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Ukraine fordert Strafe für Russland

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Letterman:
UEFA vermittelt in Krim-Frage

Michel Platini ist seit 2007 Präsident der UEFA
(Copyright: getty)
Die UEFA will in der Krim-Krise zwischen Russland und der Ukraine zumindest sportlich vermitteln. "Wir müssen uns auch unvorhergesehenen Ereignissen stellen", sagte UEFA-Präsident Michel Platini am Donnerstag: "Ich spreche von der Krim." Die UEFA habe für den 18. September ein Treffen mit beiden nationalen Fußballverbänden arrangiert.

"Ich möchte beiden Verbänden der betroffenen Länder danken, dass sie in einem sehr schwierigen Umfeld die Tür des Dialoges geöffnet haben, und wir bald eine Lösung finden können", sagte der Franzose: "Alle sitzen an einem Tisch."

Der UEFA-Dringlichkeitsausschuss hatte in der vergangenen Woche beschlossen, die Ergebnisse der Vereine auf der von Russland annektierten Krim bis auf Weiteres nicht anzuerkennen.

Damit gab der Verband dem Wunsch der Ukraine statt, die eine Bestrafung des russischen Verbandes RUF gefordert hatte, weil die ukrainischen Vereine Tawrija Simferopol, FC Sewastopol und Schemtschuschina Jalta am russischen Pokalwettbewerb teilgenommen hatten.

sport 1

Letterman:
Ukraine erhöht Druck auf FIFA

Die Ukraine-Krise begann im Februar 2014
(Copyright: getty)
Die Ukraine-Krise spitzt sich auch im Fußball weiter zu.

Am Donnerstag forderte der ukrainische Verbandschef Anatoli Konkow zumindest indirekt den Ausschluss des russischen Verbandes aus dem Weltverband FIFA.

In einem offenen Brief an FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und UEFA-Boss Michel Platini sprach Konkow von "eklatanten Verstößen" im Umgang mit den Vereinen auf der im März durch Russland annektierten Halbinsel Krim.

Tawrija Simferopol, FC Sewastopol und Schemtschuschina Jalta hatten nach dem russischen Übergriff bereits am russischen Pokalwettbewerb teilgenommen - ein "illegaler Anschluss" und eine "heulende Verletzung" des ukrainischen Rechts und der Statuten von FIFA und UEFA, urteilte Konkow.

Deshalb müssen FIFA und UEFA mit "angemessenen" Sanktionen reagieren, schrieb Konkow und listete in seinem Brief die Artikel 13, 14 und 15 der FIFA-Statuten auf, mit denen ein Mitglied des Weltverbandes bei "schwerwiegenden Verletzungen der Statuten, Bestimmungen, Resolutionen oder des FIFA-Ethik-Codes" vom Kongress oder sogar im Eilverfahren durch das FIFA-Exekutivkomitee ausgeschlossen werden könne.

Die UEFA verwies am Donnerstagabend auf eine "konstruktive und geordnete Diskussion" mit Vertretern aller Parteien am Morgen in der Genfer UEFA-Zentrale.

"Beide Seiten zeigten Willen", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino: "Wir sind zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann, dass auf der Krim-Halbinsel wieder Fußball gespielt wird - und zwar im Einklang mit den Statuten von UEFA und FIFA."

Eine Arbeitsgruppe werde sich mit dem Thema beschäftigen.

"Wir haben uns einen Monat Zeit gegeben, um eine Lösung zu finden", sagte Infantino, der von dem offenen Brief aus der Ukraine, der nach dem Treffen in Genf auf die Internetseite des Verbandes gestellt wurde, nichts wusste.

In der UEFA-Zentrale seien beide Seiten "zuversichtlich" gewesen, sagte Infantino: "Natürlich hat jeder seine Ausgangsposition. Aber der Sinn war definitiv nicht, dass wir die Leute hier einladen, damit sie sich anschreien."

Die UEFA-Entscheidung, die Ergebnisse der in Russland antretenden Krim-Vereine nicht anzuerkennen, bleibe bestehen.

"Wir tun, was wir können", sagte Infantino.

sport 1

Letterman:
http://www.spiegel.de/sport/sonst/krim-als-teil-russlands-fifa-entschuldigt-sich-fuer-videopanne-a-1000270.html

Letterman:
UEFA sperrt Krim-Klubs


Die Fußballvereine der Halbinsel Krim dürfen nicht in den russischen Ligen starten und an russischen Pokalwettbewerben teilnehmen.

Das gab die Europäische Fußball-Union UEFA am Donnerstag in Nyon nach einer Sitzung des Exekutivkomitees bekannt. "Der russische Fußballverband darf keine Spiele ohne Genehmigung der UEFA und der Ukraine auf der Krim organisieren", sagte Generalsekretär Gianni Infantino.

Alle Krim-Klubs, die vom 1. Januar 2015 im russischen Verband spielen, werden demnach gesperrt, erklärte Infantino.

Der russische Fußballverband RFU erklärte prompt, sich der Entscheidung zu fügen. "Wir können die Beschlüsse der UEFA und der FIFA nicht ignorieren", zitierte die Nachrichtenagentur R-Sport RFU-Präsident Nikita Simonjan.

Die Krim soll nun eine "Spezialzone" werden. "Die UEFA wird die Entwicklung des Fußballs auf der Krim fördern, das schließt auch Initiativen für den Nachwuchs und in die Infrastruktur ein", sagte Infantino.

Russland hatte die Krim im März annektiert, die ukrainischen Erstligaklubs aus den Städten Simferopol, Sewastopol und Jalta waren in russische Ligen integriert worden.

Der ukrainische Verband hatte den Wechsel der Klubs abgelehnt, da die Ukraine die Krim als eigenes Territorium ansieht.

sport1

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