Fussballstammtisch
Fussballstammtisch => 1. Bundesliga => Thema gestartet von: Letterman am 13. Oktober 2014, 12:57:33
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Heidel: Bundesliga gefährdet
Manager Christian Heidel vom FSV Mainz 05 sieht die Attraktivität der Bundesliga durch das Aufkommen fremdfinanzierter Klubs wie 1899 Hoffenheim und RB Leipzig gefährdet.
"Die Bundesliga wird sich dann verändern und irgendwann eventuell nicht mehr so funktionieren wie heute", sagte der 51-Jährige dem "kicker": "Ich weiß nicht, ob Ingolstadt gegen Hoffenheim das Land elektrisiert."
Heidel prangert vor allem an, dass andere Klubs für die Emporkömmlinge weichen müssen.
"Und warum? Weil wir unsere Ausgaben durch Einnahmen aus dem Fußballgeschäft decken müssen. Eine Region verliert dann ihren Klub, weil plötzlich Klubs erfunden werden, wo die Ausgabenseite nur Papier ist, das keiner lesen muss", äußerte der Manager: "Am liebsten wäre es mir, wenn die Investoren alle zu Bayern München gehen. Die sind ohnehin kilometerweit weg."
sport 1
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Sehr gutes Statement !
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Wie immer top von Heidel. Gibt es eigentlich in Europas Ligen auch andere Projekte, die so aufgezogen sind, ohne einen Traditionsverein?
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So ähnlich (http://de.wikipedia.org/wiki/Milton_Keynes_Dons) zumindest.
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wusste ich gar nicht, dass das der Nachfolgeverein vom FC Wimbledon war. Sehr interessant.
Der neue Schalke Coach ist ja m.E. mit denen aufgestiegen.
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Red Bull Salzburg z.B. :-)
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Pasching in Östererreich wurde auch mal so ähnlich aufgezogen und spielten sogar eine Saison im EC Cup (gegen Bremen glaub ich), jetzt sind sie nach dem Rückzug des Sponsors nur noch in der RL, jedoch werden finanziell durch RB unterstützt.
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Mir ging es mehr um die großen Fußball-Länder. Frankreich, England, Italien und Co. ....
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Mir ging es mehr um die großen Fußball-Länder. Frankreich, England, Italien und Co. ....
FC Chelski, Man City fallen mir da spontan von der Insel ein.
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Das sind aber beides Traditionsklubs mit Investor.
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Kuntz fordert Hilfe aus Bundesliga
Vorstandsboss Stefan Kuntz vom 1. FC Kaiserslautern hat in der Diskussion über die Retortenvereine die "meckernden Traditionsklubs" aus der Bundesliga in die Pflicht genommen.
Es hindere sie doch niemand daran, "den Zweitliga-Traditionsklubs zu helfen, damit man wieder hochkommt", sagte Kuntz beim Sponsors Clubmanager Summit 2014 in Leverkusen.
Dem Europameister von 1996 geht es dabei nicht darum, dass die Bundesligisten Löcher stopfen sollen, "die manche Zweitligisten durch schlechtes Wirtschaften reißen".
Sondern vielmehr um "eine umfassendere Unterstützung, die über das Ausleihen des ein oder anderen Spielers" hinausgehe.
Der 51-jährige Kuntz hatte durchaus auch lobende Worte für den Ligakonkurrenten RB Leipzig übrig.
"An einem Ort, wo es nichts mehr gab, hat RB Leipzig etwas aufgebaut Das kann nicht jeder - auch nicht mit dem Geld", sagte der Ex-Nationalspieler und verwies auf die deutschen Spieler der Leipziger und das gute Scouting beim Zweitliga-Aufsteiger, der von einem österreichischen Brausegiganten finanziert wird.
Kuntz wollte aber auch nicht verhehlen, dass RB Leipzig "anderen Klubs einen Platz wegnimmt und damit eine gewisse Attraktivität verloren geht." Das sei nicht gut, äußerte der frühere Torjäger.
sport 1
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Heidel <3 Sehr richtig, was er sagt. Allerdings muss man unabhängig von RBL und Co auch mal sehen, dass nicht jeder Traditionsclub so vernünftig wirtschaftet wie der FSV Mainz 05.
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Das sind aber beides Traditionsklubs mit Investor.
Eben, um so Klubs ging es mir nicht sondern um künstlich aufgezogene Klubs die aus dem Nichts ganz nach oben kommen und vor Geld stinken.
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Heidel <3 Sehr richtig, was er sagt. Allerdings muss man unabhängig von RBL und Co auch mal sehen, dass nicht jeder Traditionsclub so vernünftig wirtschaftet wie der FSV Mainz 05.
Und auch an Heidel kritisiere ich, trotz korrekter Aussage: Mit solch einem Thema hätte er früher kommen müssen, nicht erst wenn man Angst um den eigenen Platz in der Liga bekommt, da RB vor der Tür steht.
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Und da gebe ich Dir absolut recht. Außerdem haben es zumindest die Clubs der DFL versäumt wasserdichte Regeln zu schaffen, die RB und ähnliche Konstrukte unmöglich machen.
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Das war doch nie gewollt.
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Das sind aber beides Traditionsklubs mit Investor.
Nein, es sind Besitzer so wie Matteshit in Leipzig. Der einzige Unterschied ist, dass sie sich einen Traditionsklub gekauft haben und nicht wie in Leipzig einen voellig neuen Klub geschaffen haben.
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Meine Frage ging aber um neue Klubs. Um vergleichbare Projekte, nicht um ewig bestehende Klubs mit Investor.
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So was ging wohl am leichtesten in Leipzig.
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Hat nicht David Backham in den USA so ein komisches Projekt am laufen..?
(Kann sein daß ich mich irre)
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Naja, die Franchises in der MLS haben ja alle keine langjährige Tradition.
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Ich sprach ja von vergleichbar großen Ligen ;)
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Parma in den Neunzigern.
In Frankreich am ehesten vergleichbar Évian Thonon Gaillard. Aber die haben/hatten nie das Kapital, trotz prominenter Investoren und weitreichender Pläne.
Ziemlich lange her, aber wenn man es genau nimmt: Liverpool F.C. Auch hier interessanterweise die treibende Kraft, ein Getränkehersteller.
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Heidel: Bundesliga gefährdet
Manager Christian Heidel vom FSV Mainz 05 sieht die Attraktivität der Bundesliga durch das Aufkommen fremdfinanzierter Klubs wie 1899 Hoffenheim und RB Leipzig gefährdet.
"Die Bundesliga wird sich dann verändern und irgendwann eventuell nicht mehr so funktionieren wie heute", sagte der 51-Jährige dem "kicker": "Ich weiß nicht, ob Ingolstadt gegen Hoffenheim das Land elektrisiert."
Heidel prangert vor allem an, dass andere Klubs für die Emporkömmlinge weichen müssen.
"Und warum? Weil wir unsere Ausgaben durch Einnahmen aus dem Fußballgeschäft decken müssen. Eine Region verliert dann ihren Klub, weil plötzlich Klubs erfunden werden, wo die Ausgabenseite nur Papier ist, das keiner lesen muss", äußerte der Manager: "Am liebsten wäre es mir, wenn die Investoren alle zu Bayern München gehen. Die sind ohnehin kilometerweit weg."
sport 1
Tja… würde gerne mal wissen an Hand welcher Beispiele Leute gestern als interessant erklären
Mir fehlen die Top Spieler
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Ich denke die Bundesliga ist mehr interessant denn je, denn sonst würde es keine Angebote geben irgendwelche Relegationsspiele und den Supercup im Ausland austragen zu lassen.
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Ich denke, die Situation stagniert hierzulande. Deshalb will man ja stärker ins Ausland, um mehr Einnahmen zu generieren.
Stars kommen so oder so nicht, solange England meilenweit weg ist mit den Erlösen aus den TV Vermarktungsrechten. Und Hoppenheim, Wolfshausen und sonstige Produkte und die vielen aufstrebenden Kleinvereine interessieren halt nicht die Masse. Die will HSV, Bremen, S04 usw sehen. Ein Aufstieg z.B. von Heidenheim bei gleichzeitigem Abstieg des VfB wäre ein weiterer Rückschlag für die Vermarktung d er Bundesliga.