Fussballstammtisch
Fussballstammtisch => Fußball allgemein => Thema gestartet von: Letterman am 04. Februar 2016, 15:08:56
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Berater dürfen kein Geld für Vermittlung minderjähriger Fußballer kassieren
Urteil zu Vermittlung von Talenten
Spielerberater dürfen künftig kein Geld mehr für die Vermittlung minderjähriger Fußballer kassieren.
Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main hat entschieden, dass das "Reglement für Spielervermittlung" des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in diesem Punkt rechtens ist. Damit hob das OLG die anderslautende Entscheidung des Landgerichts vom 29. April 2015 auf.
Vorausgegangen war ein Rechtsstreit zwischen dem DFB und der Beratungsagentur Rogon. Dabei vertrat der DFB den Weltverband FIFA, der das Reglement vorgegeben hatte. Die FIFA erhofft sich dadurch mehr Transparenz im oftmals undurchsichtigen Spielerberatergeschäft. Negative Auswüchse des Geschäfts sollen verhindert werden.
"Mit dem Verbot, im Falle der Vermittlung minderjähriger Spieler an den Vermittler für die Aushandlung eines Lizenzvertrages und/oder einer Transfervereinbarung eine Zahlung zu leisten, verfolge der DFB grundsätzlich den legitimen Zweck des Minderjährigenschutzes", heißt es in der Urteilsbegründung des OLG: "Es solle verhindert werden, dass minderjährige Fußballspieler primär durch finanzielle Anreize Transfers abschießen und ohne gesicherte Perspektive aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden."
In anderen Punkten verwarf das OLG allerdings die Bestimmungen des Reglements. So müssen sich die Berater auch künftig nicht beim DFB registrieren lassen oder dem Verband ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.
Dennoch darf sich der DFB als Sieger des Rechtsstreits fühlen. Schließlich müssen Profis und Klubs alle "Vergütungen und Zahlungen" an Spielerberater beim DFB offenlegen - so wie es das Reglement vorsieht. Auch Ablösesummen dürfen nicht in die Taschen der Berater fließen.
"Mit der Verpflichtung der Vereine und Fußballspieler, dem DFB die Einzelheiten vereinbarter Vergütungen oder Zahlungen offenzulegen, verfolge der DFB das als legitim anzusehende Ziel der Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Spielervermittlungen", so das OLG: "Hinter diesem Ziel stehe der legitime Zweck, die Vermittlung von Sportlern primär an sportlichen, nicht jedoch finanziellen Interessen auszurichten."
sport 1
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Im vergangenen Jahr geben die Königsblauen mehr Geld für Berater als jeder andere Bundesligaverein aus. Gleich sechs Klubs knacken die Zehn-Millionen-Euro-Marke.
Schalke 04 hat in den vergangenen zwei Transferperioden mehr Geld an Spielervermittler gezahlt als jeder andere Bundesligist.
Die Königsblauen überwiesen zwischen dem 15. März 2015 und 15. März 2016 insgesamt gut 16,86 Millionen Euro und damit mehr als Bayern München (16,663 Millionen) und Borussia Dortmund (15,720).
Das geht aus den Zahlen hervor, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag aufgrund neuer FIFA-Vorschriften veröffentlichten.
Der VfL Wolfsburg (12,883 Millionen), 1899 Hoffenheim (11,720) und Bayer Leverkusen (10,962) hatten ebenfalls Ausgaben in zweistelliger Millionenhöhe, Aufsteiger Darmstadt 98 kam dagegen mit nur 761.000 Euro aus.
Die Zahlen beinhalten neben Zahlungen an Vermittler durch Transfers auch Vergütungen, die durch Vertragsverlängerungen von Profis angefallen sind.
In der 2. Bundesliga führt RB Leipzig die Liste mit 4,170 Millionen Euro an, sieben Erstligisten hatten geringere Ausgaben als Leipzig. In der 3. Liga liegt Holstein Kiel mit 264.450 Euro ganz vorne.
Die Ausgaben der 18 Erstligisten in der Übersicht:
1. Schalke 04 16.860.333 Euro
2. Bayern München 16.663.250
3. Borussia Dortmund 15.720.350
4. VfL Wolfsburg 12.883.826
5. TSG 1899 Hoffenheim 11.720.500
6. Bayer 04 Leverkusen 10.962.610
7. Borussia Mönchengladbach 7.100.000
8. Werder Bremen 5.959.000
9. VfB Stuttgart 5.217.669
10. Hamburger SV 5.179.113
11. Hertha BSC 4.174.390
12. 1. FC Köln 3.335.000
13. 1. FSV Mainz 05 2.721.250
14. Hannover 96 2.713.074
15. FC Augsburg 2.570.038
16. Eintracht Frankfurt 1.914.830
17. FC Ingolstadt 04 1.274.400
18. Darmstadt 98 761.000
sport 1
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Hier der komplette Bericht von DFL/DFB mit allen Zahlen auch aus der 2. und 3. Liga:
http://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/98613-Vermittlerbericht_DFB_2015_16.pdf
Der Brauseclub aus Sachsen wäre in dieser Rangliste jetzt schon 11. in der Buli. Spitzenreiter in der 3. Liga ist Holstein Kiel.
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Die deutschen Profivereine haben im vergangenen Jahr zusammen knapp 200 Millionen Euro für Spielervermittler ausgegeben – und damit mehr Geld, als 30 der 36 Erst- und Zweitligavereine in einer Spielzeit an Umsatz erzielen. Krösus Borussia Dortmund zahlte allein 40,9 Millionen Euro an Berater-Honoraren. Mit großem Abstand folgen Bayer Leverkusen (22,6 Millionen), Rekordmeister Bayern München (22,3) und der VfL Wolfsburg (21,6).
Die erstmalige Veröffentlichung der Finanzkennzahlen aller 36 Profiklubs durch die Deutsche Fußball Liga belegt die zunehmenden Provisionskosten für die Vereine bei der Verpflichtung neuer Spieler. Gaben die 18 Bundesligavereine zwischen März 2015 und März 2016 noch 127 Millionen Euro für die Berater aus, waren es nun schon 169 Millionen Euro.
https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/1-und-2-bundesliga-zahlen-200-millionen-euro-an-berater-16213736.html
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