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Rassismusskandal im internationalem Fußball

Begonnen von Letterman, 03. Januar 2013, 22:08:50

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Letterman

Rassismusskandal um Boateng

Der italienische Fußball ist erneut von einem Rassismus-Skandal überschattet worden. Beim Testspiel des AC Mailand beim Viertligisten Pro Patria wurde Ex-Bundesligaprofi Kevin-Prince Boateng von Teilen der Heim-Anhänger verunglimpft.

Boateng nahm sich daraufhin den Ball und schoss ihn in Richtung der Zuschauer, die ihn beleidigt hatten. Danach zog er sich das Trikot aus und verließ den Platz. Seine Teamkollegen folgten Boateng, das Spiel wurde in der 26. Minute abgebrochen.

Auch Boatengs dunkelhäutige Mitspieler M'Baye Niang, Urby Emanuelson und Sulley Muntari seien beleidigt worden, teilte der ehemalige italienische Meister mit. "Dieser Vorfall schadet dem Ansehen des italienischen Fußballs", hieß es in einer Erklärung der Mailänder. Boateng twitterte derweil: "Es ist eine Schande, dass so etwas noch vorkommt."

Der beim FC Bayern München unter Vertrag stehende Jerome Boateng twitterte ebenfalls: "Ich bin stolz auf meinen Bruder. Sehr gut gemacht, Bro."

Giancarlo Abete nannte den Vorfall "unerträglich". Man müsse die "wenigen Kriminellen" unter den Fans isolieren, forderte der Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC.

Auch AC-Trainer Massimiliano Allegri zeigte sich betroffen. "Ich bin enttäuscht und traurig, aber ich denke, dass es die richtige Entscheidung aus Respekt vor unseren Spielern und allen farbigen Spielern in allen Ligen war, nicht zurückzukehren", sagte Allegri: "Es ist bedauerlich, weil Familien und Kinder hier waren, um einen schönen Tag des Sports in der Sonne zu genießen."

Mailands Kapitän Massimo Ambrosini erklärte: "Wir haben ein Zeichen gegen solch hässliche Vorfälle gesetzt. Wir müssen derartigen Ereignissen ein Ende bereiten." Der Präsident von Pro Patria, Pietro Vavassori, erklärte, die Klubs seien gegen solche Anhänger machtlos. "Wir können dagegen nichts tun", sagte Vavassori.

sport 1


Letterman


Rassismus-Skandal bei Lazio-Spiel

Nach dem Eklat um den ehemaligen Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng ist auch das Serie-A-Spiel zwischen Lazio Rom und Cagliari Calcio (2:1) am Samstagabend von rassistischen Vorfällen überschattet worden.

Ultras von Lazio, das mit Nationalspieler Miroslav Klose aufgelaufen war, beschmipften den dunkelhäutigen Cagliari-Spieler Victor Ibarbo.

Aus der Kurve der berüchtigten Lazio-Anhänger, die in der Vergangenheit wegen ihrer rechtsextremistischen Orientierung häufiger für Aufsehen gesorgt hatten, ertönten in der ersten Halbzeit Pfiffe und hämische Rufe gegen den Kolumbianer.

Daraufhin wandte sich Cagliaris Generaldirektor Luciano Marroccu an den Schiedsrichter und drohte mit dem Abzug der Mannschaft, sollten die Pfiffe nicht verstummen.

Ibarbo versicherte allerdings, dass er das Spielfeld nicht verlassen werde, selbst wenn die Schmährufe anhalten sollten. Daraufhin wurde das Match fortgesetzt.

Der gebürtige Berliner Boateng hatte am Donnerstag im Testspiel gegen Pro Patria anders gehandelt und in der 26. Minute das Spielfeld verlassen, weil er und seine dunkelhäutigen Teamkollegen wiederholt von gegnerischen Fans rassistisch verhöhnt worden waren.

Die Partie wurde abgebrochen, weil auch Boatengs Mitspieler aufhörten zu spielen. Für die konsequente Reaktion erhielten Boateng und sein Team europaweit viel Anerkennung. Im Nachrichtendienst Twitter bezeichnete Boateng die Zwischenfälle in Rom am Sonntag als "sehr traurig".

Marroccu sprach nach dem Spiel von "verwerflichen Vorfällen". Er habe den Schiedsrichter angesprochen, weil die Rufe zu laut geworden seien. "Aber den Beschluss über den Abbruch des Spiels muss der Schiedsrichter fällen", sagte der Manager von Cagliari.

Lazio-Präsident Claudio Lotito hielt sich mit Kritik an den eigenen Anhängern zurück: "Unsere Fans sind keine Rassisten. Wir haben auch einige dunkelhäutige Spieler in unseren Reihen. Wir können nicht jeden einzelnen Fan kontrollieren."

Lotito sagte: "Ich denke, dass die Fan-Gemeinschaft insgesamt bewertet werden muss, und unsere Fangemeinschaft ist intakt. Einige wenige Rassisten können nicht das Gesamtbild beeinflussen."


sport 1

Flo1898

Die sollen diese Scheißliga einfach dicht machen.
   "Wenn ich von einer Reise zurückkehrte und die Flutlichtmasten des Böllenfalltors sah, wusste ich, ich bin zu Hause und alles ist in Ordnung!"

Günther Strack

Mayk

*sing* Wir sind die Fans vom Getränkekombinaaaaat, Hanseaaaaat, hammerhaaaaaart!

 

Letterman

Rettig kontert Blatter DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat die Aussagen von FIFA-Boss Sepp Blatter zur Aktion von Kevin-Prince Boateng gekontert.
"Das kann nicht die Lösung sein. Die einzige Lösung ist es, harte Sanktionen auszusprechen. Sei es der Abzug von Punkten oder etwas Ähnliches", erklärte Blatter in Dubai, nachdem Boateng wegen rassistischen Beleidigungen im Testspiel gegen Siena das Spielfeld verlassen hatte:
"Das Verlassen des Platzes könne nämlich auch missbraucht werden, befürchtet Blatter."
Rettig hat eine ganz andere Sicht auf das Verhalten des Milan-Stars.
"Das war ein großartiges Zeichen von ihm. Wir fordern immer Zivilcourage ein. Nun hat sie mit Kevin-Prince Boateng auch jemand gezeigt. Solche direkten Zeichen sind nur zu begrüßen", betonte Rettig in der "Welt":
"Wichtig aber ist, dass auch Fans untereinander keine Toleranz gegenüber Rassismus zeigen."
sport 1

Rattenfänger

Es ist eine Frechheit, dass der große Blatter sich Gedanken um Neger machen muss!
Der Zukunft zugewandt!

Kaleun

Zitat von: Rattenfänger am 07. Januar 2013, 11:42:56
Es ist eine Frechheit, dass der große Blatter sich Gedanken um Neger machen muss!

[lachgrün]


MEDIIS TRANQUILLUS IN UNDIS

HanniNannis
Torschützenkönig 2014-II
Supercup-Sieger 2013-II, 2014-I
DFL-Meister 2013-II, 2014-I
DFL-Pokalsieger 2012-I

Mayk

Zitat von: Rattenfänger am 07. Januar 2013, 11:42:56
Es ist eine Frechheit, dass der große Blatter sich Gedanken um Neger machen muss!

Sieht die Titanic ähnlich:

ZitatFifa-Präsident Joseph Blatter hat das Verhalten des Fußballers Kevin Prince Boateng kritisiert, der während eines Fußballspiels in Italien aus Protest gegen rassistische Fanschmähungen vorzeitig den Platz verlassen hatte. Der Schweizer monierte, daß man sonst schließlich auch bei einer drohenden Niederlage vom Feld gehen könnte und riet dem gebürtigen Berliner Boateng, sich an FDP-Chef Philipp Rösler ein Beispiel zu nehmen: "Selbst wenn er aus dem Publikum als 'Arschloch' bezeichnet wird – der Fidschi bleibt."
*sing* Wir sind die Fans vom Getränkekombinaaaaat, Hanseaaaaat, hammerhaaaaaart!

 

Rattenfänger

Platz 4 für die europäischen Fußballfans im Antisemiten-Ranking des Wiesenthal Centers.

http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TT_2012.PDF
Der Zukunft zugewandt!

Webtroll Joerch

Zitat von: Rattenfänger am 07. Januar 2013, 16:15:51
Platz 4 für die europäischen Fußballfans im Antisemiten-Ranking des Wiesenthal Centers.

http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TT_2012.PDF

[gäähn] Diese Institution hat sich selbst demontiert...
Thüringer Farben sind Rot Weiss!

jediefe

Erfolgreich getrollt vom Broder.  [zwinger]
I: DO, F, HD, KI, DD, B, EF, OS, BS, W, HB, HDH, AA, R, HRO, P, M, HIG, WBS, WI, C, OF, S, BI, Z, WE, L, HBS, MSW, AE, MD, PL, NZ, NDH, SON
II: HAL, L, BZ, ESA

Saaletal Wanderers FC

Gesendet vom Lautfernsprecher LF700 des VEB Stern Radio Rochlitz.

Webtroll Joerch

Thüringer Farben sind Rot Weiss!

badman

Ich bin geneigt zu glauben, dass Lazio extra gesungen hat, weil Boateng gegangen ist.
Frankfurter Stadtwappen - Pit Bull und Haschplatten

Letterman


UEFA-Verfahren gegen Lazio

Nur zwei Tage nach den rassistischen Vorfällen beim Heimspiel gegen Cagliari Calcio droht dem italienischen Erstligisten Lazio Rom um Nationalstürmer Miroslav Klose erneut Ärger wegen Fehlverhaltens seiner Fans.

Die europäische Fußball-Union UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den früheren Europapokal-Sieger eingeleitet, weil Lazio-Anhänger im Europa-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur (0:0) am 22. November antisemitische Gesänge angestimmt haben sollen.

Laut UEFA sollen Lazio-Fans auf Deutsch "Juden Tottenham" skandiert haben und ein Banner mit dem Schriftzug "Freies Palästina" ausgerollt haben. Tottenham gilt als Verein mit einer großen jüdischen Anhängerschaft.

Lazio hatte bereits nach dem Hinspiel im September rund 40.000 Euro Strafe zahlen müssen, nachdem seine Anhänger Spieler der Spurs mit Affenlauten verhöhnt hatten.

Am Samstag hatten Fans der Römer mit Beschimpfungen gegen Cagliaris dunkelhäutigen Kolumbianer Victor Ibarbo für einen Eklat gesorgt. Teile von Lazios Fan-Lager brüsten sich seit Jahren offen mit ihrer rechten Gesinnung.

sport 1