Fussballstammtisch
Fussballstammtisch => 1. Bundesliga => Thema gestartet von: Tara am 20. Januar 2012, 20:09:07
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Endlich geht es wieder los. Hoffe auf ein Feuerwerk bei Gladbach gegen Bayern.
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die Trainingsjacken der Münchener sind häßlich [dummdidum]
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Toller Scorer Punkt von Neuer zum 1:0 durch Reus [nik]
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Bis auf die Scooterdrecksmusik sehr annehmbar bisher. [nik]
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Hihi.
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Eigentlich wusste jeder vorher, wie es läuft. Gladbach wartet auf Fehler, Bayern macht sie und wird am Ende ohne Punkte bleiben.
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Gladbach vorne brandgefährlich. Führen verdient 2:0.
Krass aber das die Bayern wieder zur van Ghaal Taktik zurückgekehrt sind, immer wieder nur den Ball quer oder zurückzuspielen. Da ist keine Zielstrebigkeit in Richtung Tor. Ballbesitz alleine gewinnt keine Spiele.
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Gladbach vorne brandgefährlich.
Die haben dreimal aufs Tor geschossen [noplan]
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und zweimal getroffen [prodz]
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Gladbach vorne brandgefährlich.
Die haben dreimal aufs Tor geschossen [noplan]
Deshalb ja. Immer wenn sie nach vorne stoßen brennt es bei den Bayern in der Abwehr. Was bringt den Bayern der Ballbesitz wenn sie nicht vor die Kiste kommen?
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Bis auf die Scooterdrecksmusik sehr annehmbar bisher. [nik]
Ich muss doch sehr bitten! Scooter regelt!! [nik]
Ich versteh net, was mit den Bayern los ist - die waren doch sooo gut gegen Rot-Weiß...
Wie immer Scheiße: Steffen S.
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Wie immer Scheiße: Steffen S.
Kann man hier auch 100 Mal unterstreichen?
Zum Spiel: Einfach nur geil, das bisherige Ergebnis.
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[freuuu] [freuuu] [freuuu]
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HAMMER!!! [bete]
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Geiles Tor.
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Mit Kahn wär das nicht gefallen, der hätte ihn einfach umgebissen...
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Geiles Tor.
... gegen Standfussballer.
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Super, Bayerndusel. [kicher]
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das 3-0 war absolute Sahne [blin]
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das 3-0 war absolute Sahne [blin]
Stimmt und das schreibe ich wirklich ungern. Tröstlich war allerdings, dass es gegen Bayern war. Ab jetzt können von mir aus beide alle Spiele verlieren. [zwinger]
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Meine Fresse, die Esel haben die Bazis aber mal wirklich kalt erwischt! Neuer hat mal wieder gezeigt das er total überbewertet ist. Pro Bernd "Cassilias" Leno für Deuschland!
Horschti
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Geiles Tor zum 3-0!
Auch in der Höhe verdient, da den Bayern grad mal gar nix eingefallen ist. Robben wurde kaltgestellt in dem man ihm schlicht den Weg nach innen verbaut hat. So einfach ist das Jogi... [winkk]
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So muss man gegen Bayern spielen, Respekt Herr Favre.
Ich hätte nicht gedacht, dass Ribery mal so vermisst wird. Müssen halt nächste Woche des Felix Wölfe dran glauben.
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Von mir kommt nur: NEID [modz]
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Zu Neuers Patzer und dem Miesmachen seiner Qualitäten. Gerade bei der letzten WM oder auch in den letzten Spielzeiten war genau das was zum 0:1 führte seine Stärke. Nun ging das mal schief, bitter für die Bayern. Trotzdem bleibt es für mich ein absoluter Ausnahmekeeper. Bin froh das wir für Deutschland wieder so einen haben. Ich hoffe er scheut in Zukunft nicht das Risiko und lässt sich nun nicht von den Medien einschüchtern.
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FLIEGENFÄNGER!!
Horschti
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Von mir kommt nur: NEID [modz]
So steht man hinten drin, auch gegen 11 Bayern. [zwinger]
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Zu Neuers Patzer und dem Miesmachen seiner Qualitäten. Gerade bei der letzten WM oder auch in den letzten Spielzeiten war genau das was zum 0:1 führte seine Stärke. Nun ging das mal schief, bitter für die Bayern. Trotzdem bleibt es für mich ein absoluter Ausnahmekeeper. Bin froh das wir für Deutschland wieder so einen haben. Ich hoffe er scheut in Zukunft nicht das Risiko und lässt sich nun nicht von den Medien einschüchtern.
Ich denke, er kann damit leben, alle 17 Spiele nen Fehler zu haben, der zu nem Gegentor führt...
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Schalke - VfB 1:0
sonst noch alles torlos
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Nürnberg - Hertha 1:0
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Schalke - VfB 2:0
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Schalke punktgleich mit den Bayern.
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Schalke punktgleich mit den Bayern.
und jetzt wird auch langsam das Torverhältnis .
Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk
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Wolfsburg - Köln 1:0
Schalke - Stuttgart 3:0
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Nürnberg - Hertha 2:0
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Schalke - Stuttgart 3:1
Freiburg - Augsburg 1:0
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Da hat der Rodnei dem Prödl aber mal gepflegt den Schuh durchs Gesicht gezogen.. [blin]
Horschti
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Und der Schiri hat es nicht gesehen ...
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Magath: Deutsche Spieler sind sehr talentiert und teuer, deswegen haben wir uns im Ausland nach Alternativen umgesehen und entsprechend billig verpflichtet. [blin] [lachgrün] [lachgrün] [lachgrün]
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HH (nein ,nicht der! Der von Schlakke 06) Will noch mal einen holen weil der Höwedes sich das Jochbein gebrochen hat! Brutaler Spieltag, denke ich!
Horschti
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Kieferbruch bei Bremens Prödl
Der SV Werder Bremen muss mehrere Wochen auf seinen Innenverteidiger Sebastian Prödl verzichten.
Der Österreicher zog sich im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern (0:0) nach einem Tritt von Dorge Kouemaha neben einem Nasenbeinbruch auch einen Oberkieferbruch und eine Gehirnerschütterung zu.
Prödl musste nach einer minutenlangen Verletzungsunterbrechung ins Westpfalz-Klinikum gebracht werden. Dort verbrachte er auch die Nacht, während sich der restliche Werder-Tross auf den Heimweg nach Bremen machte.
"Es ist traurig, dass Basti so schwer verletzt ist, aber es ist auch traurig, dass das gar nicht gepfiffen wurde. Da passieren schon eigenartige Dinge. Wir haben danach aber ganz vernünftig mit dem Schiedsrichter über die Szene gesprochen", sagte Geschäftsführer Klaus Allofs.
sport 1
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Zu Neuers Patzer und dem Miesmachen seiner Qualitäten. Gerade bei der letzten WM oder auch in den letzten Spielzeiten war genau das was zum 0:1 führte seine Stärke. Nun ging das mal schief, bitter für die Bayern. Trotzdem bleibt es für mich ein absoluter Ausnahmekeeper. Bin froh das wir für Deutschland wieder so einen haben. Ich hoffe er scheut in Zukunft nicht das Risiko und lässt sich nun nicht von den Medien einschüchtern.
Verstehe einer diese Zurückspielerei zum Torwart - noch dazu auf schlechtem Untergrund - welche dann sowieso meist mit blindem Langholz endet. Moderner Fussball soll das sein... [kicher]
"Horschti" soll sich nicht so aufregen - dem Bernd ist so ein Kurzpass in Valencia auch gelungen...
http://www.youtube.com/watch?v=e6-D3knn0GU
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HSV-BVB 0:3 nach 60 Minuten.
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Der BVB macht noch mehr für das Torverhältnis. 0:4.
edit ... 0:5
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Nur noch 3 Tore bis zu den Bayern.
Netter Vierkampf da oben.
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Und nach 90 Minuten kommt vom HSV erstmals etwas anderes als HSV-Ultrasingsang: Die Fans brüllen: "Und ihr wollt Deutscher Meister sein?" [lachgrün] Und das sogar richtig laut.
Endstand 1:5
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Gut, der Spieltag war jetzt eher zum [kotz]
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Gut, der Spieltag war jetzt eher zum [kotz]
passt doch - alle wichtige mannschaften aus dem "freistaat" haben gewonnen
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Eigentlich ein geiler Spieltag. Aber nach einem Wochenende pur mit Liga total muß ich sagen: Ultras verbieten, Emotionen legalisieren. Immer das selbe aus den Kurven, egal wie es steht, egal was gerade passiert. Ob 5:0 oder 0:5 ...
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Mainz trifft, Leverkusen führt nun 2:1. Auf gehts Bayer.
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Nach dem Ausgleich nun 3-2 für Bayer
Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk
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19:20 Uhr Das war die letzte Aktion der Partie, Mainz verliert nach guter Leistung in der zweiten Hälfte mit 2:3.
ausm sportschau-Ticker
[prolll] [prolll] [prolll]
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Erste Halbzeit sah noch ganz stabil aus; zweite Halbzeit ein einziges Schwimmfest. Kaum noch Zugriff auf die jeweiligen Gegenspieler und am Ende mit viel Dusel den Mist über die Zeit geschaukelt. Man, man, man.
Die nächsten Wochen habe ich Angst: nach Bremen, Stuttgart en casa, nach Dortmund und dann Barca... [eingrab]
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Eigentlich ein geiler Spieltag. Aber nach einem Wochenende pur mit Liga total muß ich sagen: Ultras verbieten, Emotionen legalisieren. Immer das selbe aus den Kurven, egal wie es steht, egal was gerade passiert. Ob 5:0 oder 0:5 ...
Ja genau, alles verbieten, was mir nicht nach der Nase passt... Wenn mich jetzt der nächste Besoffene im Stadion annervt, fordere ich den Alkohol zu verbieten oder was [darunter]
Du kannst zu Ultras stehen wie du willst, jeder hat seinen eigenen Stil, wie er sein Fansein auslebt, aber mit solcher Intoleranz kommt man bestimmt nicht sonderlich weit...
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Was das angeht ist eh alles im Eimer.
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Klassespiel von Zieler. Ansonsten bin ich mit einem Punkt in Hoffenheim angesichts der Personalsituation zufrieden. Über die ersten 70 Minuten ein 0:0 der unterhaltsameren Sorte. Danach hat das Spiel dann deutlich nachgelassen auf beiden Seiten.
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Eigentlich ein geiler Spieltag. Aber nach einem Wochenende pur mit Liga total muß ich sagen: Ultras verbieten, Emotionen legalisieren. Immer das selbe aus den Kurven, egal wie es steht, egal was gerade passiert. Ob 5:0 oder 0:5 ...
Ja genau, alles verbieten, was mir nicht nach der Nase passt... Wenn mich jetzt der nächste Besoffene im Stadion annervt, fordere ich den Alkohol zu verbieten oder was [darunter]
Du kannst zu Ultras stehen wie du willst, jeder hat seinen eigenen Stil, wie er sein Fansein auslebt, aber mit solcher Intoleranz kommt man bestimmt nicht sonderlich weit...
Was mangelnde Fußballatmosphäre angeht bin ich wahrlich absolut intolerant. Da gebe ich dir recht. Denn was bei Spielen noch an Fußballatmosphäre rüber kommt ist wirklich nur noch traurig. Es geht nur noch um eine Schwanzvergleich der Kurven, nicht mehr um das eigentliche: Seinen Verein dabei zu unterstützen zu gewinnen. Das Spiel an sich scheint nur noch ein Randgeschehen zu sein - und nein meinen Verein spreche ich davon auch nicht mehr frei. Es geht nur noch darum wie was aussieht, wie toll die Lieder sind, wer wie schön hüpft, nicht darum ein Teil des Spiels zu sein, dieses zu beeinflussen. Das "Produkt Fußball" (mehr ist es nicht mehr) wird immer steriler, die Revolution der Fans ist dahin. Selbst nach dem 0:5 gleicher Singsang beim HSV, der genauso ausgesehen hätte wenn es 0:0 oder 5:0 für den HSV gestanden hätte. Vielleicht verstehen das die Jungen auch nicht was ich meine, weil sie es gar nicht mehr anders kennen. Aber meine Welt ist das nicht mehr.
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Mir ist es schon passiert, dass ich aus Versehen beim Gegner mitgesungen habe, weil die eh das Gleiche singen wie "meine" Ultras. [schäm]
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[lachgrün]
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[kicher]
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Geil. Alte Männer meckern über Ultras.
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Geil. Alte Männer meckern über Ultras.
Genau, ich bin auch gespannt, was mit den Ultras passiert, wenn sie erwachsen werden. [winkk]
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Geil. Alte Männer meckern über Ultras.
Genau, ich bin auch gespannt, was mit den Ultras passiert, wenn sie erwachsen werden. [winkk]
[gäähn]
Völlig argumentationsfreies Gejauner.
Bin dann mal wieder weg. Ernsthaft austauschen will sich hier grad eh keiner.
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Mir ist es schon passiert, dass ich aus Versehen beim Gegner mitgesungen habe, weil die eh das Gleiche singen wie "meine" Ultras. [schäm]
[kicher]
Ultras sind moderner Fußball. Leider hat sich das in den letzten 20 Jahren massiv verändert. Heutzutage gehören die Ultras und deren Tralala genauso zum Fußball wie Sky, Hoffenheim und RB Leipzig. Inszenierung des Produkts ist das einzige was zählt.
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Geil. Alte Männer meckern über Ultras.
Genau, ich bin auch gespannt, was mit den Ultras passiert, wenn sie erwachsen werden. [winkk]
[gäähn]
Völlig argumentationsfreies Gejauner.
Bin dann mal wieder weg. Ernsthaft austauschen will sich hier grad eh keiner.
Du fandest Deinen Spruch tiefgehend und erleuchtend?
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Mir ist es schon passiert, dass ich aus Versehen beim Gegner mitgesungen habe, weil die eh das Gleiche singen wie "meine" Ultras. [schäm]
[kicher]
Ultras sind moderner Fußball. Leider hat sich das in den letzten 20 Jahren massiv verändert. Heutzutage gehören die Ultras und deren Tralala genauso zum Fußball wie Sky, Hoffenheim und RB Leipzig. Inszenierung des Produkts ist das einzige was zählt.
[gäähn] Ewig die gleiche Leier...
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@Sujo: Genau das meine ich.
@ACPauer: Eben, weil es ewig die selbe Leier ist, geht es auf die Nerven.
Männer, die zumeist die 35 Jahre überschritten haben, sehen von oben herab auf mehrheitlich jüngere Fans, sprechen ihnen die Liebe zum Verein ab und kritisieren die Form, wie sie ihr Fandasein ausleben.
Das erinnert mich doch stark an die Rekationen meines Vater oder Großvater, als ich als Jugendlicher Punk etc. gehört habe.
Wie Spießer über Hippies redeten usw. usf.
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@Sujo: Genau das meine ich.
@ACPauer: Eben, weil es ewig die selbe Leier ist, geht es auf die Nerven.
Männer, die zumeist die 35 Jahre überschritten haben, sehen von oben herab auf mehrheitlich jüngere Fans, sprechen ihnen die Liebe zum Verein ab und kritisieren die Form, wie sie ihr Fandasein ausleben.
Das erinnert mich doch stark an die Rekationen meines Vater oder Großvater, als ich als Jugendlicher Punk etc. gehört habe.
Wie Spießer über Hippies redeten usw. usf.
Männer, die die 35 Jahre Fandasein überschritten haben, dürfen aber auch ein wenig in alten Zeiten schwelgen. Wir haben doch sonst nichts mehr, aber wir wissen eben auch, wie es sich früher angefühlt hat. Erfahrung ist ja nicht immer falsch.
Klar hat jede Generation seine Vorlieben und das ist auch gut und richtig so, aber in diesem Fall höre und sehe ich lieber Oldies.
Mein Eindruck: Ultras, die sich ja per Definition der Tradition verpflichtet fühlen, meinen nur ihre eigene Tradition, nicht die des Fussballs und die der vielen anderen Fans.
Und so gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass sich die nächste Generation etwas anderes ausdenkt. Ob das besser wird? Keine Ahnung. Aber ich bin sicher, dass die Ultras als alte Männer darüber meckern werden.
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Mein Eindruck: Ultras, die sich ja per Definition der Tradition verpflichtet fühlen, meinen nur ihre eigene Tradition, nicht die des Fussballs und die der vielen anderen Fans.
Bei uns ist das anders.
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Ich bin übrigens 44 Jahre alt. (http://www.cosgan.de/images/smilie/figuren/a045.gif) (http://www.cosgan.de/smilie.php)
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Männer, die zumeist die 35 Jahre überschritten haben, sehen von oben herab auf mehrheitlich jüngere Fans, sprechen ihnen die Liebe zum Verein ab und kritisieren die Form, wie sie ihr Fandasein ausleben.
Ich würde das o.g. jetzt nicht auf mich beziehen. Ich frage mich aber auch, was in manchen Köpfen vorgeht, wenn Böller und Leuchtspur fliegen und so hingenommen wird, dass dem Verein, ihrem eigenen Verein wohlgemerkt, durch die (äusserst fragwürdige, weil willkürliche) Rechtsprechung des DFB finanzieller Schaden zugefügt wird.
Warum das so ist?
Weil viele der zumeist jungen Leute glauben, zumindest bei uns, dass nur sie der Verein sind und das Recht auf Alleinvertretungsanspruch haben. Dass dem nicht so ist, muss man denen ab und zu immer mal deutlich machen. Da geht es nur gemeinsam.
Ich habe allergrössten Respekt vor Leuten, die jedes Spiel der Saison live verfolgen (können). Das heisst aber noch lange nicht, dass man sie für ihr Tun nicht mal kritisieren darf.
galle, mittlerweile 47 [eingrab]
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Eigentlich ein geiler Spieltag. Aber nach einem Wochenende pur mit Liga total muß ich sagen: Ultras verbieten, Emotionen legalisieren. Immer das selbe aus den Kurven, egal wie es steht, egal was gerade passiert. Ob 5:0 oder 0:5 ...
Ja genau, alles verbieten, was mir nicht nach der Nase passt... Wenn mich jetzt der nächste Besoffene im Stadion annervt, fordere ich den Alkohol zu verbieten oder was [darunter]
Du kannst zu Ultras stehen wie du willst, jeder hat seinen eigenen Stil, wie er sein Fansein auslebt, aber mit solcher Intoleranz kommt man bestimmt nicht sonderlich weit...
Was mangelnde Fußballatmosphäre angeht bin ich wahrlich absolut intolerant. Da gebe ich dir recht. Denn was bei Spielen noch an Fußballatmosphäre rüber kommt ist wirklich nur noch traurig. Es geht nur noch um eine Schwanzvergleich der Kurven, nicht mehr um das eigentliche: Seinen Verein dabei zu unterstützen zu gewinnen. Das Spiel an sich scheint nur noch ein Randgeschehen zu sein - und nein meinen Verein spreche ich davon auch nicht mehr frei. Es geht nur noch darum wie was aussieht, wie toll die Lieder sind, wer wie schön hüpft, nicht darum ein Teil des Spiels zu sein, dieses zu beeinflussen. Das "Produkt Fußball" (mehr ist es nicht mehr) wird immer steriler, die Revolution der Fans ist dahin. Selbst nach dem 0:5 gleicher Singsang beim HSV, der genauso ausgesehen hätte wenn es 0:0 oder 5:0 für den HSV gestanden hätte. Vielleicht verstehen das die Jungen auch nicht was ich meine, weil sie es gar nicht mehr anders kennen. Aber meine Welt ist das nicht mehr.
Ich werde jetzt hier mit dir keine Diskussion führen, wer ein guter Fan ist und wer nicht. Ich bin selbst Ultra und ich bin dennoch sicher nicht von jeder Entwicklung meiner Bewegung und vieler Szenen überzeugt. Ich habe aber genauso Verständnis für jeden, der sein Fandasein anders lebt und gelebt hat. Es ist für mich genauso interessant zu hören, wenn jemand von irgendwelchen wilden Geschichten und kultigen Fahrten aus den 80er oder 90er Jahren erzählt.
Aber was mich massiv anpisst, ist so undifferenziertes Gepöbel, von wegen "die sollte man verbieten". Es steht jedem frei, im Fußballstadion auf seine Art und Weise Stimmung zu machen. Und wenn du - und gerade bei deinem Verein ist das ja auch noch weit verbreitet - mit deinen Freunden/Fanclubs nen kultigen britischen Oldschool-Support an den Tag legst, dann braucht darüber niemand negativ urteilen. Aber muss man zwanghaft jeden verteufeln, der Dinge etwas anders probiert? Kann man nicht auch mal ein bisschen versuchen, die andere Seite nachzuvollziehen? Ich hab schon oft von älteren Leuten Geschichten von Spielen gehört, die verloren wurden und bitter waren und wo sie sich dennoch erzählt haben, dass es aufgrund der Stimmung ein unvergessliches Erlebnis war. Sind solche Gefühle Ultras nicht zugestanden, nur weil man ihren Supportstil nicht mag? Sollte es deiner Meinung nach verboten werden, dass Ultras wenn der Spielverlauf nur noch Anlass zur Depression gibt, ihren geliebten Verein feiern? Muss man denn immer sein eigenes Ding als den Mittelpunkt der Erde darstellen und alle, die anders handeln verteufeln?
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Geil. Alte Männer meckern über Ultras.
Genau, ich bin auch gespannt, was mit den Ultras passiert, wenn sie erwachsen werden. [winkk]
[gäähn]
Völlig argumentationsfreies Gejauner.
Bin dann mal wieder weg. Ernsthaft austauschen will sich hier grad eh keiner.
Warum kommst du dann nicht wenigtens auch mal mit Argumenten?
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@Sujo: Genau das meine ich.
@ACPauer: Eben, weil es ewig die selbe Leier ist, geht es auf die Nerven.
Männer, die zumeist die 35 Jahre überschritten haben, sehen von oben herab auf mehrheitlich jüngere Fans, sprechen ihnen die Liebe zum Verein ab und kritisieren die Form, wie sie ihr Fandasein ausleben.
Das erinnert mich doch stark an die Rekationen meines Vater oder Großvater, als ich als Jugendlicher Punk etc. gehört habe.
Wie Spießer über Hippies redeten usw. usf.
ranch, du bist wirklich ein Meister geworden in Dinge falsch interpretieren. Ich schrieb ihnen nirgends die Liebe zum Verein ab, aber für sie ist leider das Spiel an sich Nebensache. Der Verein dient als Bühne für Fahnen, Singsang und "krasses Pyro". Aber wer folgt hier tatsächlich noch dem Ziel das Spiel zu beeinflussen, wie es für einem Fan eigentlich richtig wäre? Klar kommt das von den Alten, denn die gehen auch hauptsächlich noch immer wegen dem Spiel hin. Bei den Ultras habe ich da so meine Zweiffel und ich kann sie jetzt nicht gerade mit Punks vergleichen. Die waren Revolutionär, das kann ich in der Fußballjugend nicht erkennen. "Gegen den mordernen Fußball" schreiben sie sich auf die Fahnen und sind dabei selbst ein gravierendes Stück davon.
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Mein Eindruck: Ultras, die sich ja per Definition der Tradition verpflichtet fühlen, meinen nur ihre eigene Tradition, nicht die des Fussballs und die der vielen anderen Fans.
Bei uns ist das anders.
Es gibt wenige gute Ausnahmen, da gebe ich dir sogar recht. Doch 95 Prozent aller Ultragruppierungen sind ein billiger Abklatsch der anderen.
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Eigentlich ein geiler Spieltag. Aber nach einem Wochenende pur mit Liga total muß ich sagen: Ultras verbieten, Emotionen legalisieren. Immer das selbe aus den Kurven, egal wie es steht, egal was gerade passiert. Ob 5:0 oder 0:5 ...
Ja genau, alles verbieten, was mir nicht nach der Nase passt... Wenn mich jetzt der nächste Besoffene im Stadion annervt, fordere ich den Alkohol zu verbieten oder was [darunter]
Du kannst zu Ultras stehen wie du willst, jeder hat seinen eigenen Stil, wie er sein Fansein auslebt, aber mit solcher Intoleranz kommt man bestimmt nicht sonderlich weit...
Was mangelnde Fußballatmosphäre angeht bin ich wahrlich absolut intolerant. Da gebe ich dir recht. Denn was bei Spielen noch an Fußballatmosphäre rüber kommt ist wirklich nur noch traurig. Es geht nur noch um eine Schwanzvergleich der Kurven, nicht mehr um das eigentliche: Seinen Verein dabei zu unterstützen zu gewinnen. Das Spiel an sich scheint nur noch ein Randgeschehen zu sein - und nein meinen Verein spreche ich davon auch nicht mehr frei. Es geht nur noch darum wie was aussieht, wie toll die Lieder sind, wer wie schön hüpft, nicht darum ein Teil des Spiels zu sein, dieses zu beeinflussen. Das "Produkt Fußball" (mehr ist es nicht mehr) wird immer steriler, die Revolution der Fans ist dahin. Selbst nach dem 0:5 gleicher Singsang beim HSV, der genauso ausgesehen hätte wenn es 0:0 oder 5:0 für den HSV gestanden hätte. Vielleicht verstehen das die Jungen auch nicht was ich meine, weil sie es gar nicht mehr anders kennen. Aber meine Welt ist das nicht mehr.
Ich werde jetzt hier mit dir keine Diskussion führen, wer ein guter Fan ist und wer nicht. Ich bin selbst Ultra und ich bin dennoch sicher nicht von jeder Entwicklung meiner Bewegung und vieler Szenen überzeugt. Ich habe aber genauso Verständnis für jeden, der sein Fandasein anders lebt und gelebt hat. Es ist für mich genauso interessant zu hören, wenn jemand von irgendwelchen wilden Geschichten und kultigen Fahrten aus den 80er oder 90er Jahren erzählt.
Aber was mich massiv anpisst, ist so undifferenziertes Gepöbel, von wegen "die sollte man verbieten". Es steht jedem frei, im Fußballstadion auf seine Art und Weise Stimmung zu machen. Und wenn du - und gerade bei deinem Verein ist das ja auch noch weit verbreitet - mit deinen Freunden/Fanclubs nen kultigen britischen Oldschool-Support an den Tag legst, dann braucht darüber niemand negativ urteilen. Aber muss man zwanghaft jeden verteufeln, der Dinge etwas anders probiert? Kann man nicht auch mal ein bisschen versuchen, die andere Seite nachzuvollziehen? Ich hab schon oft von älteren Leuten Geschichten von Spielen gehört, die verloren wurden und bitter waren und wo sie sich dennoch erzählt haben, dass es aufgrund der Stimmung ein unvergessliches Erlebnis war. Sind solche Gefühle Ultras nicht zugestanden, nur weil man ihren Supportstil nicht mag? Sollte es deiner Meinung nach verboten werden, dass Ultras wenn der Spielverlauf nur noch Anlass zur Depression gibt, ihren geliebten Verein feiern? Muss man denn immer sein eigenes Ding als den Mittelpunkt der Erde darstellen und alle, die anders handeln verteufeln?
Vielleicht noch mal kurz zum Wort "VERBIETEN". Meine Aussage war nur eine mit Ironie dargestellte Abkehr des Spruchs "Pyrotechnik legalisieren, Emotionen respektieren". Ich will also nicht unbedingt ein Verbot von Ultras, ich will viel mehr den Sport zurück der aus Emotionen besteht. Nicht aus der Dauerfahnenwedeln von Menschen die das Spiel überhaupt nicht verfolgen. Ich will Leute die ihren Verein (welcher das auch immer ist) unterstützen und nicht nur selbst ein Hauptdarsteller sein möchte. Ich möchte Leute die erkennen das sie ein Teil des modernen Fußballs sind, es lächerlich ist wenn sie so tun als würden sie sich für Traditionen einsetzen. Ich gebe ranch recht, das sein Verein über eine der wenigen Ultragruppierungen besitzt welche man wirklich respektieren könnte. Der Rest kopiert aber nur, schaut mehr in den Block des Gegners als auf das Spielfeld. Ich habe am Wochenende fast alles Spieler, zwar nur im, TV gesehen und es war nicht ein Spiel dabei, wo man wirkliche Emotionen des Publikums erleben konnte. Wann haben die Spieler das letzte mal ein Auswärtsspiel erlebt, in dem die Heimfans ihnen so etwas von Feuer unterm Arsch gemacht haben, als das diese eingeschüchtert die Punkte abgaben? Nein, meistens ist das Gegenteil der Fall. Das Heimteams steht zu Hause zu sehr unter Druck, als das es nach kurzer Zeit schon Pfiffe geben könnte, wenn es nicht gleich läuft. Nein, es sind nicht nur die Ultras schuld an diesen emotionslosen Kicks, aber sie haben das Heft des Handelns an sich gerissen und sind der massgebliche Teil von dem was wir heute erleben.
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Wobei ich finde, dass man da dann auch selber mitmachen kann, Tara. Und das ist doch in Offenbach bis vor Kurzem ganz gut gelungen und geht auch anderswo. Wenn ich das Gefühl habe, die Jungs unten auf dem Platz bräuchten mal ein wenig Feuer, während die Ultras unten Singsang machen, dann mache ich eben mit eine paar Gleichaltrigen die Klappe auf und gröhle ein lautes und knappes "HSV, HSV" in den Block. Dann sind die Jungs zwar manchmal etwas irritiert, aber in 96% der Fälle stimmen sie doch mit ein und verstärken somit dann auch den Effekt.
Ich habe gerade bei Dir auch positiv in Erinnerung, Tara, dass Du beim OFC auf den Dialog mit den jungen Fans setzt. Ich war bis vor gar nicht allzu langer Zeit auch ziemlich oft der Meinung, dass es den Jungs nur um Inszenierung und so Gedöns geht, wie es Mike hier unterstellt hat. Aber ich habe gerade in der Zeit nach Enkes Selbstmord mit vielen Ultras auf Auswärtsspielen Gespräche geführt und inzwischen ein ganz anderes Bild von ihnen. Deswegen ist das immer noch nicht meine Vorstellung von Support, aber das gilt auch für viele andere Dinge bei jüngeren Leuten. So wie in jeder Generation. Auch nicht jeder, der damals in unserem Alter war, fand die Dinge optimal, die wir in unserer Jugend gemacht haben, insofern finde ich die Aussagen von ranch im Ansatz gar nicht falsch.
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Geil. Alte Männer meckern über Ultras.
Genau, ich bin auch gespannt, was mit den Ultras passiert, wenn sie erwachsen werden. [winkk]
[gäähn]
Völlig argumentationsfreies Gejauner.
Bin dann mal wieder weg. Ernsthaft austauschen will sich hier grad eh keiner.
Warum kommst du dann nicht wenigtens auch mal mit Argumenten?
Wie oft habe ich da schon was zu geschrieben?
Differenzieren ist bei diesem Thema von den allermeisten hier doch schon lange nicht mehr.
Picklige Dummköpfe, denen das Spiel egal ist, Teil des modernen Fußballs, Böllerwerfer, die immer das Gleiche singen - fertig.
Das ist die vorherrschende Meinung hier am Board.
Der Fanatmo-Thread, der ganz überwiegend von Aktionen von Ultras lebt, wird zwar auch ganz gerne angesehen. Weniger wird dort aber reflektiert, woher die Aktionen stammen.
Von (fan)-politischer Arbeit, die in recht vielen Vereinen auch durch Ultras geprägt wird, brauch ich erst gar nicht anfangen.
Oder von sozialen Projekten. Ist zwecklos.
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@ Tara
Da bin ich zu 100% bei dir. Wobei es in Liga 4 auf den Rängen sicher noch mehr Emotionen gibt wie bspw. in Liga 1 (Dortmund, soweit ich das am TV beurteieln kann, nehme ich da mal raus).
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Wobei ich finde, dass man da dann auch selber mitmachen kann, Tara. Und das ist doch in Offenbach bis vor Kurzem ganz gut gelungen und geht auch anderswo.
Ich nehme dies leider immer weniger wahr, auch gerade bei uns. Wir sind ebenfalls nur noch ein Haufen voller Kopierer.
Und ja, ich bin immer auf die Jungen zugegangen, habe versucht und getan und nun aufgegeben. Eben gerade aus diesem Grund: Es geht ihnen nicht um das Spiel, sondern um sich selbst.
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@ Tara
Da bin ich zu 100% bei dir. Wobei es in Liga 4 auf den Rängen sicher noch mehr Emotionen gibt wie bspw. in Liga 1 (Dortmund, soweit ich das am TV beurteieln kann, nehme ich da mal raus).
Atmo nach TV zu berurteilen geht selten, finde ich.
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Geil. Alte Männer meckern über Ultras.
Genau, ich bin auch gespannt, was mit den Ultras passiert, wenn sie erwachsen werden. [winkk]
[gäähn]
Völlig argumentationsfreies Gejauner.
Bin dann mal wieder weg. Ernsthaft austauschen will sich hier grad eh keiner.
Warum kommst du dann nicht wenigtens auch mal mit Argumenten?
Wie oft habe ich da schon was zu geschrieben?
Differenzieren ist bei diesem Thema von den allermeisten hier doch schon lange nicht mehr.
Picklige Dummköpfe, denen das Spiel egal ist, Teil des modernen Fußballs, Böllerwerfer, die immer das Gleiche singen - fertig.
Das ist die vorherrschende Meinung hier am Board.
Der Fanatmo-Thread, der ganz überwiegend von Aktionen von Ultras lebt, wird zwar auch ganz gerne angesehen. Weniger wird dort aber reflektiert, woher die Aktionen stammen.
Von (fan)-politischer Arbeit, die in recht vielen Vereinen auch durch Ultras geprägt wird, brauch ich erst gar nicht anfangen.
Oder von sozialen Projekten. Ist zwecklos.
Mir ging es aber nicht um fanpolitische Themen, sondern um den Einheitsbrei welcher unsere Stadien beglückt und mit Emotionen nichts zu tun haben.
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@ Tara
Da bin ich zu 100% bei dir. Wobei es in Liga 4 auf den Rängen sicher noch mehr Emotionen gibt wie bspw. in Liga 1 (Dortmund, soweit ich das am TV beurteieln kann, nehme ich da mal raus).
Das liegt daran das ihr in Liga 4 eben nicht die Masse an Erfolgsfans habt. Mit jeder Liga höher wird sich das Bild aber auch bei euch verändern.
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Schon lustig: Die einen sagen, die Ultras betrachten sich als Nabel der Fussballwelt, die anderen (die Ultras selbst) behaupten das Gegenteil.
@ ranch
Das Ultras (aber nicht nur die) sich auch anderweitig einbringen, aufwendige Choreos vorbereiten, sich sozial engagieren usw. streitet doch keiner hier ab.
Aber darum geht es hier vorrangig nicht.
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@ Tara
Da bin ich zu 100% bei dir. Wobei es in Liga 4 auf den Rängen sicher noch mehr Emotionen gibt wie bspw. in Liga 1 (Dortmund, soweit ich das am TV beurteieln kann, nehme ich da mal raus).
Atmo nach TV zu berurteilen geht selten, finde ich.
Auch hier stimme ich dir zu, trotzdem merkt man wann ein Kessel kocht, wann ein Fanblock ein Spiel beeinflusst. Wie oft gibt es das noch? Es lästert immer alles über das Nationalmannschaftpublikum, dabei sind wir da überall gar nicht mehr so weit weg wie wir uns das erhoffen.
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@Tara: Um auf Deine Frage einzugehen, wann das letzte Mal ein Spiel durch die Fans gedreht wurde, ich höre das von unseren Spielern zumindest in den letzten 2 Jahren recht häufig, dass die Unterstützung der Fans ein großer Baustein an dem oder dem Erfoig war. Zuerst beim Finale der Saison 2009/2010, bei dem noch knapp der Klassenerhalt gelang, an dem die 10000 96-Fans in Bochum einen Anteil gehabt haben dürften, aber auch in den Spielen zuvor zuhause. Zuletzt von mir persönlich extrem so wahrgenommen bei unserem Heimsieg gegen Sevilla oder unserem Auswärtssieg in Kopenhagen. Wer da sagt, das wäre ein emotionsloser Support, der keinen Einfluss auf die 22 Mann unten auf dem Rasen (+ evtl. gar die Schiedsrichter) haben kann, der verallgemeinert mir zu viel. Natürlich waren das nicht ausschließlich die Ultras, aber genau das meine ich ja, man kann auch gemeinsam richtig was bewegen.
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@Tara: Um auf Deine Frage einzugehen, wann das letzte Mal ein Spiel durch die Fans gedreht wurde, ich höre das von unseren Spielern zumindest in den letzten 2 Jahren recht häufig, dass die Unterstützung der Fans ein großer Baustein an dem oder dem Erfoig war.
Das ist das 1 mal 1 des Fußballers wenn er mit Fans redet. Wann hat dir das letzte mal einer gesagt "ich hatte schon schiss als ich mit dem Mannschaftsbus in Hannover ankam? Die haben so krasse Fans, dort hängen die Trauben höher als anderswo"? Klar freut man sich auch heute über jeden Fan der mitkommt, doch wo wird noch so richtig gepusht, ein Spiel massiv beeinflusst? In Lautern noch? Selbst das glaube ich nicht mehr.
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Das mag sein, ich war aber ja bei vielen Spielen selber dabei und von daher halte ich das nicht für pures Blabla. Es kommt eben auch ein wenig darauf an, worum es geht und was die Mannschaft zeigt. Natürlich kann man dann noch die eigenen Spieler unter Druck setzen, wenn man sich über zahlreiche emotionslose Kicks um die goldene Ananas aufregt, aber ein wenig ist das doch auch abhängig voneinander. Hat man den Eindruck, dass da unten gleichgültige Kicker emotionslose Pflichterfüllung abliefern, verliert man auch die Lust, emotional zu reagieren. Egal ob Ultra oder Kutte.
Bei uns ging es in den letzten 2 Jahren zur Abwechslung mal richtig um was und dann gab es auch ein Zusammenspiel von Emotionen auf den Rängen und auf dem Rasen. Wie die Zuschauer in Kopenhagen versucht haben, die Mannschaft noch gegen die Niederlage aufzurichten und diese dann entsprechend noch mal alles nach vorne geworfen hat, oder der Fight in Sevilla, bei dem am Ende (auch mit Glück) das 1:1 gehalten werden konnte, wie da die Fans und Spieler gefühlt eine Einheit waren, das ging sehr gut auch mit den Ultras.
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Mir ist es schon passiert, dass ich aus Versehen beim Gegner mitgesungen habe, weil die eh das Gleiche singen wie "meine" Ultras. [schäm]
[kicher]
Ultras sind moderner Fußball. Leider hat sich das in den letzten 20 Jahren massiv verändert. Heutzutage gehören die Ultras und deren Tralala genauso zum Fußball wie Sky, Hoffenheim und RB Leipzig. Inszenierung des Produkts ist das einzige was zählt.
[gäähn] Ewig die gleiche Leier...
Weil's halt einfach stimmt. [winkk] Man kann das ja schön an den Retortenclubs (Hoffenheim, Heidenheim, Ingolstadt usw usf) beobachten: Das erste, was es neben VIP Logen und nem neuen Stadion gibt sind... richtig, Ultras. [nik] Das ist Mode und schick. Außerdem ist es auch noch ein bissl verrucht (Stadionverbote alléz) und sowas zieht in einem bestimmten Alter ganz besonders.
Ich beobachte das gleiche wie Tara. Von Ausnahmen (Frankfurt) abgesehen ist es überall das gleiche Doppelhaltergeschwenke und Tralalagesinge mit ein paar Handyvideos pro Spiel und 2, 3 "Ultrafotographen" vor dem Block. Und dies ganz, ganz besonders in den Ligen in denen wir uns so bewegen. [winkk]
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Und vorher strotzte der Fußball nur so vor Individualität??? Ich lach mich schlapp... Auch damals überall die gleichen Melodien mit angepassten Texten. Auch damals überall die gleich aussehenden Kutten mit Aufnähern. Das ist doch Quatsch. Dir und mir gefällt die Art nicht, wie heute supportet wird? OK, geschenkt, da bin ich bei Dir, aber so zu tun, als wäre der einheitliche Kram etwas Neues ist in meinen Augen völliger Quatsch.
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Und vorher strotzte der Fußball nur so vor Individualität??? Ich lach mich schlapp... Auch damals überall die gleichen Melodien mit angepassten Texten. Auch damals überall die gleich aussehenden Kutten mit Aufnähern. Das ist doch Quatsch. Dir und mir gefällt die Art nicht, wie heute supportet wird? OK, geschenkt, da bin ich bei Dir, aber so zu tun, als wäre der einheitliche Kram etwas Neues ist in meinen Augen völliger Quatsch.
Es ging nicht nur um das einheitliche, sondern um das "bedingungslose unterstützen". Damals ging die Individualität schon los bei den Stadien, heute alles gleich. Weiter ging es das sich alle leicht unterschieden. Leidenschaft, Mentalität, Leidenfähigkeit, Treue u.s.w. unterschieden die einzelnen Fanlager. Und massgeblich war immer nur die brachial, möglichst lautstarke, Unterstützung der Mannschaft. Was mussten sich die Bayern früher alles anhören, heute dagegen werden sie doch überall nett empfangen. Von Fahnenschwenkgern lassen die sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Kein Spieler schaut hoch und sagt "man sind die toll gehüpft", sondern sie sagen "mensch was haben uns die Fans niedergemacht". Das fehlt halt irgendwie und ist überall heute zu sehen. Erst recht in den einst so verhassten Derbies.
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Irgendwie ist das aber ein Spiegelbild dieser bunten Toleranz-Kuschel-Mentalität, die überall vorherrscht. Vor allem in der Bundesliga denken viele doch inzwischen, Fußball wäre identisch mit dem Gang zum Kindergeburtstag.
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Mein Eindruck: Ultras, die sich ja per Definition der Tradition verpflichtet fühlen, meinen nur ihre eigene Tradition, nicht die des Fussballs und die der vielen anderen Fans.
Bei uns ist das anders.
WIE KANNST DU ES WAGEN !?! [kicher]
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Irgendwie ist das aber ein Spiegelbild dieser bunten Toleranz-Kuschel-Mentalität, die überall vorherrscht. Vor allem in der Bundesliga denken viele doch inzwischen, Fußball wäre identisch mit dem Gang zum Kindergeburtstag.
Ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Der Fan als Konsument.
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Kein Spieler schaut hoch und sagt "man sind die toll gehüpft", sondern sie sagen "mensch was haben uns die Fans niedergemacht". Das fehlt halt irgendwie und ist überall heute zu sehen. Erst recht in den einst so verhassten Derbies.
Also bei uns kriegt ihr das noch. Und wir bei euch auch. [winkk]
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@jedifee:genau das wird aber gern von den Vereinen,dem DFB und nicht zuletzt den Medien gefördert und gewünscht.
Da bleibt oft nicht viel Raum für Individualität...
Zu Samstag:
Nach einer eigentlich ganz witzigen 5-Stündigen Busfahrt bei der ich sämtliche Insassen an meinem sauren Romadur in Essig-Knoblauchölsoße teilhaben lies... betrat ich nach 3 Jahren wiedermal das Dreisam..upps!Sorry! Das `Mage-Solar-Stadion`zu Freiburg.
Bis auf den Namen hat sich soweit nix geändert. Die Sicht im Gästeblock bescheiden,Zaunfahnen,Doppelhalter,Schwenker-alles verboten. Die Ordner mit AIDS-Handschuhen am Einlass und einer Untersuchung die jeden Urulogen vor Neid erblassen lassen würde.
Das Rothaus-Tannenzäpfle bleifrei...ich glaub ich hab seit der frühen Pubertät kein antialkoholisches Getränk mehr innerhalb eines Fussballstadions zu mir genommen.
Doch auf Grund meines trockenen Halses(muß wohl der Romadur gewesen sein)gibts heut tatsächlich Sprite für Mamas Lieblingsbua.
Das Badenerlied klingt immer noch genauso schlimm wie die Bayernhyme-aber die spielen sie ja zum Glück nur in Ingoldorf..
Rund 1500 Augsburger waren guter Hoffnung daß sich in diesem 6-Punkte-Spiel auch wirklich jeder unserer Balltreter den Rektalausgang aber so richtig aufreißen würde.
Doch irgendwie hatte sich bei unsern Spielern noch nicht rumgesprochen daß die Winterpause mit den netten Vorbereitungsspielen zu Ende ist und es nun wieder um Punkte geht.
All das was uns zum Ende der Hinrunde ausgezeichent hatte war wie weg gelöscht. Kampf,Einsatz,Spielfreude und Geschlossenheit ohne die ganz großen Glanzlicher...nix-bis auf das mit den "ohne Glanzlichter".
Zwar hatten wir zu Anfang eine ganz gute Chance durch Oehrl aber danach nix bauten wir stetig ab. Die Fehlpässe häuften sich und das Spiel verflachte zunehmens.
Das schlimme war nur- Freiburg war nich besser. Im Abstiegskampf hatte ich jetzt nicht unbedingt ein schönes Spiel erwartet,aber das was ich sah war schon sehr armseelig.
Als unsere Fussballangestellten sich nun zu 90% in der eigenen Hälfte aufhielten kam Freiburg sogar zu Chancen.Meist bedingt durch unsere Fehler und als es Halbzeit wurde atmete ich tieeef durch.
Als Fan muß man ja irgendwie immer an das gute im eigenen Team glauben und bla bla..die Hoffnung stirbt zuletzt...Ich für meinen Teil glaubte ernsthaft an eine sich gewaschene holländische Kabinenpredigt und das die Jungs jetzt rauskommen und aber so richtig Gas geben und es ein offener Schlagabtausch wird und Abstiegskampf auf Biegen und Brechen und Blut am Stiefel und -ach leck mich fett.
Ich kann mich in der zweiten Hälfte an keine nennenswerte Torchance unsererseits erinnern. Der SCF- auch nicht gerade bekannt für offensive Feuerwerke- drückte nun mächtig und irgendwann hatten wir spätestens 10 Meter vor dem eigenen Sechzehner eine dermaßene Vollversammlung wie sonst nur Abends um 5 in der Trambahn.
Wir hatten einmal Glück-auch noch ein zweites mal-und sogar nochmal. Als dann noch mein Liebling Fallkünstler und Unsymphat Reisinger eingewechselt wurde und die badische Volksseele fast am kollektiven Orgasmus vorbei schrammte sehnte ich nur noch den Abpfiff herbei.
Doch Pfeifendeckel: 5 Minuten vor Schluß gibt Schiri Mayer einen unberechtigten Freistoß auf halb rechts-und ein paar Sekunden später ist der Nachmittag für den Sohn meiner Mutter aber sowas von gelaufen.......
Das schlimme an der ganzen Sache ist nur-selbst wenn DER Freistoß unberechtigt war- DER Sieg des SCF war sogar noch...ich übergeb mich gleich auf der Tastatur...verdient.
Noch bevor das Spiel zu Ende ist sitz ich bereits im Bus,geb mir ein Frustbier und lese eingutes Buch.."Weil Samstag ist" ha ha!
Diesen Samstag möchte ich zumindest in der Zeit von 15.30-17.20uhr aus meinem Gedächtnis streichen......
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Kein Spieler schaut hoch und sagt "man sind die toll gehüpft", sondern sie sagen "mensch was haben uns die Fans niedergemacht". Das fehlt halt irgendwie und ist überall heute zu sehen. Erst recht in den einst so verhassten Derbies.
Also bei uns kriegt ihr das noch. Und wir bei euch auch. [winkk]
Unser Derby bei euch war jetzt auch nicht so prickelnd.
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Auch wir haben unter dem Sing-Sang oft Diskussionen gehabt. Gut das sich Alte und Junge zusammen setzen, wobei wir aber fast nie auf einen Nenner kommen. Eins ist aber wirklich faszinierend, während es nur wenige Old Schooler in fremde Stadien schaffen sind die vermeintlich Jungen (und damit mittellosen) in fast alles Stadien dabei. Oft ist es eine unbändige und bedingungslose Liebe zu dem Verein, die sie ihr Leben lang begleitet. Ich habe viele Beispiele dafür wie diese Liebe Beziehungen auf die Probe gestellt hat, aber auch hat zerbrechen lassen. Gerade die jungen Menschen nehmen oft und viele Hindernisse auf sich um da zu sein, wo sie am liebsten sind. Geld spielt bei sowas nur eine untergeordnete Rolle. Genauso wie die Old School Abteileung damals Freundschaften für das Leben geschlossen hat, ist es bei den Ultras genauso. Jungs die sich schon seit vielen Jahren kennen, haben aus ihrer Passion heute eine Lebensaufgabe gemacht.
Es ist wie bei vielen Sachen die Zeit. Früher sind wir über die Zäune gegangen und haben den Gegnern die Fresse eingehauen- heute "battle(n)" sich die Kurven gegeneinander.
Auch bei uns ist es so, das die Gesänge oft monoton sind und sehr Ultra bezogen, trotzdem haben auch gerade die Ultras viele Sing Sangs in die Kurve gebracht die heute jeder singt. Und gerade bei Niederlagen ist es bei uns heute nur noch eine kleine Gruppe die weiter singt! Der grosse Teil (siehe gestern) pfeifft die Mannschaft sogar bei einem Sieg aus. Was nun besser ist kann sich jeder selbst ausmalen.
Die Ultras haben viel Kreativität in die Kurve gebracht. Und es sind Freunde fürs Leben geworden. Vom sozialen Aspekt ist die Ultra Bewegung ein Glücksfall. Jede Zeit hat halt ihre Eigenheiten. Und die Tradition weiter leben zu lassen ist doch wichtig. Wie das passiert, absolut zweitranging!
Horschti
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Auch wir haben unter dem Sing-Sang oft Diskussionen gehabt. Gut das sich Alte und Junge zusammen setzen, wobei wir aber fast nie auf einen Nenner kommen. Eins ist aber wirklich faszinierend, während es nur wenige Old Schooler in fremde Stadien schaffen sind die vermeintlich Jungen (und damit mittellosen) in fast alles Stadien dabei. Oft ist es eine unbändige und bedingungslose Liebe zu dem Verein, die sie ihr Leben lang begleitet. Ich habe viele Beispiele dafür wie diese Liebe Beziehungen auf die Probe gestellt hat, aber auch hat zerbrechen lassen. Gerade die jungen Menschen nehmen oft und viele Hindernisse auf sich um da zu sein, wo sie am liebsten sind. Geld spielt bei sowas nur eine untergeordnete Rolle. Genauso wie die Old School Abteileung damals Freundschaften für das Leben geschlossen hat, ist es bei den Ultras genauso. Jungs die sich schon seit vielen Jahren kennen, haben aus ihrer Passion heute eine Lebensaufgabe gemacht.
Es ist wie bei vielen Sachen die Zeit. Früher sind wir über die Zäune gegangen und haben den Gegnern die Fresse eingehauen- heute "battle(n)" sich die Kurven gegeneinander.
Auch bei uns ist es so, das die Gesänge oft monoton sind und sehr Ultra bezogen, trotzdem haben auch gerade die Ultras viele Sing Sangs in die Kurve gebracht die heute jeder singt. Und gerade bei Niederlagen ist es bei uns heute nur noch eine kleine Gruppe die weiter singt! Der grosse Teil (siehe gestern) pfeifft die Mannschaft sogar bei einem Sieg aus. Was nun besser ist kann sich jeder selbst ausmalen.
Die Ultras haben viel Kreativität in die Kurve gebracht. Und es sind Freunde fürs Leben geworden. Vom sozialen Aspekt ist die Ultra Bewegung ein Glücksfall. Jede Zeit hat halt ihre Eigenheiten. Und die Tradition weiter leben zu lassen ist doch wichtig. Wie das passiert, absolut zweitranging!
Horschti
Ist ja sicher jetzt nichts neues das die Jugend sicher mehr Zeit mitbringt, als ein Familienvater mit starker beruflicher Bindung der einfach mehr zu verlieren hat.
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Kein Spieler schaut hoch und sagt "man sind die toll gehüpft", sondern sie sagen "mensch was haben uns die Fans niedergemacht". Das fehlt halt irgendwie und ist überall heute zu sehen. Erst recht in den einst so verhassten Derbies.
Also bei uns kriegt ihr das noch. Und wir bei euch auch. [winkk]
Unser Derby bei euch war jetzt auch nicht so prickelnd.
Ich freu mich auf jedenfall aufs Rückspiel. Hessenpokal muss ich aus lasssen.
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Auch bei uns ist es so, das die Gesänge oft monoton sind und sehr Ultra bezogen, trotzdem haben auch gerade die Ultras viele Sing Sangs in die Kurve gebracht die heute jeder singt. Und gerade bei Niederlagen ist es bei uns heute nur noch eine kleine Gruppe die weiter singt!
Das ist falsch. Bei der 0:3 Heimpleite gegen Nürnberg sang der ganze C-Block:
Das beste war die Stimmung so ca. ab der 70-80 Minute - Deutscher Fußball Meister SVB - Karneval bei Bayer - und ihr wollt gegen Barca spielen - und als wir dachten "das kann man nicht mehr toppen - kamen die Versuche zur Welle - welche aber bei F stoppte. Auch toll waren die "gegen Nürnberg kann man mal verlieren" Gesänge. Danach folgten "Robin Dutt du bist der beste mann" oder so Klassiker " Oh - wie ist das schön ... " sowie "einer geht noch, einer geht noch rein"
Als Highlight kamen dann noch vereinzelte "wir woll ein Uffta" Gesänge, was dann aber schnell von "Wir wollen die Mannschaft sehn" abgelöst wurde - danach wurde gesungen "wir wolln den Trainer sehn" - da der auch nicht kam ... ging man dann halt nach Hause.
Die Chorprobe ist gelungen - nur von einem Fußballspiel hat man nicht wirklich was mitbekommen...
Schöne Weihnachten .... was ein Sch....
http://www.werkself.de/board3-bayer-04-leverkusen/board4-bayer-04-leverkusen-stammtisch/32136-17-spieltag-bayer-04-leverkusen-1-fc-n-rnberg-samstag-17-12-2011-15-30-bayarena/index24.html
Der grosse Teil (siehe gestern) pfeifft die Mannschaft sogar bei einem Sieg aus. Was nun besser ist kann sich jeder selbst ausmalen.
Horschti
Naja, jetzt vermischt du einiges. Die Pfiffe erzählen quasi eine Vorgeschichte. Hier wurde mit dem Mundwerk viel erzählt und bis dato nur sehr wenig bis gar nichts gehalten. Die gesamte Saison besteht aus unglaublichen Schwankungen in einem Spiel, eine Halbzeit mal stabil anschliessend dreissig Minuten wie ein Absteiger. Die Fans haben ein feines Gespür - sie merken bei Bayer stimmt etwas nicht und der der die Probleme lösen soll löst sie nicht.
Nebenbei: der Herr Dutt feiert morgen seinen 47.Geburtstag...
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Sonntags nachmittag am PC, viele User- keine Meinung das ist Werkself.de [vogeel]
Horschti
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ich finde es sehr komisch, dass einer mit Megaphon am Zaun was vorsingt, wenn man es wenigstens aus dem Block machen würde, sonst seh ich auch eher dass die viel für ihren Verein tun, allerdings nach ihrer Interpretation, in Liga 3 fallen die halt auf weil es die einzigen sind die hin gehen (auswärts), wem macht supporten noch Spaß wenn man ständig von Handys gefimt wird, fehlt nur noch ne Kiss Cam
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ich finde es sehr komisch, dass einer mit Megaphon am Zaun was vorsingt, wenn man es wenigstens aus dem Block machen würde, sonst seh ich auch eher dass die viel für ihren Verein tun, allerdings nach ihrer Interpretation, in Liga 3 fallen die halt auf weil es die einzigen sind die hin gehen (auswärts), wem macht supporten noch Spaß wenn man ständig von Handys gefimt wird, fehlt nur noch ne Kiss Cam
Die meisten haben doch nur noch auswärts ein Megaphone, ansonsten geht es über die Stadionbeschallung. Und wie will man ein Spiel verfolgen wenn man entweder mit dem Rücken zum Spiel steht oder ununterbrochen den Capo beobachtet? Das spielbezogene fehlt einfach. Neulich hat der Typ von 11 Freunde in irgendeiner Doku mal genau das Richtige in dieser Art gesagt.
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Mein Eindruck: Ultras, die sich ja per Definition der Tradition verpflichtet fühlen, meinen nur ihre eigene Tradition, nicht die des Fussballs und die der vielen anderen Fans.
Bei uns ist das anders.
WIE KANNST DU ES WAGEN !?! [kicher]
Irre, oder?
(http://www.uf97.de/galerie/0910/02_nuernberg/001.jpg)
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[lachgrün]
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ich finde es sehr komisch, dass einer mit Megaphon am Zaun was vorsingt, wenn man es wenigstens aus dem Block machen würde, sonst seh ich auch eher dass die viel für ihren Verein tun, allerdings nach ihrer Interpretation, in Liga 3 fallen die halt auf weil es die einzigen sind die hin gehen (auswärts), wem macht supporten noch Spaß wenn man ständig von Handys gefimt wird, fehlt nur noch ne Kiss Cam
Die meisten haben doch nur noch auswärts ein Megaphone, ansonsten geht es über die Stadionbeschallung. Und wie will man ein Spiel verfolgen wenn man entweder mit dem Rücken zum Spiel steht oder ununterbrochen den Capo beobachtet? Das spielbezogene fehlt einfach. Neulich hat der Typ von 11 Freunde in irgendeiner Doku mal genau das Richtige in dieser Art gesagt.
naja wenn auch mal andere ein Spiel " leiten " dürften fänd ichs vielleicht sogar lustig, so find ich siehts wie ne Herde aus anstatt ner Horde, gut war Orange Chaos beim KSC ;)
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ich glaub der 11 Freunde-Artikel hieß "der dressierte Fanblock" und war nicht schlecht geschrieben.Allerdings hagelte es in der darauffolgenden Ausgabe natürlich Leserbriefe (vornehmlich von Ultras)die sich falsch dargestellt sahen.
Mir kommts beim Support auf Spontanität und Witz an.Ich will einfach auch mal auf eine Spielsituation reagieren können und eben nicht monoton der Herde mitblöken. Aber da gehts sicher vielen so....
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[nik]
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ich glaub der 11 Freunde-Artikel hieß "der dressierte Fanblock" und war nicht schlecht geschrieben.Allerdings hagelte es in der darauffolgenden Ausgabe natürlich Leserbriefe (vornehmlich von Ultras)die sich falsch dargestellt sahen.
Mir kommts beim Support auf Spontanität und Witz an.Ich will einfach auch mal auf eine Spielsituation reagieren können und eben nicht monoton der Herde mitblöken. Aber da gehts sicher vielen so....
Genau was du da ausdrückst ist das was ich meine. Kann man den Artikel irgendwo online lesen?
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Bin nicht ganz sicher, ob es der hier http://www.11freunde.de/ballkultur/101471 (http://www.11freunde.de/ballkultur/101471) war.
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Der dressierte Fanblock (11 Freunde Artikel)
Am sechsten Spieltag der 2. Liga verlor der 1. FC Nürnberg sein Heimspiel gegen den MSV Duisburg sang- und klanglos mit 0:1 und rutschte auf den 14. Tabellenplatz ab. Das Gegentor fiel bereits in der 23. Minute, anschließend ging nicht mehr viel zusammen. Nun hat es in der Vergangenheit bereits Spiele gegeben, in denen Heimmannschaften einen solchen Rückstand noch gedreht haben, mit eigener Leidenschaft und der Unterstützung des Publikums. Nicht so jedoch an diesem Abend in Nürnberg, denn die Ultras in der Nordkurve des Frankenstadions schienen wenig interessiert am Treiben auf dem grünen Rasen. Sie schwiegen zu Spielbeginn zunächst 20 Minuten lang und sangen dann bis zum Abpfiff eine einschläfernde Endlosmelodie – als Protest gegen die Montagsspiele im DSF und fanfeindliche Anstoßzeiten.
Vielleicht nur eine Momentaufnahme. Vielleicht aber auch ein weiterer Beleg für die Vermutung, dass die Fankultur in deutschen Stadien inzwischen ziemlich auf den Hund gekommen ist. Denn der deprimierende Abend in Nürnberg zeigte exemplarisch, wie weit sich der Support in vielen Kurven bereits vom ursprünglichen Sinn und Zweck eines Fanblocks entfernt hat, nämlich die Mannschaft zu unterstützen, der viel beschworene 12. Mann zu sein. Und vielleicht noch schlimmer: Von der Wildheit, der Anarchie, der Spontaneität, die die Fanblöcke über Jahrzehnte hinweg auszeichneten, ist im Herbst 2008 nicht mehr viel übrig geblieben. Stattdessen trifft sich jeden Samstag auf den Stehrängen ein gut gedrillter Männerchor und wartet auf seinen Dirigenten. Staatsoper statt Punkrock.
Natürlich hat diese Entwicklung viele Ursachen. Sie hat zu tun mit den antiseptischen Stadien, in denen Profifußball heutzutage stattfindet. Und auch die Klubs haben dazu beigetragen, weil sie immer noch nicht begreifen wollen, dass Fußball kein Musical ist, kein Starlight Express auf grünem Rasen. Und trotzdem: Schuld an der Misere sind nicht nur der moderne Fußball, der verdammte Polizeistaat und skrupellose Vereine, sondern eben auch jene, die einmal antraten, um die Fankultur zu retten: die Ultras.
Doch der Reihe nach: Es ist noch nicht allzu lange her, da orientierten sich deutsche Anhänger auf der Suche nach Inspiration traditionell nordwestlich, die britische "terraces" waren das Vorbild hiesiger Fankurven. Bis zur Mitte der 90er Jahre setzten sich Moden, die der "Kop" in Liverpool oder Chelseas "Shed End" vorlebten, mit Verzögerung auch in Hamburg, Düsseldorf und Nürnberg durch. Wie binde ich meinen Schal, welche Lieder singe ich, wie schaue ich Fußball, das das schauten sich die deutschen Kurven seit den 60er Jahren vorwiegend von den englischen Lads ab. Vor allen aber importierten sie das egalitäre Prinzip, dass im Fanblock keine Anführer gewählt werden, alle waren gleichberechtigt und gleichverantwortlich für die Unterstützung des Klubs. Fiel jemandem etwas Witziges ein, rief er es. Wenn er Glück hatte, fanden andere das ebenso lustig und am Ende brüllte es die ganze Kurve. So lief es früher.
Seit 1997 jedoch haben sich die Verhältnisse radikal geändert. Begünstigt durch den langsamen Nidergang der englischen Fankultur, befeuert aber vor allem durch die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs, entdeckten deutsche Anhänger die italienische "Curva" als neues Vorbild. Die Ultras in Rom, Neapel, Livorno hatten mit dem traditionellen Bild der eher statischen deutschen Kurven wenig gemein. Waren die Fanblöcke hierzulande eine bunte Mischung unterschiedlicher Fanklubs und Einzelpersonen, präsendtierten sich die italienischen Anhänger schon damals als homogene, hierarchisch organisierte und von sogenannten "Capos" geführte Großgruppen, die im Fanblock nicht nur sangen und klatschten, sondern auch gerne auch mal kollektiv unterhakten und quer durch den Block schunkelten. Und was den deutschen Fans vielleicht noch mer imponierte: Viele italienische Kurven waren autonom und wurden von den Ultras selbst verwaltet, in Deutschland, dem Land der Fahnenpässe, eine überaus verlockende Vorstellung.
So befremdlich die neue Kultur auf alteingesessene Anhänger wirken mochte, der Siegeszug der Ultras schien zunächst die logische, einzige mögliche Reaktion der Fans auf eine zunehmend kommerzialisierte und restriktive Fußballwelt zu sein. Denn Vereine und Polizei hatten in den Jahren zuvor jede nur erdenkliche Anstrengung unternommen, um die aktiven Fans den Aufenthalt im Stadion gründlich zu verleiden. Lückenlose Überwachung durch unzählige Kameras, willkürliche Stadionverbote, brachiale Dauerbeschallung mit Rummelplatzmusik, die jedes Einsingen vor dem Spiel verhinderte, Fahnenpässe, flächendeckende Verkleinerung der Stehplatzareale, man könnte noch zwei, drei Stunden so fortfahren ohne sich zu wiederholen.
Dagegen setzten die Ultras ein selbstbewusstes Zeichen. Wollten fortan nicht mehr diejenigen sein, die freudig mitsingen, wenn die Stadionregie "I will survive" von der Hermes House Band durchs Stadion dröhnen ließ. Und wollten sich abgrenzen, von jenen, die getrieen in den nächsten Fanshop rennen, wenn der eigene Klub die siebte Away-Kollektion der laufenden Saision herausgebracht hatte. Stattdessen formulierten die Ultras einen Frontalangriff auf die bestehenden Zustände: Wir sind der Verein. Spieler kommen und gehen, Vorstände demissionieren, wir Anhänger jedoch stehen ein Leben lang zum Verein. Das war zwar ziemlich pathetisch formuliert, traf aber den Nerv vieler frustierter Anhänger. Denn damit gingen die Ultras noch einen Schritt weiter als die Fanzine-Generation, die Anfang der 90er Jahre mit ihrem Kampf gegen Versitzplatzung un den Rassismus auf den Rängen den Diskurs in den Stadien dominiert hatte.
Ausgehend vom Frankfurter Waldstadion, wo sich 1997 mit den "Ultras Frankfurt" die erste ernstzunehmende deutsche Ultragruppe gründete, schossen in den Folgejahren in nahezu allen großen Stadien der Republik Gruppen nach italienischem Vorbild aus dem Boden und übernahmen in Windeseile die Lufthoheit in den meisten Kurven. Manch eher traditionell gesinnte Fanklub beäugte die neue Mode zwar kritisch, die überkommene Kuttenkultur mit ihren Fanklubs hatte dem Korpsgeist, dem Gestaltungswillen und dem Bewegungsdrang der Ultras aber wenig entgegenzusetzen. Wie altmodisch wirkten Jeanskutten und Aufnhäher gegen die dynamische und smarte Ultraskultur.
Zumal nun vorher nicht Gesehenes auf den Rängen passierte. Wo es früher oft nicht einmal Haupttribüne und Kurve hinbekamen, den Heimatverein einigermaßen einstimmig anzufeuern, warfen sich plötzlich die tribünen perfekt getimte Wechselgesänge zu, hüpfte ein ganzer Fanblock im Wiegeschritt und sangen die Fans gar mehrstrophige Lieder, wo der Anhang früher schon beim ersten Relativsatz dezent ins Schwitzen kam. Das war neu und aufregend und die einzige Frage, die sich Anhänger in den ersten Jahren stellten, war folgende: Warum haben wir das eigentlich nicht schon immer so gemacht?
Doch was zunächst daher kam wie ein offenes System, wie ein verlockenedes Angebot an die Fans aller Couleur, mehr zu tun als nur zu singen und in die Hände zu klatschen, ist inzwischen weitgehend erstarrt, in strengen Hierarchien, merkwürdigen Ritualen, kindischen Diebstählen und jenem viel beschworenen Kampf "gegen den modernen Fußball", der für so ziemlich alles verantwortlich gemacht wird, was seit Fritz Walter im deutschen Fußball schief gelaufen ist.
Das Elend der Ultra-Kultur versinnbildlicht dabei der Vorsänger. Jener Fan, der auf dem Zaun sitzt, dem Spielfeld den Rücken kehrt und mit Megaphon in der Hand den nächsten Song anstimmt. 90 Minuten lang brüllt er heisere Kommandos ins Sprachrohr, ohne Pause, ohne Unterlass. Man muss den Vorsängern nichts Böses wollen, jeder für sich ist sicher ein integrer Bursche und altgedienter Veteran, um festzustellen, wie fatal dieses Cheerleading vom Zaun herab auf den Fanblock wirkt. Denn es macht aus aktiven Fans willige Vollstrecker. esungen wird nur noch das, was dem Vorsänger gerade einfällt, spontane Zwischenrufe haben eintgegen allen Beteuerungen kaum noch eine Chance, schleichend haben sich so Witz und Anarchie aus den Kurven verabschiedet, die Fanbläcke entmündigen sich selbst. oder wie es das Stuttgarter Commando Cannstatt vielleicht ungewollt totalitär formuliert:"Eine der Grundeinstellungen sollte es sein, dass man seine eigenen Interessen immer hinter die der Kurve und der Gruppe stellt."
Und:" Die Wege der Gruppe sind auch die eigenen Wege."
Nun gibt es ja durchaus ein paar plausible Argumente für die Animateure auf dem Zaun. Zum Beispiel, dass sich ein tausendköpfiger Block durch einen Vorsänger leichter dazu bringen lässt, zur gleichen Zeit ein Lied anzustimmen anstatt an vier Stellen gleichzeitig ganz unterschiedliche Songs. Der Preis bleibt dennoch deutlich zu hoch: Denn der Support ist zweifellos lauter geworden und optisch beeindruckender, zugleich aber auch ausrechenbarer und mitunter entsetzlich langweilig.
Was auch daran liegt, dass viele Ultras kaum noch aufs Spielfeld schauen, weil es au den Rängen viel zu viel zu tun gibt. Hüpfen, klatschen, unterhaken, ein schweißtreibender Vollzeitjob. Nun ist gegen den Support mit Händen und Füßen prinzipiell nichts einzuwenden, nur haben sich die Anhänger stillschweigend vom einstigen Selbstverständnis jedes Fanblocks verabschiedet, ein teil des Spiels sein zu wollen. Nicht selten spulen Ultras gänzlich unabhängig vom Spielverlauf ihr Programm herunter und lassen sich, polemisch formuliert, nur ausnahmsweise und höchst ungern von toren unterbrechen.
Anschließend geht es möglichst fix weiter im eigenen Programm. Sie hecheln dabei einem merkwürdigen ideal hinterher, nämlich dem des 90-minütgien Dauersupports, der vermeintlich maximalen Unterstützung des teams, die bei Licht besehen allerdings genau das Gegenteil ist. Denn woran erkennt man ein gutes Publikum? Muss es tatsächlich zwanghaft 90 Minuten lang lärmen, völlig wurscht, ob das eigene team gerade stürmt oder an der Mittellinie Rasenschach aufführt= Nein, ein gutes Publikum ist fachkundig und leidenschaftlich, es honoriert Einsatz, Kampfesmut und Spielwitz, es bejubelt tore und leidet mit, wenn auf dem Rasen nichts zusammenläuft. Ein gutes Publikum darf sich auch die Seele aus dem Leib pfeifen, wenn die Spieler lustlos übers Feld schleichen.
Stattdessen aber kultivieren viele Ultras einen merkwürdigen Leistungsgedanken. Das beginnt bei den Choreografien vor dem Spiel, die inzwischen längst zu uninspirierten Materialschlachten verkommen sind. Wenn wieder einmal das halbe Stadion Papptafeln hochhalten muss, während die Kurve ein martialisches Spruchband präsentiert, ist das auch nicht viel kreativer als eine nordkoreanische Aufführung anlässlich des Geburtstags des großen Führers Kim Jong Il. Was viele Ultras nicht zu stören scheint, denn kaum etwas findet solche Resonanz in der Szene wie die immer gleichen Bilder von Papptafeln, Doppelhaltern und bunten Girlanden. Kaum einem Ultra-Aktivisten fällt dabei auf, wie die Jagd nach immer bombastischeren Aufführungen die Kritik am Showbusiness Fußball konterkariert. So wortmächtig man nämlich gegen die klebrige Inszenierung des Profifußballs als bonbonfarbenes Event für zahlungskräftige Mittelstandsfamilien wettert, so leidenschaftlich produziert man selbst die atmosphärischen Bilder für die Anmoderation der Premierekonferenz. Schon Frankfurt-Ultra Adorno wusste. Das richtige Leben im falschen ist manchmal nicht so einfach.
Ähnlich verhält es sich mit dem Liedgut. Auch hier jagen viele Ultra-Szenen nach immer neuen, immer komplexeren Songs, die Eindruck bei den Gegnern schinden sollen. Kurven, die nicht alle zwei, drei Monate ihr Repertoire grundlegend überarbeiten, gelten schnell als rettungslos altmodisch. Manisch wird deshalb das Archiv der Plattform "Youtube" nach neuen Melodien ausländischer Szenen durchforstet . Als etwa die Ultras aus Pisa im Frühling den guten, alten Kaoma-Hit "Lambada" für die Kurve adaptierten, starteten die deutschen Szenen ein regelrechtes Rennen um die Erstveröffentlichung im deutschsprachigen Raum. Inzwischen wird das Stringtanga-Lied in Frankfurt, Hannover, Wien und Karlsruhe gesungen. Dass ständig neue, immer komplexere Lieder gesungen werden müssen, hat allerdings den unschönen Effekt, dass oftmals nur der harte Kern der Szene, der die Lieder zuvor gelernt hat, auch wirklich mitsingt (wobei allerdings mindestens die Hälfte des harten Kerns damit beschäftigt ist, die andere Hälfte des harten Kerns mit Fotohandy abzufilmen). Bis jedoch auch andere Anhänger text und Melodiefolge so weit verinnerlicht haben, dass sie ohne zu zögern einstimmen, ist das Lied oft schon längst wieder aus der Mode. Das faszinierende Schauspiel, wenn ein Choral der Fankurve auf das ganze Stadion übergreift, so dass die Opas mit Gehhilfe auf der Haupttribüne und die Jungspunde aus dem Fanblock das Gleiche brüllen und das Gleiche fühlen, wird so immer seltener und kommt eigentlich nur noch vor, wenn die Fankurve einen Gesang der Kategorie "Oldschool" anstimmt, auch wenn der weder vierstrophig noch in Deutschland einzigartig ist.
Die Schuld an der daraus resultierenden Spaltung der Fanblöcke in trällernde Ultras un den schweigenden Rest geben die aktiven Fans oft voreilig den Umstehenden, exemplarisch formuliert von den Ultras Wuppertal:" Leute, die ihr Maul nicht aufkriegen und nur dumm rumstehen, können auf der Nord bleiben!"
Ultras sind im Gegenzug für die Entwicklung der letzten Jahre schon häufiger hart angegangen worden. Kaum ein Vereinsforum, in dem nicht schon mehrfach und sehr engagiert über die Rolle der Ultra-Szene, die Vorsänger und das Liedgut gestritten wurde. So kritisierte etwa ein Gladbacher nach dem rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln die eigenen Ultras:" Die meisten der neueren Liedchen singen wir in einer tonlage, als wären sie eigens für Loriots Hund "Wum" aus "Der große Preis" kreiert worden. Laustärke? Null!" Nicht ganz zu Unrecht beklagen sich Ultras allerdings, dass solche Kritik nur anonym in Fanforen gepostet wird, selten sprechen Ultras und eher traditionelle Anhänger so intensiv wie gerade in Mönchengladbach. "Bei uns ist insbesondere die noch immer starke Kuttenszene und die aufkommende kleine Ultraszene sehr eng miteinander verwoben und esonders an Spieltagen ständig mitenander im Austausch", sagt Fanbetreuer thomas Weinmann. In der Regel wird in solchen Diskussionen aber ohnehin konsequent übersehen, dass es letztendlich um etwas viel Gundsätzlicheres geht als um den mauen Support am letzten Samstag, nämlich um das Selbstverständnis der Fans.
Nun ist es ja so, dass der heutige Profifußball für jeden Fan, ganz egal ob Kuttenträger, Normalo oder Ultra, mitunter nur sehr schwer zu ertragen ist. All die falschen Emotionen auf dem Platz, der Super-Sonntag im DSF, wenn doch nur Wolfsburg gegen Bochum kickt, Reinhold Beckmann, horrende Eintrittspreise, die absurden Gehälter der Spieler und bis zur Unkenntlichkeit zerpflückte Spielpläne - eigentlich ist es fastein Wunder, dass immer noch so viele Leute zum Fußball gehen. Nur, wie kann ein Fan auf all das reagieren? Viele traditionelle Anhänger haben sich angepasst, sitzen brav auf ihren Schalensitzen, schwenken Gratisfähnchen und halten es für den Gipfel der Ekstase, wenn die Welle durchs Stadion schwappt. Andere Fans ertragen den Event im Stadion, die debilen Maskottchen, bizarre Gewinnspiele und das Karachometer mit einer Mischung aus Ohnmacht und der grimmigen Zuversicht, dass der Fußball in seinem Innersten unzerstörbar ist. Was bleibt ihnen auch übrig? Die Alternative heißt, daheim zu bleiben oder auf die Verbandsliga auszuweichen.
Die Ultras hingegen haben aus der Kommerzialisierung und Entfremdung zwischen Spielern und Anhängern eine zweitaus radikalere Konsequenz gezogen. Wenn der Verein nicht dafür sorgt, so die weit verbreitete Auffassung, dann sind wir fortan die Gralshüter von tradition, Ruhm und Identität des Klubs. Das war zunächst prinzipiell kein verkehrter Ansazt, waren doch viele Vereine in der Vergangenheit bereit dazu, auch noch das letzte tafelsilber aus den Vereinsvitrinen zu verhökern, wenn es nur genügend Profit versprach.
Nichts schien sakrosankt, nicht die Wappen, nicht die Namen, nicht die Vereinsfarben, nicht die Stadien. Und es ist nur dem entschiedenen gemeinschaftlichen Kampf der Anhänger zu verdanken, dass es in Deutschland im Gegensatz etwa zur englischen Premiere League noch große Stehplatzareale zumindest für die Heimfans gibt, dass es trotz mancher Preiserhöhung immer noch erschwingliche tickets gibt und dass sich die meisten Klubs nicht trauen würden, verkokste Designer an den Vereinswappen herumfummeln zu lassen.
Mehr und mehr allerdings haben sich viele Ultras in den letzten Jahren davon verabschiedet, in der Fanszene nach gemeinsamen Positionen aller Gruppen zu suchen und sich stattdessen in eine bisweilen schwer nachzuvollziehende Orthodoxie zurückgezogen. Im gebestmühlenartig vorgetragenen Allgemeinplatz "Gegen den modernen Fußball" wird seither all das vermengt, was nur bedingt zusammengehört: die Geldgier vieler Vereine, die oft willkürlichen Stadionverbote und Schikanen der Polizei, aber eben auch die unverhohlene Abneigung gegen die Zuschauer auf den anderen tribünen, die mit dem Ultra-Gedanken eher wenig anfangen können und damit aus der Perspektive vieler aktiver Fans zwangsläufig nur charakterschwache Erfolgsfans sein können. Die eigentlich ziemlich banale Erkenntnis, dass es seit jeher ganz unterschiedliche Formen des Fußballguckens gibt, wird ausgeblendet.
Und so haben sich die Ultra-Szenen in vielen Stadien zu geschlossenen Systemen entwickelt, mit Probezeit und Gewissensprüfung. Oder eben so:" Man beschloss, die Aktivposten der Untergruppe mit in die Hauptgruppe zu integrieren und den Rest der Untergruppe zunächst unorganisiert zu lassen, mit der Perspektive, bei entsprechendem Engagement aufgenommen zu werden." Kein Strategiepapaier einer Geheimloge, sondern verfasst von den Ultras Regensburg, die damit nur besonders bürokratisch das elitäre Bewusstsein vieler Ultra-Gruppen formulierten. Optiscdh auffälligstes Zeichen dieses Rückzugs aus den offenen Strukturen des Fanblocks ist der Autonomen-Chic, der derzeit in den Szenen grassiert. Nur ein Beispiel unter vielen: Als Ende Oktober der 1. FC Kaiserslautern bei Rot-Weiß Oberhausen gastierte, sprangen reihenweise ganz in schwarz gekleidete junge Herren aus den Zügen und marschierten geschlossen durch den Bahnhofstunnel zu den Bussen, der schwarze Block am Niederrhein.
"Es fällt auf, dass sich allenthalber Aussehen udn Auftreten der Ultras immer ähnlicher werden", schreiben aktive Fans des tSV 1860 München. Und mehr noch: "Neue Ideen scheine rar gesät; und was als Epigone einer fremdartigen Fankultur ins Leben trat, lebt zwangsläufig von bloßer Nachahmung anderer. Dass regionale Unterschiede mehr und mehr verblassen, ist ein Vorgang, den man bedauern sollte."
Stellt sich also die Frage nach der Perspektive der Ultra-Kultur in den deutschen Kurven. Natürlich gibt es kein Zurück mehr zum statischen Support der 80er Jahre. Aber wenn die Ultras mehr sein wollen als eine elitäre Gruppe, die sich jeden Samstag vergeblich darum bemüht, die umstehenden Anhänger im Fanblock für den Support zu begeistern, dann werden sie verstehen müssen, dass eine lebendige Fankultur nicht durch straffe Organisation entsteht, sondern durch die Kreativität jedes Einzelnen. Sie werden begreifen müssen, dass das wahre leben nicht auf Youtube stattfindet, sondern im Stadion. Und dass ein Fanblock keine Dirigenten braucht, um gemeinsam zu singen. Er kommt sehr gut alleine zurecht
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kann den Artikel mal jemand zusammen fassen [dummdidum]
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kann den Artikel mal jemand zusammen fassen [dummdidum]
Alle ULTRAS sind scheiße!
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kann den Artikel mal jemand zusammen fassen [dummdidum]
Alle ULTRAS sind scheiße!
zu pauschal..
Horschti
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kann den Artikel mal jemand zusammen fassen [dummdidum]
Alle ULTRAS sind scheiße!
zu pauschal..
Horschti
Okay, eure Ultras sind scheiße.
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Wie gesagt, ich sage ja nicht, dass alles Gold ist was glänzt an der Ultraszene. Aber die Aussage, dass es den Ultras vollkommen egal ist, was auf dem Feld passiert, ist in meinen Augen eine Frechheit! Es mag - vor allem junge - Leute geben, die hauptsächlich wegen der Faszination Ultra in das Stadion kommen und wirklich dem Bild entsprechen, was hier teilweise gezeichnet wird, entsprechen. Aber diese sind mit Sicherheit in der Minderheit. Der Großteil, vor allem die Führungsleute, die seit Jahren dabei sind und heute um die 30 Jahre alt sind, ist in erster Linie mal Fan seines Vereines und macht die ganze Sache für eben diesen.
Natürlich sind die Geschmäcker verschieden, was den Support angeht, aber ich finde es ehrlich gestanden eine Frechheit, jemandem, der diesen nicht nach den eigenen Vorstellungen angeht, die Liebe zum Verein abzusprechen. Dass den Ultras sehr wohl der Vereinserfolg nahe geht, zeigen doch zig Situationen. Spieler werden nach großen Erfolgen nach der Ankunft zu Hause empfangen, genauso gibt es Reaktionen auf Negativerlebnisse. Nehmen wir doch die - sicherlich absolut nicht positiv zu sehenden - Platzstürme von Hertha kurz vor dem Abstieg oder von Nürnberg jetzt im Pokal gegen Fürth. Das waren doch absolute Ausbrüche von Emotion und Wut nach einer schmerzenden Niederlage. Und da braucht mir keiner erzählen, dass das irgendwelches "Riot-Gepose" war. Eben gerade nicht. Wäre es das gewesen, wären die Leute vermummt und organisiert auf den Platz gestürmt. Sie sind aber in einem spontanen Ausdruck von Wut diesen - sicherlich falschen - Weg gegangen, wobei ihre Gesichter von zig Kameras gefilmt wurden. Weil sie in voller Emotion bei der Sache sind.
Wer sind denn die Zugpferde, wenn es in Vereinen große Aktionen gibt heutzutage? Mit wenigen Ausnahmen geht da alles von Ultras aus, z.B. Zwickau vor nicht allzu langer Zeit.
Ich könnte jetzt genauso dagegenhalten, dass es für die Spieler hemmend wirkt, wenn ihnen jemand "in den Arsch tritt" oder sie auspfeifft, um ihnen "Feuer unter dem Arsch" zu machen. Nach meiner Pädagogik ist es da sinnvoller, das Gefühl zu haben, jemand steht auch an einem schlechten Tag hinter mir und unterstützt mich, das pusht mich noch mehr, weil ich will den nicht enttäuschen. Aber das sind grundsätzlich verschiedene Weltanschauungen. Aber wo ist das Problem? Wenn die Leute wollen, dann findet man ein Gemeinsam von Jung und Alt, aber dazu muss jeder wenigstens versuchen, den anderen zu verstehen.
Und den Vorwurf, dass die Szenen in allen Stadien gleich sind, brauchen sich die Ultras von ihrer Vorgängergeneration m.E. wirklich nicht gefallen lassen. Auch Jeanskutte und "Hurra, hurra die xy sind da" ist auch nicht gerade ein Kreativitätsfeuerwerk.
Wie gesagt, ich verurteile keinen anderen Supportstil und ich kann auch einem Block, der mit 50-60 Leuten im Oldschool-Stil durch die Weltgeschichte pöbelt und "schlachtruft" etwas abgewinnen. Jeder sollte im Stadion die Freiheiten haben, sein Fansein auf seine Weise auszuüben. Als Ultra, als Hool, als Suffi, als Kutte, als Zuschauer und von mir aus auch als Konsument. Aber jeder sollte auch den Lebensraum des anderen respektieren. Denn ein Ziel ist allen gleich. Der Sieg der eigenen Mannschaft.
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Dein Ansinnen ist aller Ehren wert, und 99% deiner Ansichten zur Sache teile ich.
Aber hier könntest du auch versuchen, einen Kickers-Fan zur SGE zu bekehren. Das wäre genau so zum Scheitern verurteilt.
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Bei unserer, im Vergleich überschaubaren Fanszene, ist es so, dass bspw. auswärts nur bei den Highlights ein gemeinsamer Support stattfindet, unabhängig davon, was jeder im Block gerade darstellt. Auch zu Hause gibt es zwar die räumliche Trennung, aber die Stimmung ist durch das neue Stadion doch schon erheblich besser geworden.
Auswärts auf den "Dörfern" findet dann immer eine räumliche Trennung statt, ist sicher bei anderen Fanszenen ähnlich. Irgendwie auch logisch, dass mit 300 Leuten auf dem Sportplatz recht wenig rüberkommt, mit über 4.000 in einem WM-Stadion macht das naturgemäss mehr Spaß.
Beide "Seiten" zeigen also durchaus Kompromissbereitschaft, aber richtig warm miteinander wird man sicher auch zukünftig nicht. Muss ja auch nicht sein, wenn alle damit zufrieden sind.
Die große Fanszene, die sich in allem einig ist, wird es doch kaum geben, oder?
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Dein Ansinnen ist aller Ehren wert, und 99% deiner Ansichten zur Sache teile ich.
Aber hier könntest du auch versuchen, einen Kickers-Fan zur SGE zu bekehren. Das wäre genau so zum Scheitern verurteilt.
Ist es schlimm wenn Menschen von der "modernen Meinung" abweichen?
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Bei unserer, im Vergleich überschaubaren Fanszene, ist es so, dass bspw. auswärts nur bei den Highlights ein gemeinsamer Support stattfindet, unabhängig davon, was jeder im Block gerade darstellt. Auch zu Hause gibt es zwar die räumliche Trennung, aber die Stimmung ist durch das neue Stadion doch schon erheblich besser geworden.
Auswärts auf den "Dörfern" findet dann immer eine räumliche Trennung statt, ist sicher bei anderen Fanszenen ähnlich. Irgendwie auch logisch, dass mit 300 Leuten auf dem Sportplatz recht wenig rüberkommt, mit über 4.000 in einem WM-Stadion macht das naturgemäss mehr Spaß.
Beide "Seiten" zeigen also durchaus Kompromissbereitschaft, aber richtig warm miteinander wird man sicher auch zukünftig nicht. Muss ja auch nicht sein, wenn alle damit zufrieden sind.
Die große Fanszene, die sich in allem einig ist, wird es doch kaum geben, oder?
Ich spreche ja nicht von "in allem einig sein", sondern von "sich gegenseitig respektieren und im entscheidenden Moment zusammenhalten". Und das erreicht man sicherlich nicht dadurch, indem man sich gegenseitig die Vereinsidentifikation abspricht. Ich finde gerade von den verschiedenen Ansichten lebt eine Szene, aber ich find halt so pauschale Verurteilungen, wie sie hier teilweise kommen, ziemlich bescheiden...
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Dein Ansinnen ist aller Ehren wert, und 99% deiner Ansichten zur Sache teile ich.
Aber hier könntest du auch versuchen, einen Kickers-Fan zur SGE zu bekehren. Das wäre genau so zum Scheitern verurteilt.
Ist es schlimm wenn Menschen von der "modernen Meinung" abweichen?
Nein. Die undifferenzierte Wahrnehmung finde ich doof.
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Jeder nimmt etwas war wie er es empfindet.