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Offenbacher Kickers von 1901 in der Saison 2014/15

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Gothi:
Feines Los. Glückwunsch.

AcPauer:
Haut se wech!

Tara:
Die Schulden des e.V. werden nun wieder auf die GmbH überschrieben. Bald sind wir wieder ein Verein.


--- Zitat ---Mitglieder stimmen Vorschlag des Präsidiums zu
Schulden gehen zurück an Profi GmbH

http://www.op-online.de/sport/kickers-offenbach/schulden-gehen-zurueck-profi-gmbh-4369373.html

Mühlheim - So viel Beifall hat es bei einer Mitgliederversammlung des Vereins Kickers Offenbach lange nicht mehr gegeben. Von Jochen Koch

Präsident Claus-Arwed Lauprecht mit Blick auf die vielen OFC-Mitglieder in der Mühlheimer Willy-Brandt-Halle.
© Hübner
Präsident Claus-Arwed Lauprecht mit Blick auf die vielen OFC-Mitglieder in der Mühlheimer Willy-Brandt-Halle.
Applaus für den Trainer (minutenlang), den Präsidenten, den Geschäftsführer, den Insolvenzverwalter und sogar für den Ex-Manager des FSV Frankfurt, Bernd Reisig. Alles bestens also beim OFC? Anschließend folgte aber eine stundenlange Diskussion der 350 anwesenden Mitglieder über die Schuldensituation. Um 22. 40 Uhr stimmte die überwältigende Mehrheit für eine Rückübertragung der rund drei Millionen Euro Schulden an die Profi GmbH.

Präsident Claus-Arwed Lauprecht blickte in seinem Bericht auf ein „turbulentes Jahr“ zurück. Angesichts einer Etatlücke in Höhe von 180.000 Euro und mehr als drei Millionen Euro Schulden, die aufgrund der Insolvenz der Profi GmbH auf den Verein übergegangen waren, stand die Sicherung der Liquidität ganz oben auf der Aufgabenliste. Dies sei auch aufgrund der Unterstützung der inzwischen mehr als 2600 Mitglieder gelungen. Damit der Verein aber nie mehr in eine solche Situation komme, habe man damit begonnen, diesen neu zu strukturieren. „Wir wollen verhindern, dass noch einmal so viele einsame Entscheidungen getroffen werden, wie in der Vergangenheit. Deshalb haben wir Verantwortung auf mehrere Schultern übertragen“, berichtete Lauprecht, der das grundsätzliche Problem der Zusammenarbeit zwischen Profi GmbH und Verein ansprach: „Unsere Aufgabe ist es, den OFC zu einen.“ Dass es bis dahin wohl noch ein weiter Weg ist, zeigte sich auch gestern - nicht nur, weil die Vertreter von Verein und GmbH bei der Versammlung weit voneinander entfernt saßen.

„Eine ganz tolle Erfolgsgeschichte“

Der Insolvenzverwalter Dr. Andreas Kleinschmidt sprach sich vehement dafür aus, auch in Zukunft „absolute Priorität“ auf den Erfolg der Regionalligamannschaft zu legen. „Das ist eine ganz tolle Erfolgsgeschichte, die wir hier geschrieben haben“, sagte Kleinschmidt und warnte gleichzeitig vor Stillstand. „Die Gefahr ist, dass man zu lange in dieser Liga bleibt.“ Durch die Pokalerfolge habe man größere Spielräume für die Zukunft. Großen Anteil daran schrieb Kleinschmidt dem Geschäftsführer David Fischer zu. „Ohne ihn wäre das nicht möglich gewesen“, versicherte er. Zum Abschluss seines Vortrags, der nur durch den Antrag eines Mitglieds möglich geworden war, appellierte Kleinschmidt an die Verantwortlichen, auch in Zukunft strukturell und personell mit einer Weiterbeschäftigung von Fischer und Trainer Rico Schmitt für Kontinuität zu sorgen. „Ich würde mich freuen, wenn sie die Aufgaben weiterhin in die Hände dieser beiden Herren legen.“
Schatzmeister Thomas Zahn berichtete über den Etat des eingetragenen Vereins, der für die Fußball-Abteilung im laufenden Geschäftsjahr rund 359000 Euro beträgt und „gedeckt ist, wenn keine außergewöhnlichen Ereignisse eintreten“.

Vizepräsident Thomas Delhougne skizzierte ab 21.30 Uhr die prekäre finanzielle Situation des Vereins. Durch die Fehler bei der Ausgliederung der Profi GmbH im Jahr 2011 sind knapp 2,7 Millionen Euro Schulden an den Verein zurückgefallen (wir hatten mehrfach berichtet). „Die Verbindlichkeiten kommen alle aus dem Profifußball“, so Delhougne. Diese 2,7 Millionen könnten durch Anfechtungen des Insolvenzverfahrens um eine halbe Million Euro ansteigen. Das Dutzend Gläubiger hatte einer Stundungsvereinbarung bis 2017 zugestimmt. Eine weitergehende Einigung sei aber nur unter der Vorgabe möglich, dass die Schulden an die Profi GmbH zurückfallen. Denn nur die Profi GmbH hat die Möglichkeit, durch Einnahmen im Profifußball Geld zurückzuzahlen. Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens 2017 sollen dann 50 Prozent der Einnahmen aus DFB-Pokalspielen und Freundschaftsspielen sowie Überschüsse bei Spielertransfers zur Rückzahlung an die Gläubiger verwendet werden. Delhougne sprach nach 13-monatigen Verhandlungen von einem „Erlassvertrag“, denn die Schulden werden in Besserungsscheine umgewandelt. Zu diesem Beschluss gebe es keine Alternative, sagte er. Man habe sogar den Verkauf von Anteilen der Profi GmbH an die Gläubiger geprüft, auch externe Investoren wurden vergeblich gesucht.

Nach einer längeren Diskussion stimmte die große Mehrheit bei nur fünf Gegenstimmen für das Konstrukt des Präsidiums, so dass die Schulden des Vereins auf die Profi GmbH zurückfallen werden. Delhougne: „Ohne den Vergleich mit den Gläubigern ist die Insolvenz des Vereins unvermeidbar.“
--- Ende Zitat ---

badman:
Also ist das gut?

Tara:
Ich kann es nicht mit voller Sicherheit sagen, denke aber schon. Die Schulden hätte man auf jeden Fall im e.V. nicht abbezahlen können. Sie sind ja auch nicht im Nachwuchs aufgebaut worden, sondern entstanden unter Kalt im Profibereich. Durch Fehler bei der Ausgliederung der ersten Mannschaft können die Gläubiger diese Summe nun vom Verein einfordern. Ich denke das war der einzige mögliche Schritt um den "Offenbacher Kickers von 1901 e.V." vor der Löschung aus dem Vereinsregister zu löschen.

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