Sport Allgemein > Sport Allgemein
Football-Stammtisch 2013/2014
Old HFC:
Imho Hut ab. Wenn du dich mit einem Thema beschäftigst, dann aber mit vollem Einsatz. Wollte ich einfach mal loswerden, auch wenn das Thema mich genauso interessiert wie die Bestandteile des Darminhalts des argentinischen Pampawurms.
Imho:
Ich bedanke mich mal artig. Möchte aber in aller Bescheidenheit anmerken, dass ich mit den hier geschriebenen Einschätzungen eher noch an der Oberfläche kratze. Vor allem was die Defensive angeht, bin ich nicht wirklich gut informiert, mit taktischen Feinheiten fang ich erst gar nicht an. Ich bewundere die deutschen Blogger, die sowas können, weil es sich erstens um ne extrem zeitaufwendige Angelegenheit (32 NFL-Team mit jeweils nem Roster von 53 Spielern, von den 125 Colleges der ersten Division mal ganz zu schweigen) handelt, man seine Beobachtungen zudem noch größtenteils Nachts tätigen muss. Dafür braucht man echt Datenbanken...
Ich mach gleich mal weiter mit der:
Die NFC North (Packers, Vikings, Bears, Lions)
Divisionsfavorit: Green Bay Packers
In Lauerstellung (Playoffs möglich): Minnesota Vikings, Detroit Lions, Chicago Bears
Die NFC North zeichnete sich in den letzten Jahren ebenfalls durch eine große Ausgeglichenheit aus. Nicht an der Spitze - da stand Green Bay eigentlich immer über allen anderen Teams. Aber daneben zogen in den letzten 3 Jahren 3 verschiedene weitere Teams in die Playoffs ein: 2010 die Bears (sogar als Divisionssieger), 2011 die Lions und 2012 die Vikings. 4 Franchises, bei deren reiner Erwähnung den Football-Traditionalisten das Herz hüpft.
Um es kurz zu machen: So lange Aaron Rodgers dort aktiv ist, werden die Green Bay Packers immer ein Playoff-Kandidat sein. Neben Tom Brady, Drew Brees und Peyton Manning ist Rodgers einer von 4 noch mal herausragenden Elite-Quarterbacks der Liga. Und seit dem Sommer sogar der teuerste, die Packers haben soeben seinen Vertrag um 5 Jahre mit einem Gesamtvolumen von 110 Mio. $ verlängert. Das ist natürlich ein dicker Brocken fürs Salary Cap, der dafür sorgte, dass die Packers Receiver-Legende Greg Jennings gen Minnesota ziehen lassen mussten. Wenn aber ein QB mit einem mittelmäßigen Receiver-Korps auskommen kann, dann Rodgers, der nach 2 Saisonspielen bereits wieder die NFL in der Kategorie „passing yards“ anführt. Natürlich ist es auch nicht so, dass die Packers eine One-Man-Show wären. In der Defensive sorgen die Linebacker Clay Matthew und Nick Perry weiterhin für Big Plays, dazu kommt Rookie Defensive End Datone Jones und das schlampige Genie B.J. Raji. Und offensiv können die Packers mit Alex Green und dem aus Alabama gekommenen Rookie RB Eddie Lacy endlich mal so etwas wie ein Laufspiel vorweisen. Ergebnistechnisch gab’s trotzdem ne Niederlage in San Francisco um dann aber an Spieltag 2 Washington zu dominieren.
Härtester Konkurrent der Packers dürften die Chicgo Bears sein. QB Jay Cutler hat mit Brandon Marshall, Alshon Jefferey (South Carolina, Baby!!!) und Rookie Marquess Wilson ordentliche Receiver, die löchrige Offensive Line wurde via Draft verstärkt und sollte dafür Sorgen, dass Cutler ein bisschen mehr Zeit zum werfen bekommt und vielleicht mal ne Saison ohne große Verletzung übersteht. Die Bears haben in der Offseason schweren Herzens ihrer Linebacker Legende Brian Urlacher gekündigt. Dieser beendete mangels akzeptabler Angebote daraufhin seine Karriere.
Die Bears sind mit zwei knappen Siegen gegen Cincinnati und Minnesota gut in die Saison gestartet.
Letztes Jahr schafften es die Minnesota Vikings sogar bis in die Playoffs. Dieses jahr wäre das schon überraschend aber sicher möglich. Mit dem 2000-yards Running Back und MVP der letzten Saison Adrian Petersen haben die Vikes eine Waffe, auf die sie bauen können. Mit dem aus Green Bay gekommenen Greg Jennings haben die Vikings Ersatz für den gen Seattle abgewanderten Percy Harvin und mit dem hochgehandelten Rookie Cordarelle Pattersen aus Tennessee steht eine weitere Receiver-Waffe zur Verfügung. Diese müssen aber auch eingesetzt werden – und der QB Christian Ponder ist die große Schwachstelle der Vikes. Zwei Niederlagen in den ersten beiden Saisonspielen gegen die Divisionskonkurrenz aus Chicago und Detroit ist der Saisonstart schon mal misslungen.
Mit diesem Sieg und einer Niederlage gegen Arizona in die Saison gestartet sind die Detroit Lions. Und ehrlich: rein von den Namen her, ist das ne richtig gute Truppe. Das Quarterback-Receiver-Gespann Matt Stafford/Calvin Johnson läuft wie geschnitten Brot. Mit Running Back Reggie Bush hat man ein verlässliche Work Horse aus Miami geholt. Die Defensive Line war mit den Bad Boys Ndamukong Suh und Nick Fairley schon top besetzt und gewinnt mit den Rookies Devin Taylor und dem Ghanaen Ezekiel Ansah nochmal zusätzliche Sprengkraft. Und das sind nur die bekannteren Namen, auch dahinter ist Detroit gut besetzt. Ich persönlich würde auch Backup-Quarterback Kellen Moore, sehen, der am College mit Boise State alle Rekorde brach.
Imho:
Die NFC East (Giants, Cowboys, Redskins, Eagles,)
Divisionsfavorit: keiner
Playoff Chancen: New York Giants, Philadelphia Eagles, Dallas Cowboys
Außenseiter (mit Playoff Chancen): Washington Redskins
So, machen wir die NFC heute voll und gehen in eine Division die Spaß machen sollte: Die NFC East. Der Grund dafür ist einfach: Ein wirklicher Favorit ist nicht erkennbar, kein Team ragt nach oben raus, kein Team ist aber völlig chancenlos. Spannung ist also wirklich garantiert, gleichwohl aber auch der Fakt, dass neben dem Divisionssieger wohl kein zweites Wild Card Team aus dieser Gruppe in die Playoffs kommen sollte.
Einen minimalen Vorteil sollte eigentlich das Team sein, welches mit 0-2 mal eben nen sauberen Fehlstart in die Saison hingelegt hat: die New York Giants. Der Grund sollte das klickende Offensivspiel sein, welches die Giants besitzen. QB Eli Manning hat es zwar in den ersten beiden Saisonspielen geschafft 7 Interceptions zu werfen, steht aber nach "passing yards" auf Rang 3. Die beiden von Verletzungen zurückgekehrten Receiver Hakeen Nicks und Victor Cruz fischen die Pässe mit schlafwandlerischen Sicherheit runter. Aber trotzdem schlägt sich das Team gegen Dallas selbst, um dann im QB-Bruderduell gegen Denver und Peyton Manning gnadenlos einzubrechen.
Gespannr sein kann man auf die Philadelphia Eagles Der Grund steht mit Headcoach Chip Kelly an der Außenlinie. Kelly ist ein Superstar-Coach vom hier schon öfter erwähnten College aus Oregons, wo er seine Ducks zu einer ultraschnellen High Speed No Huddle Offensivmaschine formte. Diesen Spielstil sieht man auch bereits nach 2 Spielen bei den Eagles. Dieses Team, das vor zwei Jahren mit richtig viel finanziellem Spielraum eine Superstar-Truppe formte und damit grandios scheiterte, das sich mittlerweile von allen diesen Superstars getrennt hat, wirkt wie befreit und spielt frisch auf. Gespannt bin ich übrigens auf einen Spieler, der momentan nur Backup-Status genießt: Rookie-QB Matt Barkley. Kleiner Exkurs: Barkley war am College QB für eine der absoluten Big-Player Unis: Die University of Southern California in LA (USC). Leider war USC in 3 von 4 Barkley-Jahren für Bowl Spiele und Meisterschaften gesperrt, legte aber in seinem dritten Jahr eine grandiose Saison hin. Also ließ sich Barkley bequatschen, nicht schon in die NFL zu gehen, gab einen sicheren Top10-Draftplatz und damit einige Millionen Dollar auf, um mit USC um die Meisterschaft zu spielen. Da keine gute Tat ohne Strafe bleibt, brach USC natürlich total ein, Barkley spielte teilweise verletzt und nicht so glanzvoll wie 2011 und sah seinen Draftstatus immer mehr fallen. Als er dann in diesem Jahr in die NFL wechselte, rutschte er bis in die 4.Runde durch. Barkley muss sich jetzt zwar hinter dem umstrittenen QB Michael Vick hinten anstellen, ich hoffe aber, ihn in dieser Saison auch mal auf dem Feld zu sehen. Phillie ist mit einem Sieg gegen die Redskins gut in die Saison gestartet, hat am zweiten Spieltag dann gegen San Diego verloren.
Die Washington Redskins habe ich aus einem einzigen Grund etwas unter den anderen Teams angesiedelt: Ich glaube, die letzte Saison mit der Playoff-Teilnahme kam zu früh. Die Männer aus der Hauptstadt haben letztes Jahr Dank ihres grandiosen Rookie-QB Robert Griffin III eine sehr gute Saison gespielt. Aber 1.) werden sich viele Teams auf diesen Spieler eingestellt haben und 2.) muss der erstmal wieder zu seiner Form finden. Eh schon mit einem sehr verletzungsanfälligen Spielstil ausgestattet, ließ Head Coach Mike Shennahan Griffin letzte Saison in den Playoffs verletzt spielen - mit dem Ergebnis, dass sich die Zukunft dieser Franchise (für den Washington 2011 die Erstrundenpicks im Draft für mehrere Jahre weggegeben hat) noch stärker verletzte. Vollidiot. Schon in den ersten beiden Saisonspielen, die beide verloren gingen, sah man, dass Griffin noch nicht wieder der Alte ist.
Eigentlich ungewöhnlich dass ich über ein so schillerndes Team wie die Dallas Cowboys nicht wirklich etwas beizutragen hab. [noplan] Dieses sich regelmäßig selbst überschätzende Team scheint mir auf allen
Positionen ordentlich besetzt zu sein aber irgendwie fehlen die zwei, drei Spieler, die das Team auf die nächste Stufe heben. Als Paradebeispiel gilt da QB Tony Romo. Mit Sicherheit kein schlechter QB, ganz sicher ein guter Mann für die NFL - aber ihm fehlt das gewisse Etwas und seine Bilanz in entscheidenden Spielen ist katastrophal. Der Saisonstart dann so durchschnittlich, wie erwartet. Gegen die Giants bekam man Dank unzähliger Turnover den Sieg fast geschenkt (und gewann trotzdem nur knapp), in Kansas City verlor man mit einem Punkt Unterschied. Alles an den Cowboys schreit nach einer 7-9 oder 8-8 Bilanz. Und das reicht selten für die PLayoffs.
Imho:
AFC West (Broncos, Chiefs, Chargers, Raiders)
Divisionsfavorit und Superbowlkandidat: Denver Broncos
Playoffchancen: Kansas City Chiefs
Wundertüte: San Diego Chargers
Letzter: Oakland Raiders
Man braucht kein großer Experte zu sein, um die Denver Broncos zum großen Favoriten dieser Division und auch der gesamten Conference zu erklären. Denver ist im absoluten "now-or-never"-Modus. Denver muss einfach gewinnen. QB-Legende Peyton Manning ist in Hochform, stellte mit 7 TD-Pässen im Season-Opener gegen den Meister aus Baltimore mal eben nen NFL-Rekord ein und führt die NFL bereits wieder nach passing yards an. Zum eh schon guten Receiver Eric Decker kam mit Wes Welker auch noch der beste Receiver des Konkurrenten aus New England dazu. Man konnte es sich sogar erlauben, den besten Running Back zu entlassen, weil man mit Knowshon Moreno, Ronnie Hillman und dem Rookie Montee Bal weitere starke Läufer hat. Die Defensive ist um den letzte Saison zweitbesten Verteidiger der NFL Von Miller hochkarätig besetzt. Alles schreit nach Super Bowl. Und der Saisonstart - neben dem bereits angesprochenen Blowout gegen Baltimore gewannen die Broncos auch noch auswärts und hoch bei den Giants - lässt auch keinen Zweifel am Favoritenstatus der Broncos zu.
Dahinter kommt schon das schlechteste Team der letzten Saison, die Kansas City Chiefs. Die haben vor allem auf der QB-Position eine klaffende Lücke geschlossen und Alex Smith aus San Francisco geholt, dazu noch mit A.J. Jenkins nen sehr brauchbaren Receiver. Auch der aus Miami gekommene Tight End Anthony Fassano ist kein Schlechter. In der Free Agency hat man das halbe Team umgebaut, im Draft hat man mit dem Top-Pick Eric Fisher die O-Line verstärkt und ansonsten noch sukzessive einen frischen Mann für jeden Mannschaftsteil geholt. Running Back Jamaal Charles war eh schon immer ein Leistungsträger. Und mit dem Backup-QB Rookie Tyler Bray hat man einen QB in der HIntrhand, der am College in Tennessee zwar wenig erfolgreich war, mir aber in allen Spielen die ich von ihm gesehen hab, extrem gut gefallen hat. Das schlechtes Team 2012 hat also durchaus realistische Playoff-Chancen, der Saisonstart ist mit 2 Siegen gut geglückt.
Weit weg sind die San Diego Chargers zwar nicht von den Chiefs. Aber Playoff Chancen gebe ich Ihnen nicht. Dazu sind sie zu unbeständig, was man auch bereits in den ersten Saisonspielen sah. Da spielt man gegen das vermeintliche Spitzenteam aus Houston eine 3-TD-Führung im dritten Viertel heraus und bricht dann richtig dumm ein. Nur um dann das Aufwind-Team aus Phildelphia im zweiten Spiel zu besiegen. Und so sollte die Saison auch weitergehen.
Ein völliger Trümmerhaufen waren zu Beginn dieser Saison die Oakland Raiders. Das jahrelange Chaos, das der mittlerweile verstorbene berüchtigte Besitzer Al Davis dort hinterlassen hat, ist einfach zu groß. Eine gefährliche Mischung aus überschätzten Spielern, nicht zusammenpassenden Spielern und schlechten Spielern und einer katastrophalen Salary Cap Situation zwang die Raiders einfach zum Umbruch. Das hat man auch getan. Teure Spieler wurden entlassen (und dabei sogar kräftige Cap Hits in Kauf genommen). In der Free Agency hat man auf günstige Spieler gesetzt, den restlichen Kader via Draft aufgefüllt. Und obwohl man mit Matt Flynn (der ehemalige, massiv gehypte Backup-QB aus Green Bay) einen neuen Spielmacher aus Seattle holte, setzt man (endlich) auf den jungen QB Terelle Pryor, der im dritten Jahr in Oakland spielt und College Fans aus seiner Ohio State-Zeit noch in guter Erinnerung ist.
Die Raiders wollen in dieser Saison sich vor allem ordentlich verkaufen. Immerhin gelang schon ein Sieg gegen die noch schlechteren Jacksonville Jaguars. Selbst wenn das der letzte Sieg gewesen sein sollte, wären schlechte Ergebnisse noch zu verkraften: Auch nächste Saison wird man im Draft weit vorn dabei sein. Der Umbau dieses Teams ist noch lange nicht beendet.
Bömmel:
Nach welchen Regeln läuft eigentlich die Conference und Divisions Einteilung?
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln