibalis Zeit als Richtzeit nehmen:

Robert GESINK, , Team Lotto NL-Jumbo, 10 sec Vorsprung
Unglaublich, dass ich diesen Namen noch einmal hier schreiben darf. Gesink schien schon weg vom Fenster, musste Rundfahrten oft nach Stürzen beenden. Sein 4.Platz bei der Tour 2010 schein schon ewig her zu sein. Und bessere Platzierungen verdarb er sich oft, durch schlechte Zeitfahr-Leistungen. Darum ist sein gestriges Abschneiden fast schon als sensationell zu bezeichnen. Erleben wir bei dieser Tour ein nie erwartetes Comeback des ehemals besten Bergfahrers der Tour? Sollte er seine Kletterfähigkeiten behalten haben, ist er Top5 Kandidat.

Bauke MOLLEMA, , Team Trek, 7 sec Vorsprung
Keine Sensation dagegen ist das Abschneiden von Bauke Mollema gestern. Zeitfahren kann der Holländer. Der Neuzugang des Trek-Teams muss dort als Kapitän, wo er Andy Schleck (Karriere-Ende) ersetzen soll, tritt an, um seine dritte Top Ten-Platzierung in Serie herauszufahren. Wobei er letztes Jahr wirklich enttäuschte, seinen 10.Platz nur den vielen Aufgaben der Favoriten zu verdanken hat. Wenn der Top Ten-Hattrick klappen soll, muss definitiv eine Leistungssteigerung her. Ob ihm sein in die Jahre gekommenes Team dabei eine große Hilfe sein wird bleibt abzuwarten. Er selbst gilt in den Bergen als Fahrer, der seinen Rhythmus fährt, schwer abzuschütteln ist und selten massiv Zeit verliert. Aber Attacke ist nicht wirklich sein Ding.

Rigoberto URAN, , Team Etixx-Quickstep, 3 sec Vorsprung
Der frischgebackene kolumbianische Zeitfahrmeister ist eigentlich der Mann für den Giro, bei dem er in den letzten 3 Jahren zweimal auf Rang 2 fuhr und dieses Jahr mit Erkältungsbeschwerden noch auf Rang 14. Eigentlich sollte er bei der Tour Michal Kwiatkowski helfen, sollte der Pole aber ähnlich einbrechen wie 2014, könnte Uran ganz schnell zum Kapitän befödertert werden. Klettern können Kolumbianer eh alle und sein Etixx-Team ist zwar eher auf Klassiker ausgelegt, hat aber schon bewiesen, auch bei Rundfahrten ihre Kapitäne sehr gut unterstützen zu können. Auch wenn es bereits in der ersten Tourwoche für Mark Cavendish einige Körner verbraten wird.

Tejay VAN GARDEREN, , Team BMC, 1 sec Vorsprung
Sein Team startete gestern bereits mit einem Sieg in die Tour und wird jetzt erstmal Gelb verteidigen müssen. Das wird Van Garderen mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehen. Zwei mal fuhr er bei der Tour bereits auf Rang 5, seine Entwicklung stagnierte aber in den letzten beiden Jahren. Nach dem Rücktritt von Cadel Evans ist er jetzt alleiniger Chef im BMC-Ring, hat ein finanziell gut ausgestattetes und qualitativ hoch besetztes Team an seiner Seite und steht nun in der Pflicht. Dafür muss er auch einmal lernen, in den Bergen zu attackieren. Einen Vorsprung verwalten und in den Bergen dranzubleiben- das funktioniert schon ganz gut.

Michal KWIATKOWSKI, , Team Etixx-Quickstep, 23 sec Vorsprung
Der aktuelle Weltmeister schoss 2013 wie ein Stern auf Platz 11 der Tour, konnte die hohen Erwartungen aber 2014 nicht bestätigen. 2015 lief bisher viel besser. Ein Etappensieg bei Paris-Nizza und der Sieg beim KLassiker Amstel Gold Race bestätigten eine gute Frühjahrsform. Und bewies dabei vor allem ein für sein noch junges Alter großes taktisches Geschick. Ob er in den Bergen aber mithalten kann, bleibt abzuwarten.

Rui Alberto COSTA, , Team Lampre-Merida, 30 sec Rückstand
Top Ten ist das Ziel des frischgebackenen Tour de Suisse-Siegers und Weltmeisters von 2013. Noch lieber würde er allerdings seinen drei Tour-Etappensiegen einen weiteren hinzufügen. Auch er gilt als Fahrer, der in den Bergen eher schlecht abzuschütteln ist, als das er selbst angreift. Er hat auf diesem Terrain aber auch nicht die Klasse der Top-Fahrer. Bei kleineren und mittleren Rundfahrten wie der TdSuisse oder den 4 Tagen von Dünkirchen reicht das. Vielleicht auch dieses Jahr bei der Tour.

Andrew TALANSKY, , Team Cannondale-Garmin, 32 sec Rückstand
Letztes Jahr als Geheimfavorit in die Tour gestartet, gehörte Talansky zu den Fahrern, die nach Stürzen früh die Segel streichen. Mit 26 Jahren verbietet es sich davon zu sprechen, dass er 2014 in der Form seines Lebens gewesen ist. Aber ihm wurde definitiv eine große Chance auf das Tourpodium genommen. Nun als der nächste Anlauf des Dauphiné-Siegers von 2014, der 2013 bereits aus Platz 10 der Tour fuhr. Dafür muss er seine Leistung in den Bergen - wo er bereits sein großes Potential gezeigt hatte - aber stabilisieren. Im Team hat er mit dem ehemaligen kanadischen Giro-Sieger Ryder HESJEDAL, dem Iren Daniel MARTIN und dem litauischen Tour-Etappensieger von 2014 Ramunas NAVARDAUSKAS sehr gute Helfer an seiner Seite und mit Teamchef Robbie HUNTER einen taktisch erfahrenen Mann im Begleitfahrzeug.

Die Franzosen:
Thibaut PINOT, , Team FDJeux.com, 2 sec Vorsprung
Jean-Christophe PERAUD, , Team AG2R- La Mondiale, 16 sec Rückstand
Romain BARDET, , Team AG2R- La Mondiale, 51 sec Rückstand
Pierre ROLLAND, , Team Europcar, 1'03'' min Rückstand

Letztes Jahr fuhren 3 Fahrer in die Top 6, 2 landeten auf dem Podium. Die Grande Nation rastete aus. Der Altmeister Péraud und die beiden jungen Wilden, die auch in diesem Jahr noch einmal ums weiße Trikot kämpfen können. Am ehesten wir Pinot zugetraut, sich wieder in die Riege der Top-Favoriten hinein zu schieben. Er hat das größte Potential in den Bergen, hat beim Zeitfahren auch schon Zeit gegenüber seinen französischen Konkurrenten (vor allem Bardet) gut gemacht und gilt als taktisch erstaunlich weit für sein Alter. Dagegen können Peraud und Bardet aber ein wohl stärkeres Team in die Wagschale werfen, ein AG2R-Team, welches letzte Saison die Mannschaftswertung von Giro und Tour für sich entscheiden konnte.

Lange Zeit als größtes Rundfahrtalent angesehen, trat Pierre Rolland letztes Jahr in den Schatten dieses Trios. Der zweifache Etappensieger bei der Tour von 2010 und 2011, darunter Alpe d'Huez, stagnierte in den letzten Jahren, landete 2014 im extrem ausgedünnten Favoritenfeld lediglich auf Rang 11. Wird das 2015 wieder besser? Immerhin konnte er dieses Jahr schon die kleinere Vuelta a Castilla y León gewinnen. Sein Zeitfahr-Rückstand von gestern hielt sich noch im Rahmen.

Imho:
Etappensieg für Andre Greipel  [freuuu]

Und leider verpasst Tony Martin knapp Gelb, weil Cancellara ne Zeitbonifikation bekommt.  [modz]

War einiges los heute... Ich fahr jetzt erst mal schwimmen...

Louis98:
 [freuuu]

Was für ein Sprint...Greipel gewinnt!!!

Louis98:
Nö, kein Gelb wegen10cm...

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