Hannover 96
Nationaltorwart Robert Enke ist tot
(20)
10. November 2009, 20:20 Uhr
Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Das bestätigte der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, Martin Kind, am Dienstagabend.
Nach Informationen der WELT hat sich Enke in Neustadt am Rübenberge vor einen Zug geworfen. Er wurde 32 Jahre alt.
Mehr in Kürze.
Die Welt (http://www.welt.de/sport/article5162664/Nationaltorwart-Robert-Enke-ist-tot.html)
Der verheiratete Fußballprofi und seine Frau hatten vor drei Jahren ihre Tochter Lara im Alter von zwei Jahren verloren, die an einem angeborenen Herzfehler litt und im Krankenhaus starb.
ZitatHannover 96
Nationaltorwart Robert Enke ist tot
(20)
10. November 2009, 20:20 Uhr
Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Das bestätigte der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, Martin Kind, am Dienstagabend.
Nach Informationen der WELT hat sich Enke in Neustadt am Rübenberge vor einen Zug geworfen. Er wurde 32 Jahre alt.
Mehr in Kürze.
Die Welt (http://www.welt.de/sport/article5162664/Nationaltorwart-Robert-Enke-ist-tot.html)
Damit sinkt mein Mitleid schon wieder. Mehr Mitleid habe ich jetzt mit dem Kollegen der damit Leben muss einen Menschen totgefahren zu haben.
Find ich auch.
Man kann auch manche Gedanken mal für sich behalten.
Find ich auch.
Man kann auch manche Gedanken mal für sich behalten.
Ich weigere mich, das mit dem Selbstmord zu glauben. Er wirkte auf mich nicht wie ein Mensch, der Andere in eine solche Tat mit einbezogen haette... ich kann und will das einfach nicht glauben, bevor es bewiesen ist.
Aus Respekt vor den Hinterbliebenen sollte man das Länderspiel absagen.
Es gibt wichtigeres auf der Welt.
Aus Respekt vor den Hinterbliebenen sollte man das Länderspiel absagen.Und wenn man es nicht absagt: Wäre ich Nationalspieler, ich würde einfach nicht spielen, wäre mir scheißegal, was die Offiziellen sagen.
Es gibt wichtigeres auf der Welt.
Vielleicht besteht aber auch die Möglichkeit, sich mit dem Spiel öffentlich von Robert zu verabschieden und die Einnahmen einem guten Zweck bzw. der Familie zukommen zu lassen.Aus Respekt vor den Hinterbliebenen sollte man das Länderspiel absagen.Und wenn man es nicht absagt: Wäre ich Nationalspieler, ich würde einfach nicht spielen, wäre mir scheißegal, was die Offiziellen sagen.
Es gibt wichtigeres auf der Welt.
Vielleicht besteht aber auch die Möglichkeit, sich mit dem Spiel öffentlich von Robert zu verabschieden und die Einnahmen einem guten Zweck oder der Familie zukommen zu lassen.Aus Respekt vor den Hinterbliebenen sollte man das Länderspiel absagen.Und wenn man es nicht absagt: Wäre ich Nationalspieler, ich würde einfach nicht spielen, wäre mir scheißegal, was die Offiziellen sagen.
Es gibt wichtigeres auf der Welt.
Bin noch geteilter Meinung was das Spiel betrifft, aber das ist jetzt auch nicht wirklich wichtig...
Was fuer widerliche Arschloecher (http://cgi.ebay.de/Robert-Enke-DFB-Karte-2008-signiert-Hannover-96_W0QQitemZ140358961492QQcmdZViewItemQQptZAutogramm_Autograph?hash=item20ae0bc954) es gibt. [kotz]
Aus Respekt vor den Hinterbliebenen sollte man das Länderspiel absagen.
Es gibt wichtigeres auf der Welt.
Und plötzlich ist dieser ganze verdammte Bundesliga-Zirkus sowas von egal.
Punkte, Tore, Schlagzeilen, Rivalitäten, Leistung bringen, zur WM fahren ...
Alles plötzlich sch....egal.
Jetzt holen wir erstmal ganz tief Luft und erkennen mal wieder, dass Spieler auch MENSCHEN sind.
Und heute ist ein großer Mensch von uns gegangen.
Mein Mitgefühl gilt der Familie und den Freunden sowie den Fans von Hannover 96.
Tieftraurige Grüße aus Berlin
Angeblich hat er heute wohl irgendwelche Untersuchungsergebnisse von seinem Arzt bekommen.
Auch von mir mein herzliches Beileid an die Familie Henke. Aber auch an den Zugführer des besagten Zuges.
Weiss man nicht. Mach dir darüber keinen Kopf. Wenn er nicht mehr leben wollte (immer noch Spekulation), hatte er wahrscheinlich ganz andere Gründe. Und die gehn uns nichts an. Damit muss seine Familie fertig werden.
p.s.: Mir geht als durch den Kopf das er vielleicht noch leben würde, hätte ihn Löw zur Nationalelf eingeladen.
Sorry für diesen peinlichen Rechtschreibfehler. Diese Aussage hat jemand in unserem Forum gepostet. Aber in solch einer Situation gibt es verschiedene GerüchteAngeblich hat er heute wohl irgendwelche Untersuchungsergebnisse von seinem Arzt bekommen.
Auch von mir mein herzliches Beileid an die Familie Henke. Aber auch an den Zugführer des besagten Zuges.
Woher weisste das? Außerdem heisst er Enke.
Mit Schuldzuweisungen oder Gerüchten sollte man sich derzeit zurückhalten.
Eine gewisse Zeit nach dem Tod eines solchen Mannes einfach mal nicht schreiben, wer da jetzt warum an was Schuld hat, fände ich angemessen.
Ich weiß nicht, ob es hilft, aber ich wüsste einfach gerne, was ihn letztlich dazu gebracht hat. Sicher, eigentlich geht mich das nichts an.
Heilige Scheiße, Teresa... [heull] das ist ja brutal.
Danke, FCB! (http://www.fcbayern.t-home.de/)
"Ich bin schockiert... Es fällt schwer zu glauben, dass er tatsächlich gestorben ist. Es ist ein schrecklicher Verlust für den gesamten Weltfußball, er war für die heutige Zeit ein besonderer Mensch. (...) Er war ein Mann, der große Lust hatte, zu lernen und sich zu behaupten. Ein wahrer Mann."
Hut ab DFB ......man ist schon sehr beruehrt !
@Horschti: Ich sehe es mittlerweile auch mit ganz anderen Augen - nur wie soll sich der ganze Showdown denn hinbewegen .
Ich glaube Robert Enke und Sebastian Deisler sind nur die Spitze des Eisberges.
Hut ab DFB ......man ist schon sehr beruehrt !
@Horschti: Ich sehe es mittlerweile auch mit ganz anderen Augen - nur wie soll sich der ganze Showdown denn hinbewegen .
Ich glaube Robert Enke und Sebastian Deisler sind nur die Spitze des Eisberges.
Durch den bengel konnte ich das Geschäft ein wenig kennenlernen und sage euch: Der Fußball ist ein Drecksgeschäft und ich kann mir gut vorstellen das einige daran zerbrechen.
Und diejenigen hinterlassen... Ratlosigkeit.Die Ratlosigkeit ist es, die mich am meisten beschäftigt.
Und diejenigen hinterlassen... Ratlosigkeit.Die Ratlosigkeit ist es, die mich am meisten beschäftigt.
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik (http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik)Danke für den Link.
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik (http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik)
Ich verneige mich vor Dirk Gieselmann und 11 Freunde.
Offenbar das einzige auflagenstarke Medium, das wirklich angemessen mit der Situation umgeht.
klick (http://11freunde.de/bundesligen/125581)
Ein ganz wunderbarer Text, der meine momentanen Gedanken ganz gut wiedergibt:das ist ja in Englisch [blin]
11freunde - Why didn' we know? (http://www.11freunde.de/bundesligen/125586)
Einzelheiten zu der Trauerfeier für Robert Enke im Stadion
Die Trauerfeier findet am Sonntag, 15.11.2009, von 11 bis 12.30 Uhr öffentlich im Niedersachsenstadion in Hannover statt. Hannover 96 wird das Stadion ab 08.30 Uhr öffnen. Im Stadion wird es an den Verkaufskiosken frei Kaffee, Tee, Wasser und Blechkuchen geben (solange verfügbar). Dem Anlass entsprechend werden keine alkoholischen Getränke angeboten.
Es gelten leider auch bei diesem Anlass gesetzliche Bestimmungen, so dass nicht mehr als 45.000 Trauernde eingelassen werden können. Die Zählung erfolgt an den Drehkreuzen. Da freie Platzwahl herrscht, bitten wir Euch, zusammenzurücken. Zudem bitten wir Euch, mitzuhelfen, wo es geht: sei es älteren oder körperlich eingeschränkten Fans auf einen Platz zu helfen, mögliche Störenfriede zur Vernunft zu rufen und sie zu ermahnen, sich angemessen zu verhalten usw.
Die Rote Kurve wird sich im RK-Block N16/N17, Nord Oberrang, treffen. Es ist leider nicht möglich, einzelne Blöcke für verschiedene Gruppen im Vorhinein zu reservieren oder separate Eingänge z.B. für DK-Besitzer einzurichten, da niemand weiß, wie viele Mitglieder einer Gruppe kommen werden. Plant daher bitte ausreichend Zeit im Vorfeld ein und verabredet Euch an geeigneten Treffpunkten.
Die ARD wird die Trauerfeier live übertragen, z.B. in der „Nordkurve“ und auf dem Stadionvorplatz.
Das endgültige Programm wird derzeit noch gestaltet. Folgendes kann aber bereits bestätigt werden: Der Sarg von Robert Enke wird auf dem Rasen aufgebahrt, es folgt eine kirchliche Andacht sowie Trauerreden von Martin Kind, Ministerpräsident Christian Wulff, OB Stephan Weil und DFB-Präsident Theo Zwanziger. Die Veranstaltung wird umrahmt von musikalischen Darbietungen. Zum Ende der Veranstaltung wird der Sarg zur privaten Beerdigungsfeier überführt.
Seid nicht erschreckt: Für die Feier werden in der Nacht zum Sonntag alle Kerzen, Bilder, Schals, Blumen usw., die vor dem Stadion aufgebaut sind, in den Umlauf zwischen Ober- und Unterrang gebracht. Dort können auch weitere Andenken an unsere Nr. 1 hinzugelegt werden. Hannover 96 organisiert große Bilder von Robert, die die Stellen anzeigen.
Die Familie Enke bittet die Fans im Sinne des Verstorbenen, anstelle freundlich zugedachter Blumenspenden um eine Überweisung für die Per Mertesacker-Stiftung, Bankhaus Hallbaum Hannover, Konto-Nr. 1002127767, BLZ 250 601 80, Verwendungszweck Robert Enke.
Im Namen der Mitglieder hat der Vorstand der Roten Kurve für Samstag eine Traueranzeige in den hannoverschen Zeitungen veranlasst.
Mit traurigen Grüßen
Vivi
Redaktion RK-Magazin
Insbesondere öffentlich-rechtliche machen genug Programm, das nur die wenigsten sehen oder hören wollen (3sat, Phoenix, ARTE, Dokus im Ersten, hr2, Deutschlandfunk, usw).
Und es gibt durchaus auch verantwortungsbewusste Redakteure, die sich nicht an Quote und Marktanteilen orientieren.
"Niemand im Publikum merkt ihm etwas an."[heull]
Unfassbar! Ich konnte es zerst gar nicht glauben.
Jetzt, wo man einiges gelesen und gehört hat, bin ich nur noch unendlich traurig. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der derart im Fokus der Öffentlichkeit steht und gleichzeitig an einer solchen Krankheit leidet...
Mein Mitgefühl der Ehefrau und der kleinen Tochter.
Daum meldet sich: Robert Enke hätte sich ihm 2003 anvertraut.
Er hätte ihm gesagt, er würde ihm alle erdenkliche Hilfe leisten, weil er von ihm überzeugt gewesen sei.
Typisch Daum: Nem Gurkentorwart hätte er das nicht angeboten oder wie soll man das verstehen?
Allein, dass er diese Angelegenheit überhaupt berichtet, kann ich nicht verstehen.
Und, nein, verlinken will ich das auch nicht.
Unfassbar! Ich konnte es zerst gar nicht glauben.
Jetzt, wo man einiges gelesen und gehört hat, bin ich nur noch unendlich traurig. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der derart im Fokus der Öffentlichkeit steht und gleichzeitig an einer solchen Krankheit leidet...
Mein Mitgefühl der Ehefrau und der kleinen Tochter.
Meiner Meinung nach wird sowohl in der allgemeinen Debatte als auch in Deinem Beitrag Ursache mit Wirkung verwechselt. Die Krankheit Depression kommt dabei quasi wie aus dem Nichts und legt sich anschliessend wie ein Schatten auf den betreffenden Menschen.
Ein Torwart steht in einer besonders verantwortungsvollen Position und kann sich im Grunde keinen Fehler erlauben. Die Teilnahme am Spielgeschehen ist meist gering jedoch entscheidend für den weiteren Spielverlauf. Für einen nachdenklichen Menschen eine ziemlich belastende Situation. Wer Robert Enke bei seinem Torwartspiel beobachten konnte sah da kaum Leichtigkeit, Spass, Freude an der Sache; eher Schwermut.
Ich denke,
er hatte auf den Beruf schon seit einiger Zeit keinen Bock mehr jedoch nicht die Kraft eines Sebastian Deisler (dabei ist die ostdeutsch geprägte Vergangenheit bei Robert nicht zu unterschlagen). Der Druck von aussen weiter zu machen (Medien, Verein, Vertrag, Geld, Familie) waren aus seiner Sicht einfach zu stark. Alle Personen um ihn herum - einschliesslich der Psychologie - hatten nur eines im Sinn: Alles dafür zu tun, seine Berufsfussballerkarriere am Laufen zu halten - gegen seine innere Stimme. Niemand kam auf die Idee ihm zu sagen: Hör auf damit! Mach etwas anders! Die Aufgabe der Psychologie wäre es gewesen dies zu erkennen plus die damit einhergehende extreme Suizidgefahr und den Jungen schleunigst aus der Verantwortung für sich selbst heraus aus dem "Verkehr zu ziehen" - weit weg jedoch ähnlich gelagert dem Kölner Ümit Özat oder dem ehemaligen Skispringer Sven Hannawald. Am Ende wurde gar die Psychologie verdientermassen getäuscht und belogen da keine akzeptable Lösung für den Menschen ( Schauspielenden Torwart) Robert Enke in Sichtweite war. Sein "sich vor einen Zug werfen" spiegelte letztlich nur seine innere Zerissenheit und damit einhergehende Ausweglosigkeit wider.
Depressionen zeigen aus meiner Sicht meist ein ungelebtes Leben auf. Zuviele Kompromisse, man lebt das Leben anderer.
Wieviele Menschen fühlen sich noch irgendwie fehl am Platz bei dem was sie tun, einfach unwohl. Generell gefragt: Warum sind wir so jämmerliche Kreaturen geworden, so abhängig, warum beklagen wir uns ständig, warum sind wir so angespannt, so nervös und ängstlich? Was ist da schiefgelaufen?
Der Freitod von Robert Enke hat mir EINS wieder in das Bewusstsein zurückgebracht:
Ein Leben ohne Freude ist kein Leben.
Mach's gut Robert!
Niemand kam auf die Idee ihm zu sagen: Hör auf damit! Mach etwas anders! Die Aufgabe der Psychologie wäre es gewesen dies zu erkennen plus die damit einhergehende extreme Suizidgefahr und den Jungen schleunigst aus der Verantwortung für sich selbst heraus aus dem "Verkehr zu ziehen"
"Er war immer mal wieder kurz vor diesem Schritt, sich einweisen zu lassen, dann sagte er wieder: Wenn ich in der psychiatrischen Klinik behandelt werde, dann ist es aus mit meinem Fußball. Das ist das Einzige, was ich kann und will und gerne mache."
Meiner Meinung nach....
Ein Leben ohne Freude ist kein Leben.
Da sitzt man vorm Fernseher und es laufen einem die Tränen runter für einen Menschen den man nicht mal groß kannte.
Ist das normal ?
Da sitzt man vorm Fernseher und es laufen einem die Tränen runter für einen Menschen den man nicht mal groß kannte.Ja, ist es. Bin zwar auf Arbeit, konnte es aber trotzdem schauen, musste mich ziemlich beherrschen...
Ist das normal ?
Unfassbar! Ich konnte es zerst gar nicht glauben.
Jetzt, wo man einiges gelesen und gehört hat, bin ich nur noch unendlich traurig. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der derart im Fokus der Öffentlichkeit steht und gleichzeitig an einer solchen Krankheit leidet...
Mein Mitgefühl der Ehefrau und der kleinen Tochter.
Meiner Meinung nach wird sowohl in der allgemeinen Debatte als auch in Deinem Beitrag Ursache mit Wirkung verwechselt. Die Krankheit Depression kommt dabei quasi wie aus dem Nichts und legt sich anschliessend wie ein Schatten auf den betreffenden Menschen.
Ein Torwart steht in einer besonders verantwortungsvollen Position und kann sich im Grunde keinen Fehler erlauben. Die Teilnahme am Spielgeschehen ist meist gering jedoch entscheidend für den weiteren Spielverlauf. Für einen nachdenklichen Menschen eine ziemlich belastende Situation. Wer Robert Enke bei seinem Torwartspiel beobachten konnte sah da kaum Leichtigkeit, Spass, Freude an der Sache; eher Schwermut.
Ich denke,
er hatte auf den Beruf schon seit einiger Zeit keinen Bock mehr jedoch nicht die Kraft eines Sebastian Deisler (dabei ist die ostdeutsch geprägte Vergangenheit bei Robert nicht zu unterschlagen). Der Druck von aussen weiter zu machen (Medien, Verein, Vertrag, Geld, Familie) waren aus seiner Sicht einfach zu stark. Alle Personen um ihn herum - einschliesslich der Psychologie - hatten nur eines im Sinn: Alles dafür zu tun, seine Berufsfussballerkarriere am Laufen zu halten - gegen seine innere Stimme. Niemand kam auf die Idee ihm zu sagen: Hör auf damit! Mach etwas anders! Die Aufgabe der Psychologie wäre es gewesen dies zu erkennen plus die damit einhergehende extreme Suizidgefahr und den Jungen schleunigst aus der Verantwortung für sich selbst heraus aus dem "Verkehr zu ziehen" - weit weg jedoch ähnlich gelagert dem Kölner Ümit Özat oder dem ehemaligen Skispringer Sven Hannawald. Am Ende wurde gar die Psychologie verdientermassen getäuscht und belogen da keine akzeptable Lösung für den Menschen ( Schauspielenden Torwart) Robert Enke in Sichtweite war. Sein "sich vor einen Zug werfen" spiegelte letztlich nur seine innere Zerissenheit und damit einhergehende Ausweglosigkeit wider.
Depressionen zeigen aus meiner Sicht meist ein ungelebtes Leben auf. Zuviele Kompromisse, man lebt das Leben anderer.
Wieviele Menschen fühlen sich noch irgendwie fehl am Platz bei dem was sie tun, einfach unwohl. Generell gefragt: Warum sind wir so jämmerliche Kreaturen geworden, so abhängig, warum beklagen wir uns ständig, warum sind wir so angespannt, so nervös und ängstlich? Was ist da schiefgelaufen?
Der Freitod von Robert Enke hat mir EINS wieder in das Bewusstsein zurückgebracht:
Ein Leben ohne Freude ist kein Leben.
Mach's gut Robert!
Das ist doch alles völliger Spekulatius [darunter]
Auf der anderen Seite heisst es, dass der Fussball sein "Lebenselixier" war und er Angst hatte diesen zu verlieren, wenn seine Krankheit öffentlich gemacht worden wäre.
Und Depressive Menschen können durchaus mit Druck umgehen und verantwortungsvolle Tätigkeiten ausüben, ohne, dass sie zwangsläufig darunter Leiden.
Depressionen haben viele Facetten, Menschen unterschiedliche Charaktere. Von daher finde ich es falsch und auch sehr bedenklich alle depressiven Menschen in einen großen Psychotopf zu schmeissen.
Niemand kam auf die Idee ihm zu sagen: Hör auf damit! Mach etwas anders! Die Aufgabe der Psychologie wäre es gewesen dies zu erkennen plus die damit einhergehende extreme Suizidgefahr und den Jungen schleunigst aus der Verantwortung für sich selbst heraus aus dem "Verkehr zu ziehen"
Entschuldige, aber das ist Unsinn. Teresa Enke hat doch (glaubwuerdig) beschrieben wie es war, ebenso der behandelnde Arzt. Dass sie ihn mehrmals gebeten hat, aufzuhoeren, er das aber nicht wollte, weil Fussball sein Lebensinhalt war. Was Robert Enke im Uebrigen auch selber nach dem Tod seiner Tochter so gesagt hat!
Edit: Ein Zitat aus dem Spiegel von seinem Vater:Zitat"Er war immer mal wieder kurz vor diesem Schritt, sich einweisen zu lassen, dann sagte er wieder: Wenn ich in der psychiatrischen Klinik behandelt werde, dann ist es aus mit meinem Fußball. Das ist das Einzige, was ich kann und will und gerne mache."
"In kritischen Phasen hatte Robert Angst, dass ein Ball auf sein Tor geschossen würde. Er hatte Anfälle, wollte nicht zum Training, konnte sich nicht vorstellen, im Tor zu stehen. Er war so verzweifelt, einmal hat er gefragt: Sag mal, Papa, nimmst du mir das übel, wenn ich mit dem Fußball aufhöre? Ich sagte: Robert, das ist doch nicht das Wichtigste, um Gottes Willen."
vielleicht könnte man sich darauf einigen, hier nicht selbst spekulative Erklärungen einzustellen, was man ja immer der Presse vorwirft.
Robert Enke wurde heute verabschiedet. Ich habe zwar diese Live-Übertragung nicht gesehen, aber nun sollte man das, was man immer so schön proklamiert, auch in die Tat umsetzen: Ruhe in Frieden Robert.
Mehr muss man wirklich nicht sagen.
Vielleicht sollte ich mal meine Vorurteile reduzieren...Wir sollten alle mal unsere und Vorurteile überdenken, nicht wahr?
Thorsten Legat ueberrascht mich (http://www.reviersport.de/100142---legats-liga-erschuetterung-ueber-enkes-tod.html)Ich habe seit Tagen keine TV-Nachrichten geschaut und beschränke mich (fast) auf die hier von Euch/Dir angebotenen Links.
"Lieber Robert,
es ist nicht leicht, heute Abend die Fußballschuhe anzuziehen, raus zu gehen auf den Rasen, 90 Minuten das zu tun, was Du so sehr geliebt hast. Dein Tod ist für uns immer noch allgegenwärtig. Er hat uns alle sprachlos gemacht, fassungslos, hilflos. Wir waren wie gelähmt, als wir die unerträgliche Nachricht bekommen haben.
Wir waren nicht in der Lage, unsere Trauer in Worte zu fassen. Wir waren nicht in der Lage, ein paar Tage später Fußball zu spielen. Wir konnten nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Wir alle brauchten diesen Moment der Ruhe, um zu realisieren, was passiert ist. Richtig verstehen werden wir es vielleicht nie.
Wir haben lange zusammengesessen und an Dich gedacht. Wir haben zusammen geschwiegen, zusammen geweint und zusammen nach Antworten gesucht, aber eigentlich immer nur neue Fragen gefunden. Quälende Fragen nach dem Warum. Warum konnten wir Dir nicht helfen? Warum konntest und wolltest Du uns nicht von Deinen Problemen erzählen? Warum ist es in unserem Leistungssport, in unserer Leistungsgesellschaft nicht möglich, Angst und Krankheit auszusprechen?
Es ist für uns alle ein schmerzhafter Gedanke, dass Du Dich einsam und allein gefühlt haben musst, auch wenn Du mit uns zusammen warst. Dass Du so oft das Gefühl gehabt haben musst, viel mehr verlieren zu können als nur ein Fußballspiel. Dass für Dich so viel mehr auf dem Spiel stand als für jeden anderen von uns. Dein Tod ist so trostlos.
Aber wir werden alles dafür tun, in Deinem Sinn weiterzumachen, guten Fußball zu spielen, erfolgreich zu sein. Und uns dafür einzusetzen, dass Vorurteile und Stigmatisierungen im Fußball keinen Platz haben. Du wirst uns fehlen. Auf dem Weg ins Stadion, in der Kabine, im Strafraum. Du wirst uns fehlen, weil Du ein außergewöhnlicher Torhüter warst. Aber noch vielmehr, weil Du ein bemerkenswerter Mensch warst. Wir spielen heute für Deutschland, wir spielen für die Fans. Aber wir spielen vor allem für Dich. Für einen guten Freund, durch dessen Tod wir alle noch ein Stückchen näher zusammengerückt sind.
Wir sind ein Team. Und Du wirst immer ein Teil dieses Teams bleiben."
Weil es zum Thema passt:
http://www.fcstpauli.com/magazin/artikel.php?artikel=5613&type=&menuid=57&topmenu=112 (http://www.fcstpauli.com/magazin/artikel.php?artikel=5613&type=&menuid=57&topmenu=112)
Respekt Andreas und alles Gute bei deiner Genesung, ich habe ihn aus seiner Zeit bei Union in guter Erinnerung.
BILD: Gibt es eigentlich einen speziellen Zusammenhalt unter den Bundesliga-Torhütern?
Ulreich: „Zumindest unterhält man sich nach Spielen noch oft. Ein Erlebnis werde ich nie vergessen: Wir haben eine Niederlage in Leverkusen kassiert (beim 0:3 im April 2008 sah Ulreich bei den Gegentoren nicht gut aus/d.Red). Am nächsten Tag rief auf einmal Robert Enke bei mir an. Er hatte sich meine Nummer über einen Mitarbeiter von unserem Torwart-Ausrüster besorgt. Robert hat mir eine halbe Stunde Mut zugesprochen, mir gesagt, dass man als Torwart durch so ein Tal durch muss. Dass ich mein Ding machen werde. Dabei kannten wir uns kaum. Eine super Geste. Es war das beeindruckenste Erlebnis, was ich je im Sport erlebt habe.“
Matti???? [noplan]Bitte? [blin]
....Die Posts sind doch aus November???[kopfklatdsch]
Robert Enke Straße künftig am Niedersachsenstadion (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Sechs-neue-sportliche-Namen-rund-um-die-AWD-Arena-in-Hannover)
Weil? Er ist gestorben als er ein Idol und Symbol für Hannover 96 und die Stadt war. Wieso sollte er da nicht wie auch andere Menschen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, auf diese Weise geehrt werden? Ist doch eine schöne Geste!