Wuppertal.
Mulmig ist ihm nicht zumute, obwohl Tom Moosmayer zugibt, dass er ein bisschen Angst vorm Fliegen hat. Höhenängste sind deshalb kein Thema, als der Neuzugang des WSV im immer noch sichersten Verkehrsmittel der Welt gemeinsam mit der kompletten Mannschaft Platz genommen hat und gespannt seiner ersten Schwebebahnfahrt vom Stadion Zoo gen Alter Markt entgegenblickt. Genau wie der neuen Regionalliga-Saison.
„Wir müssen sehen, dass wir die Zuschauer auf unsere Seite bekommen. Das ist mit einem fast komplett neuen Kader vielleicht etwas einfacher als mit acht oder neun Spielern, die mit abgestiegen sind. Mein persönliches Ziel ist es jedenfalls, wieder zurück in die 3.Liga zu kommen“, sagt Moosmayer, der beim WSV einen Einjahresvertrag mit der Option auf eine weitere Saison im Aufstiegsfall unterschrieben hat.
Moosmayer gehört mit 30 Jahren zu den „alten Hasen“ beim jungen WSV.
Der gebürtige Belgier gibt zwar zu, dass für ihn der Wechsel zum WSV sportlich ein Rückschritt ist, doch dies ist für den 30-Jährigen auch aus der Schwebebahn heraus alles eine Frage der Perspektive. „Beim WSV geht sie nach oben, also in Richtung Rückkehr 3. Liga, das ist in Ordnung. Außerdem bin ich nun wieder schneller in Aachen, wo meine Frau wohnt“, sagt der bei Alemannia Aachen fußballerisch groß gewordene Mann für die linke Seite. „Ich kann sowohl Verteidiger als auch im Mittelfeld spielen.“ Dass er einen strammen Schuss besitzt, bewies er jüngst im Testspiel gegen den Cronenberger SC, als er einen Ball satt in die Maschen hämmerte.
Bei einem Durchschnittsalter von 23 Jahren gehört „Moosi“, wie ihn die Kollegen rufen, zu den alten Hasen und Leistungsträgern im runderneuerten WSV-Kader. Daraus will der ehemalige Offenbacher aber keine Verpflichtung zum „Händchenhalten“ gegenüber den jüngeren Kollegen ableiten. „Natürlich ist es schön, wenn die Stimmung in der Mannschaft derzeit gut ist. Wichtiger ist aber die Zeit, wenn die Saison begonnen hat und die Spiele laufen.
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